Kategorie: Reise

05 Jul

Ostsee: Hormon-Yoga und Natur pur (März 2022)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Eine Yogawoche an der Ostsee mit Hormon-Yoga klingt schon span­nend und erhol­sam – wenn das Seminar dann auch noch im Gutshaus Parin statt­fin­det, kann fast nichts mehr schief­ge­hen und der Erholungswert ist garantiert.

Eben nur fast! Denn auch hier bescher­te uns das Covid Virus eini­ge unru­hi­ge Momente.

Nach die­sen ers­ten Aufregungen gehör­ten täg­li­che Schnelltests, Masken, Lüften und Hygiene wei­ter zum Tagesablauf. Dafür wuch­sen die Freude und Entspannung buch­stäb­lich von Stunde zu Stunde. Strahlender Sonnenschein und tief­blau­er Himmel taten ihr Übriges.

Nachts fie­len die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt und es blieb auch wäh­rend des Tages oft frisch und win­dig. Jeden Morgen wur­den wir mit einem atem­be­rau­ben­den Sonnenaufgang begrüßt und abends durch einen rie­si­gen Mond ver­zau­bert. Die Feuerschale auf der Terrasse brann­te stun­den­lang, wärm­te uns und führ­te zu anre­gen­den Gesprächen auch mit den TeilnehmerInnen eines ande­ren Seminars. Mancher Mutige wag­te sich auch in den kal­ten Naturteich, nach­dem er/sie sich in der kusche­li­gen Gartensauna im umge­bau­ten Bauwagen auf­ge­heizt hatte.

Als gemisch­te Gruppe prak­ti­zier­ten wir statt der klas­si­schen Hormon-Yoga-Reihe das Vital-Hormon-Yoga für Frauen, Männer und Paare. Eine sehr ange­neh­me Variante von Monika Schostak, einer Schülerin von Dinah Rodrigues, der Begründerin des Hormon-Yogas.

Wir übten vor dem Frühstück die Vital-Hormon-Yoga-Reihe mit Bhastrika, Ujjay und Energielenkungen. Da die Feueratmung sehr ener­ge­ti­sie­rend wirkt, wur­den nach­mit­tags ruhi­ge­re Atem-; Chakren- und Bewegungsmeditationen prak­ti­ziert, mit klei­nen Flows und Highlights aus dem Faszien-Yoga.

Anschließend ging es zum Buffet. Dass Essen glück­lich macht, ist ja bekannt! Aber das Essen im Gutshaus Parin legt noch eine Schippe drauf! Köstlich!
Frühstück – Kaffeezeit mit selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen und das Abendessen!

Außergewöhnlich, exzel­lent, vege­ta­risch, oft vegan, lie­be­voll arran­giert, lecker und alles Bio: ein Festmahl für Leib und Seele. Dass Gesundheit so gut schme­cken kann? Ja, das ver­lei­tet auch dazu oft ein biss­chen mehr zu essen, denn das Auge ist ja mit. Und doch – kein Gramm mehr auf der Waage! – im Gegenteil! Denn Yoga, Radfahren und fri­sche Luft in die­ser wun­der­vol­len Idylle kur­beln den Stoffwechsel so rich­tig an.

Parin selbst besteht neben dem Gutshaus Parin nur aus weni­gen Häusern und liegt sehr ruhig. Gleichzeitig ist Parin der idea­le Ausgangspunkt für viel­fäl­ti­ge Unternehmungen zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto. Lübeck und Wismar, die nahe­ge­le­ge­nen Hansestädte und Weltkulturerbe sind sehr belieb­te Ausflugsziele mit all ihren Sehenswürdigkeiten und Charme.

Auch Schloss Bothmer in Klütz und das bekann­te Ostseebad Boltenhagen sind leicht mit dem Fahrrad zu errei­chen. Im Schloss Bothmer eine Führung zu buchen lohnt sich und gibt span­nen­de Einblicke in eine Zeit, als Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover 1714 als Georg I. den eng­li­schen Thron besteigt und England regiert. Ganz beson­ders gelun­gen ist auch der Schlosspark mit sei­nem alten und sel­te­nen Baumbeständen wie der Pyramideneiche.

