Ayurveda in Indien: Einmal ins Paradies und zurück!

Eddy / Meditation, Yoga / / 0 Kommentare
Ayurveda in Indien: Einmal ins Paradies und zurück!

Zugegeben, zu Beginn und dazwi­schen sah es nicht immer so para­die­sisch aus. Das bestell­te Taxi kam nicht, eine Teilnehmerin ver­pass­te ihren Flug, die Unterkünfte wur­den gewech­selt und es gab auch eine ordent­li­che Magen-Darm-Verstimmung. Es fühlt sich an, wie die­ses Zitat aus der bri­ti­schen Komödie „Best Exotic Marigold Hotel: Am Ende ist alles gut! Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende!“ Und am Ende war nicht nur alles gut, son­dern gera­de­zu himm­lisch! Die Ziele der ein­zel­nen Teilnehmer wur­den erreicht und bei eini­gen sogar über­trof­fen.

Als Yogalehrerin und Mentaltrainerin hat­te ich nicht nur eine unter­stüt­zen­de Detox-Yoga Übungsreihe vor­be­rei­tet, son­dern den gesam­ten Aufenthalt unter das Motto gestellt: Öffnen – Fließen – Verwandeln/Reinigen – Lösen!

Wir haben vie­les in uns geöff­net, wofür im Alltag kein oder wenig Raum war und sind dabei in einen ganz beson­de­ren Fluss des Lebens ein­ge­taucht; haben Altes, Verbrauchtes hin­ter uns gelas­sen, trans­for­miert und vie­les in Lösung gebracht.

Die Themen, die jeder Einzelne in sei­nem Gepäck mit­ge­bracht hat­te, umfass­ten ein wei­tes Spektrum; von star­ken kör­per­li­chen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule, mus­ku­lä­ren Verkürzungen und Dysbalancen, schwe­ren stress­be­ding­ten Verdauungsstörungen, lee­ren Akkus, dem Gefühl des aus­ge­brannt seins, bis hin zum Wunsch abzu­neh­men, wie­der jün­ger oder zumin­dest ent­spann­ter aus­zu­se­hen.

Verspannungen, Gelenkblockaden, belas­ten­de Erinnerungen und ein paar Kilo Ballast wur­den in den außer­or­dent­lich guten Ayurvedaanwendungen, den Yogastunden und dem gemein­sa­men Vollmond-Feuerritual auf­ge­löst.

Das Schmunzeln am ers­ten gemein­sa­men Abend wich einem ungläu­bi­gen Erstaunen beim Abschlussgespräch. Die Erkenntnis, was in nur vier­zehn Tagen mög­lich ist, grenzt schon an ein klei­nes Wunder, zumin­dest an höchst Erstaunliches. Viele belas­ten­de Kilos hat die Gruppe dort gelas­sen, jün­ger und vor allem ent­spann­ter und glück­li­cher sehen wir alle aus. Den Blick wie­der auf die Schönheit und die Möglichkeiten gerich­tet, die das Leben bietet.Während unse­res Aufenthaltes im Nattika Beach Resort hat jeder und jede Einzelne durch Individualität und Persönlichkeit zum Erfolg und zur Wandlung bei­getra­gen. Oft saßen wir nach der Abendmeditation am Strand und bewun­der­ten den magi­schen Sonnenuntergang. Wir lieb­ten es genau dort dem gekonn­ten Gitarrenspiel eines Teilnehmers zu lau­schen und mit­zu­sin­gen. Wir fühl­ten uns ein­fach ver­bun­den und sehr wohl zusam­men.

Ja, wir waren eine ganz beson­de­re Gruppe und mit elf Personen, eine gro­ße Gruppe noch dazu. Neben all dem, was jeder Teilnehmer für sich zu lösen mit­ge­bracht hat­te, ging es auch lus­tig zu und wir fan­den vie­le erwe­cken­de „Aha“-Erlebnisse.