Nach so viel Geschichte ist eine Tee- und Kaffeepause im Gutshaus Stellshagen genau das Richtige, um sich mit haus­ei­ge­nen unge­wöhn­li­chen Teemischungen ver­wöh­nen zu las­sen. Wie wäre es mit einem Tässchen: „Sein Lächeln fin­den“ oder „Wundertee“ und dazu frisch geba­cke­ner Kuchen. Allein die Erinnerung berei­tet mir kind­li­che Vorfreude auf den nächs­ten Besuch.

Die gesam­te Gegend hier ist auch als Klützer Winkel bekannt und lässt sich pri­ma mit dem Fahrrad erkun­den. Kilometerweit füh­ren die uri­gen Radwege über aus­ge­dehn­te Wiesen, vor­bei an typi­schen Backsteinhäuser, Bioläden zum Einkehren und einer Idylle, die ein­zig­ar­tig und ruhig zugleich ist.

Die Gastfreundschaft ist beein­dru­ckend. Als wir mit dem Fahrrad nach Wohlenhagen, Niendorf, Warnstorf über Groß Walmstorf nach Thorstorf und Parin unter­wegs waren, mach­ten wir einen kur­zen Halt an einer blau­en Holzbank neben einem fein gear­bei­te­ten Bücherschrank. Noch wäh­rend wir uns die Bücher anschau­ten, kam auch schon der Erbauer die­ses lau­schi­gen Plätzchens um die Ecke und bot uns tür­ki­schen Kaffee an. Das nah­men wir ger­ne an, um uns von dem eisi­gen Wind etwas zu wär­men und noch ein biss­chen Büchergucken zu kön­nen. Auf die Frage nach dem Preis, lach­te der net­te Gastgeber nur und mein­te, er sei so glück­lich und des­halb will er auch ande­re glück­lich machen! Wow, was für ein Erlebnis! Das war so erfri­schend und wärm­te Herz und Magen. Wir nah­men uns vor, den Bücherschrank bei der nächs­ten Ausfahrt mit aus­ge­le­se­nen Büchern zu füt­tern, um auch ande­re glück­lich zu machen.

Zurück mit dem Fahrrad und ab in die Sauna, dann zum Yoga und einem wei­te­ren Highlight des Tages: dem Abendessen.

Wir sind uns alle einig: Dieses Essen macht süch­tig. Und so wün­schen wir uns alle wie­der­zu­kom­men, uns wie­der zu begeg­nen und wie­der eine wun­der­vol­le gemein­sa­me Zeit zusam­men zu ver­brin­gen. Wenn wir uns auch vor der Reise nicht kann­ten, so wuch­sen wir in die­ser Woche rich­tig zusam­men. Wir hat­ten das Gefühl, dass ech­te Freundschaften und Verbindungen ent­stan­den sind, die auch gro­ßen Entfernungen im Alltag stand­hal­ten werden.

Was mich als Yogalehrerin ganz beson­ders freu­te, war die inter­es­sier­te Offenheit der TeilnehmerInnen und die Absicht, eini­ge Übungen zu Hause wei­ter­zu­ma­chen. Mit der 28-tägi­gen Challenge für die Zeit danach, wird es leicht gelin­gen, gute Gewohnheiten im Alltag zu festigen.

Gez. Birgitta Kürtös M.A. Yogalehrerin

24 Jan

Madeira: Das Loslassen als Schlüssel zum Glück (November 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Buchstäblich reif für die Insel tra­fen wir am 9. November im Estalagem auf Madeira ein und reis­ten nach einer Woche auf­ge­tankt und auf­ge­la­den wie­der ab. Eine herr­li­che, kurz­wei­li­ge Woche, die ange­füllt war mit beson­de­ren Erlebnissen und vie­len neu­en Impulsen. So fühl­ten wir uns gut gerüs­tet, um die­se erhol­sa­me Zeit so gut wie mög­lich in den Alltag und den bevor­ste­hen­den Winter nach­hau­se mit­zu­neh­men und vie­le der Übungen zu integrieren.

Das Estalagem ist eine klei­ne Hotelanlage, die auf der Südseite, oben auf einem Felsvorsprung am son­nigs­ten Zipfel der Insel liegt, am Ponta do Sol. Wir wur­den nicht nur mit der spek­ta­ku­lä­ren Aussicht auf das Meer belohnt, son­dern täg­lich mit vie­len Sonnenstunden ver­wöhnt. Rund um das Hotel lie­gen Gärten und Terrassen, die den unver­stell­ten Blick ins offe­ne Meer hin­aus bie­ten und uns mit unver­gess­li­chen Sonnenauf- und Sonnenuntergängen beschenkt haben. Obwohl gegen Nachmittag vom Landesinnern oft Regenwolken her­an­zo­gen, blieb das Hotel Estalagem auf dem Ponta do Sol tro­cken, warm und son­nig. Allein der Anblick der dahin­zie­hen­den Wolken wirk­te schon kon­tem­pla­tiv und übte eine ganz beson­de­re Kraft und Anziehung aus, die wir wäh­rend der Morgen- und Abendmeditationen in uns wir­ken ließen.

Den Tag star­te­ten wir gemein­sam mit einer klei­nen Bewegungsmeditation beglei­tet von wun­der­schö­nen Mantren im Yogaraum. Danach wech­sel­ten wir in den Garten neben dem Pool. Herrliche Farbnuancen der auf­ge­hen­den Sonne ergos­sen sich über das Meer und tauch­ten uns wäh­rend der Yogastunde in ein ganz beson­de­res Licht. Mit der Stehmeditation „Energietanken“ zogen wir die Kraft der auf­ge­hen­den Sonne in jede ein­zel­ne Zelle und waren so gestärkt für den Tag.
Jeden Nachmittag tra­fen wir uns zuerst im Yogaraum und wech­sel­ten dann in den Garten, mit Yogamatte und Tennisbällen unterm Arm. Die Bälle ver­stärk­ten bestimm­te Trigger Punkte wäh­rend aus­ge­wähl­ter Asanas und ent­spann­ten Bindegewebe und Muskulatur rund um die wich­tigs­ten Gelenksysteme. Eingeschlossene Energien und Verspannungen lös­ten sich so tie­fer­ge­hend und führ­ten inner­halb nur einer Woche zu deut­lich mehr Beweglichkeit und Leichtigkeit im gan­zen Körper.

Ausgewählte Meditationen und geziel­te Atemübungen unter­stütz­ten das Erkennen, Überwinden und Loslassen alter Begrenzungen, um wie­der mehr Raum und Weite in sich selbst zu erfah­ren. Neue Gedankenimpulse und ver­än­der­te Blickwinkel wäh­rend klei­ner theo­re­ti­scher Exkursionen in die Welt des Mentaltrainings sorg­ten für Überraschungen und Erkenntnisse.
Diese Woche bot neben den Yoga-Zeiten noch so viel mehr. Gerade durch die hohen Anforderungen zu Hause war das Bedürfnis groß, den eige­nen Interessen nach­zu­spü­ren und sie auch aus­zu­le­ben. Beliebt waren Schwimmen im Pool und dann in den herr­li­chen Gärten ein­fach abzu­hän­gen. Auch die Strände von Ponto do Sol und Calheta waren beliebt für Sonnenbaden und Strandspaziergänge mit frei­em Blick aufs wei­te Meer und einem Café in der Nähe – und das mit­ten im November!!!
Wow – das fühl­te sich so rich­tig nach Urlaub und Erholung an.