Auch die Natur ver­zau­ber­te uns. So erleb­ten wir etli­che tro­pi­sche Gewitter mit hef­ti­gem Platzregen, der die Welt danach wie­der strah­len ließ. Sogar das Meer ver­wöhn­te uns und war ab der zwei­ten Woche ein­fach nur wun­der­bar. Viele von uns genos­sen die Reinigungskraft des Meeres und das war­me Schaukeln auf den Wellen zutiefst. Schaukelnd lagen wir auch in den Hängematten vor unse­ren Häuschen oder am Pool. Das Indien außer­halb des Resorts haben wir uns ab der zwei­ten Woche auch ange­se­hen. Wir besuch­ten ein Elefantencamp mit 45 Tempelelefanten, die gehegt und gepflegt, stun­den­lang vor ihrem Tempeleinsatz im Wasser geba­det und geschrubbt wur­den; den gol­de­nen Vishnu Maya Tempel und natür­lich auch die nahe­ge­le­ge­ne Stadt Thrissur mit ihren Shoppingmöglichkeiten. Besonders ange­tan hat­te es uns dabei das Geschäft und die Marke Fabindia. Mit mehr als nur einem Geschäft, hat Fabindia die Vision ver­wirk­licht, Qualität und Schönheit indi­scher Handwerkskunst von Kleinstunternehmern zu för­dern und zu ver­kau­fen. Ein gelun­ge­nes, über­zeu­gen­des Konzept.

Überzeugend ist für uns auch das Konzept des Nattika Beach Resorts, das jetzt im Oktober auch die Anerkennung und Auszeichnung als Hospital erhal­ten hat. Völlig zurecht wie wir mei­nen. Die täg­li­chen Arztkonsultationen, die Therapeut*innen, die sich vor jeder Behandlung mit der behan­deln­den Ärzt*in abspra­chen und so jedem Einzelnen die bes­te Ayurvedabehandlung ermög­lich­ten, war für uns mehr als über­zeu­gend. Wenn wir uns nach den Behandlungen in der klei­nen Lounge getrof­fen haben, um unser Glas hei­ßes Wasser zu genie­ßen, wur­de zunächst kein Wort gewech­selt. Dazu waren wir gar nicht in der Lage. Nur ein brei­tes, zufrie­de­nes Grinsen lag auf unse­rem Gesicht und zeig­te, dass wir noch immer im „Siebten Ayurvedahimmel“ schweb­ten.

Anschließend genos­sen wir unser Mittagessen. Joshi der Chefkoch vom Nattika Beach Resort hat mitt­ler­wei­le sein zwei­tes Kochbuch ver­öf­fent­licht und natür­lich lan­de­te die­ses auch mit sei­ner Widmung und zusam­men mit einer Auswahl erle­se­ner Gewürze in unse­rem Koffer. Das gesam­te Restaurantteam hat dazu bei­getra­gen, dass die­ser Aufenthalt ganz beson­ders wur­de. Mit so viel Hingabe und Lächeln wur­de unser Essen ser­viert und schmeck­te gleich noch bes­ser. Ob mor­gens der ver­jün­gen­de Trunk aus Stachelbeersaft und Kurkuma, am Mittag die kal­te medi­zi­ni­sche Buttermilchsuppe und Bockshornkleewasser oder am Abend die Slimingsoup, die bun­ten Obstteller und frisch­ge­press­ten Fruchtsäfte „to go“, die herr­li­chen indi­schen Curry Gerichte, die vie­len Besonderheiten, mit denen uns das Restaurantteam ver­wöhn­te – es war soooo…… gut und lecker!!!

Auch unse­re Tagesstruktur mit Yoga am Morgen, Meditation am Abend bei Sonnenuntergang und den Ayurvedaanwendungen zur Mittagszeit lie­ßen Raum und Zeit für sich selbst und die eige­nen Bedürfnisse. Es gibt noch so viel mehr zu erzäh­len: die Begeisterung der Gruppe, sich auf die­se Zeit, die Menschen dort, das Yoga, die Meditationen, die Behandlungen, das Essen, das Meer und, und, und ein­zu­las­sen. Fotos wer­den an die­ser Stelle mehr sagen als 1000 wei­te­re Beschreibungen. Vielleicht noch eines: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Und so hat eine Teilnehmerin sofort nach ihrer Rückkehr bereits die nächs­te Reise ins Nattika Beach Resort mit mir im September 2020 gebucht.

Ein herz­li­ches Namasté! Birgitta Sherina Kürtös, Yogalehrerin und Mentaltrainerin

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