So waren nach kur­zer Zeit die Akkus wie­der gefüllt und die Gruppe hat­te Lust Madeiras berühm­te Levadas ken­nen­zu­ler­nen. Der Shuttlebus des Hotels brach­te uns zum nahe­ge­le­ge­nen Einstieg der Levada Nova bei Moinho. Was sich uns bot, war eine unver­gess­li­che Wanderung ent­lang der künst­li­chen Wasserläufe ober­halb von Ponto do Sol. Diese Wanderung ist nicht „ohne“ und setzt neben fes­ten Schuhen auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus.
Belohnt durch spek­ta­ku­lä­re Ausblicke auf die male­risch geschwun­ge­nen Bergketten Madeiras, viel Grün und dem stän­di­gen Plätschern aus den Wasserläufen und Wasserfällen der Levada, lohnt sich die­se Wanderung auch ein zwei­tes Mal zu gehen. Natürlich gibt es in unmit­tel­ba­rer Umgebung wei­te­re Wanderungen, die mit dem hotel­ei­ge­nen Shuttlebus erreich­bar sind, wie der Levada 25 Fontes, der Levada Cabo do Girao oder der Fußweg Pico Grande.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall der Besuch der nahe­ge­le­ge­nen Stadt Funchal. Wieder brach­te und hol­te uns der Shuttlebus des Hotels zum Treffpunkt, dies­mal direkt vor dem Museum des wohl berühm­tes­ten Einwohner Funchals: Cristiano Ronaldo. Der Besuch des Museums ist ein Muss für alle Fußballfans. Außerdem lohnt sich der Weg ent­lang der schö­nen Uferpromenade direkt zur Altstadt und der Besuch der Kathedrale. In der Altstadt selbst rei­hen sich Café an Café, mit Restaurants, Markthalle und natür­lich auch Geschäften für die Mitbringsel. Die Fahrt mit der Kabinenseilbahn hoch nach Monte mit Blick über die Altstadt und den Hafen ist bemer­kens­wert. Und so gibt es noch so viel mehr zu sehen und zu erleben.

Doch gemäß unse­rem Wochenmotto, „dass Loslassen der Schlüssel zum Glück ist“, stand das Bedürfnis nach Genießen, Entschleunigen und Sonnenbaden im Vordergrund. Mit dem Wissen vie­ler kal­ter Winterabenden zu Hause, haben wir die Yogastunden im Freien und die Sonnenliegen noch mehr genos­sen. Aufgetankt und vol­ler fri­scher Energie füh­len wir uns bereit für das Kommende.
Diese ganz beson­de­re Woche wol­len alle wie­der erle­ben und freu­en sich auf den nächs­ten Besuch, ger­ne wie­der im Hotel Estalagem in Ponta do Sol in Madeira. Denn neben all die­sen wun­der­ba­ren Eindrücken dür­fen wir auf kei­nen Fall die her­vor­ra­gen­de Küche des Hauses ver­ges­sen zu erwäh­nen. Das Essen war so erle­sen und beson­ders, dass wir jeden Tag aufs Neue von den Kreationen aus der Küche schwärm­ten. Ganz sicher war das nicht unser letz­ter Besuch dort.

Danke an das gan­ze Team des Hauses. Wir kom­men wie­der!! Versprochen!!

12 Okt

Entschleunigende Yogawoche auf Baltrum (August 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Die Nordseeinsel Baltrum und das Naturhotel Baltrum hat uns mit ihrem Charme, ihrer Ruhe und ihrer Einzigartigkeit regel­recht ver­zau­bert, tiefen­ent­spannt und dank­bar sein las­sen für all das Schöne und Gute in unse­rem Leben, mit all sei­nen Höhen und Tiefen.

Nach einer teils lan­gen Anreise aus Süddeutschland und der Schweiz begrüß­te uns die Sonne Niedersachsens, als wol­le sie uns sagen, es ist gut hier zu sein und es wird eine rich­tig gute Woche. Das brauch­ten auch alle. Die meis­ten kamen aus einem ver­reg­ne­ten Sommer und viel Stress, aber hier strahl­te die Sonne . Am Hafen in Neßmersiel brach­te uns die Fähre vor­bei an sich son­nen­den Robben auf die Nordseeinsel Baltrum, die uns weg von unse­rem Alltag brin­gen soll­te und zurück in unse­re eige­ne Kraft. Müde von der teils sehr lan­gen Anreise und vol­ler Vorfreude und Erwartung traf sich die Gruppe dann am ers­ten Abend im Yogaraum zum Kennenlernen, wo wir am nächs­ten Morgen unse­re Yogareise begin­nen würden.

Der Charme der Insel ent­steht durch den Wind der um die Nase weht und den Kopf frei macht, die hüb­schen Klinkersteinhäuser, alle­samt unter­schied­lich und lie­be­voll her­ge­rich­tet, nur mit Hausnummer ver­se­hen. Die Abwesenheit von Straßennamen war eine klei­ne Herausforderung für den Orientierungssinn. Aber bereits nach kur­zer Zeit fan­den wir uns zurecht und lieb­ten die unter­schied­li­chen Wege, die zu den Dünen, dem Strand oder zur Dorfmitte führ­ten. Nichts war weit ent­fernt, alles zu Fuß erreich­bar. Keine Autos, kein Verkehr, nur Naturgeräusche und ab und an das Klingeln einer Fahrradschelle waren zu hören. Die Bewohner sind freund­lich und hilfs­be­reit, die Gäste ent­spannt und zufrieden.

yoga urlaub rei­sen deutsch­land balt­rum natur­ho­tel düne strand Baltrum ist auch ein Paradies für Familien. Wir sahen vie­le Familien mit ihren Kindern und

bepack­ten Bollerwagen. Am Strand wur­den selig Sandburg um Sandburg gebaut, umweht von einer sanf­ten Brise, unter­malt vom Rufen der Möwen, die völ­lig frei von Scheu am Strand ent­lang­spa­zier­ten und dem bun­ten Treiben zusa­hen. Das Bild der vie­len bun­ten Strandkörbe, auf­stei­gen­den Drachen, muschel­sam­meln­den Spaziergänger, mutig Badenden, glück­lich in ihr Spiel ver­sun­ke­nen Kindern am wei­ßen fei­nen Sandstrand bleibt unvergesslich.

Dieses Gefühl von Frieden und Ruhe war über­wäl­ti­gend – kein Geschrei – kein lau­tes Wort – kein Auto- und Verkehrslärm – nur Wind, Wasser, Vögel und viel erfri­schen­de Stille und gute Laune. Abends bot sich ein unver­gess­li­cher Sonnenuntergang, gemüt­lich hin­ein geku­schelt in den Strandkorb. Wer lan­ge genug blieb wur­de mit einem unver­gleich­li­chen Sternenhimmel und ab und zu auch mit einer Sternschnuppe belohnt.

Unser Tagesprogramm war eben­so bunt wie die­se herr­li­chen, gemüt­li­chen Strandkörbe, die in einer ange­neh­men Unordnung wie hin­ge­pur­zelt am Strand stan­den und zum Verweilen einluden.

Morgens tra­fen wir uns zum Tagesauftakt im Yogaraum und wech­sel­ten für die Atemübungen und Energieflows im Stehen auch in den herr­li­chen Garten. In der Morgenfrische war es leicht sich zu bewe­gen und danach ange­nehm sich in den Asanas wie­der im Yogaraum zu deh­nen und zu kräf­ti­gen. Nach zwei Stunden Yoga waren wir alle hung­rig und bereit für das umfang­rei­che, abwechs­lungs­rei­che Frühstück, um uns für den Tag zu stärken.

Jeder für sich oder in klei­nen Gruppen lie­ßen wir uns auf den Wegen rund um die Insel treiben.

Auch die kuli­na­ri­sche Seite Baltrums ist erwäh­nens­wert und hat eine Menge zu bie­ten. Täglich fri­schen Fisch, Muscheln, Krabben, heiß oder kalt, auf Brötchen belegt oder mit Bratkartoffeln ser­viert, jede Mahlzeit schmeckt vor­züg­lich. Die Eisdiele mit Eis aus eige­ner Herstellung und sei­nen unge­wöhn­li­chen Kreationen war genau­so unwi­der­steh­lich wie die eigen­wil­li­gen, super­le­cke­ren Kuchenkreationen im Café Kluntjes. Da wir uns jeden Nachmittag zu zwei wei­te­ren Yogastunden tra­fen, um uns und unse­ren Körper zu spü­ren und zu for­men, war das kein Problem.

Das Nachmittagsprogramm war abwechs­lungs­reich und bot kur­ze Ausführungen in die Zusammenhänge der Elemente von Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Auch die Kraft der Gedanken und deren Bedeutung für uns und unse­re Gesundheit und Seelenfrieden war ein Thema. Dieses Wissen half der gan­zen Gruppe auch nach der Bekanntgabe des Bahnstreiks ruhig und lösungs­ori­en­tiert zu blei­ben, nach dem Motto, was wir ändern kön­nen, ändern wir, was wir nicht ändern kön­nen, neh­men wir hin und machen das Beste draus. Das half!

Wann immer es mög­lich war, übten wir im Freien, umspielt von Wind, Sonne und der unver­gleich­li­chen fri­schen Nordseeluft. So gehör­ten die Gehmeditation durch die Dünen zu einem klei­nen, ver­wun­sche­nen Birkenwäldchen, das Üben am fast men­schen­lee­ren Oststrand bei Sonne, Wind und dem Gefühl von Weite und Freiheit und die Kutschfahrt quer durch die Insel zum Restaurant Witthus zu den Highlights. Mit der Kutschfahrt über­rasch­te eine Teilnehmerin die Gruppe und das lus­ti­ges Spektakel und das herr­li­che Essen danach, blei­ben in bes­ter Erinnerung.

Natürlich war auch die Wattwanderung ein tol­les Erlebnis und ein Must Do. Unsere Wattführerin schaff­te es uns in nur kur­zer Zeit total zu begeis­tern und uns für die Wunder der Natur zu öff­nen. Da wären der Wattwurm, des­sen Kotknäul den sau­bers­ten und feins­ten Sand hin­ter­lässt und des­sen nach­wach­sen­der Hintern für Wattvögel ein Leckerbissen ist. Oder die klei­nen männ­li­chen Krebse, die mit zwei Penissen bestückt sind, in wei­ser Voraussicht, soll­te einer abhandenkommen.

Wie sehr die Yogagruppe in nur sie­ben Tagen zusam­men­ge­wach­sen war, zeig­te sich beim Abschlussgespräch. Grenzen waren in die­sen Tagen abge­baut wor­den – inne­re und äuße­re. So waren alle in der Abschlussrunde zutiefst bewegt. Den Grad der Entschleunigung, die inner­halb die­ser nur sie­ben Tage Inselleben in Verbindung mit Yoga und Meditation spür­bar war, beschrie­ben eini­ge mit ihrem Gefühl, bereits seit Wochen auf Baltrum zu sein. Besser lässt sich der Erholungswert kaum beschreiben!

Das Beste war, dabei gewe­sen zu sein. Noch bes­ser ist die Aussicht, so bald wie mög­lich wie­der­zu­kom­men. Denn die Insel Baltrum hat defi­ni­tiv eini­ge Fans mehr.

22 Jun

Hormon-Yoga & Wanderungen in den Voralpen (Juni 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Mit guter Laune an sie­ben Tagen belohn­te unse­re Yoga-Gruppe das Ambiente, das lecke­re Essen, das phan­tas­ti­sche Kaiserwetter und natür­lich die Yoga-Praxis. Die Hormon-Yoga-Reihe nach Dinah Rodrigues fiel von Tag zu Tag leich­ter. Es ist ein wis­sen­schaft­lich fun­dier­tes Konzept aus Asanas, Pranayamas und Energietechniken, das direkt auf die hor­mon­pro­du­zie­ren­den Drüsen wie Eierstöcke, Nebennieren und Schilddrüse wirkt, ging von Tag zu Tag besser.

Bereits bei der Begrüßung zeich­ne­te sich ein gemein­sa­mer Nenner der Gruppe ab: das Bedürfnis nach einem ent­span­nen­den Wechsel von Ruhe und Bewegung, gepaart mit schö­nen Naturerlebnissen und Auszeiten für sich selbst.

Dinah Rodrigues (94)-soll gesagt haben, dass Persönlichkeit und Vitalität viel wich­ti­ger sind als ein straf­fer Körper. Es mache nichts, wenn man Falten hat. Das sei ganz normal!

Genauso ist es! Ergänzen möch­te ich, dass ein ent­spann­ter Geist zu einem ent­spann­ten Körper und einer glück­li­chen Seele führt. Und genau dies haben wir in die­ser Woche zele­briert und erfah­ren – noch nicht ganz fal­ten­frei – aber fast. 🙂

Neben der Hormon-Yoga Reihe lern­ten wir auch unter­schied­li­che Atemtechniken ken­nen, die direkt den Parasympathikus anspra­chen, mit­hal­fen „run­ter zu kom­men“ und zu einem erhol­sa­me­ren Schlaf führ­ten. Das waren die bes­ten Voraussetzungen, sich so rich­tig zu rege­ne­rie­ren und bei sich anzukommen.

Vor dem Frühstück star­te­ten wir mit einem auf­wär­men­den „Hallo-Tag-Energie-Flow, gefolgt von der Rodrigues Hormon-Yogaübungsreihe und ende­ten mit Entspannungsübungen. Danach waren wir wach und das Frühstück schmeck­te gleich dop­pelt so gut. Tagsüber waren wir auf Erkundungstour unter­wegs in der wun­der­schö­nen Landschaft der Ammergauer Alpen. Wir stie­gen gemein­sam aufs Hörnle, genos­sen Sonne und Landschaft, pick­nick­ten in der Ammerschlucht, wan­der­ten von Wies nach Steingaden, schlen­dern auf dem kilo­me­ter­lan­gen Meditationsweg oder saßen ein­fach unter der Dorflinde und genos­sen das lecke­re Eis aus der Schokolateriea. Jeder Tag wur­de zu einem beson­de­ren Erleben. Die gan­ze Umgebung wur­de erkun­det zu Fuß und auch mit dem gelie­he­nen Fahrrad aus dem SeinZ. Timberland Trail, Soier See, Scheibum, Staffelsee, Fatima-Kapelle, Murrnau, Oberammergau; es gab so vie­les zu sehen und zu erle­ben. Und das taten wir!

Den Abend begrüß­ten wir mit wohl­tu­en­den Flows und Atemmeditationen. Anschließend teil­ten wir unse­re per­sön­li­chen Highlights des Tages und stell­ten spä­ter die schöns­ten Fotos in unse­rer digi­ta­les Fotoalbum. So ent­stand ein herr­li­ches Potpourri aus Erfahrungen, Eindrücken, Erlebnissen und Austausch.
Die Woche ver­ging wie im Flug. Es war spür­bar, wie schnell und gut die Gruppe zusam­men­ge­wach­sen war und jede Teilnehmerin ihre eige­nen Bedürfnisse aus­le­ben konn­te. Gerade nach den ver­gan­ge­nen anstren­gen­den Monaten mit Corona-Einschränkungen war die­se Woche eine Erlösung und eine ersehn­te Abwechslung.

Am Ende der Woche nahm nicht nur jede Teilnehmerin ihre per­sön­li­chen Fortschritte und kör­per­li­chen Verbesserungen mit nach Hause, son­dern hat­te auch ihre Lieblingsübung im Gepäck mit dabei.
In der Abschlussrunde strahl­te die Gruppe Wohlbefinden und Zufriedenheit aus. Einige der Teilnehmerin stell­ten fest, dass sie sich nach die­ser einen Woche so erholt und ent­spannt fühl­ten, als wären sie zwei Wochen in Urlaub gewe­sen. Und das war sichtbar.

Dinah Rodriques hat natür­lich recht, dass es nichts mache, Falten zu haben. Noch bes­ser ist es, die Falten zu glät­ten, durch ent­span­nen­de Yoga- und Atemtechniken. Das ist uns in die­ser Woche gelun­gen. Die Gruppe war sich auch hier einig: ger­ne und bald wieder!

12 Okt

Yoga nach Yesudian im Ifenblick (Juli 2020)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Noch ganz im Glück nach einer wun­der­vol­len Yoga Woche mit NEUE WEGE im Bio-Berghotel Ifenblick in Balderschwang ist es gera­de­zu eine Herausforderung, alle Highlights auf­zu­zäh­len, die wir gemein­sam haben genie­ßen dür­fen. Schon nach dem Einchecken und Beziehen der moder­nen, lie­be­voll gestal­te­ten Zimmer, war klar, dass das Ifenblick alles bie­tet, um sich rund­um wohl­zu­füh­len, und hier eine der bes­ten Zeiten des Jahres zu erle­ben: Urlaub!

An das Maskentragen in allen öffent­li­chen Bereichen und Handschuhe am Buffet hat­ten wir uns schnell gewöhnt. Sonst fühl­ten wir uns wohl und frei. Das Hotel umsorg­te uns von mor­gens bis abends mit aus­ge­wähl­ten Köstlichkeiten. Birchermüsli, Bergkäsevariationen, selbst gemach­te Marmelade und frisch­ge­ba­cke­ne Brötchen zum Frühstück, reich­hal­ti­ges Salatbuffet und Suppen zur Mittagszeit, köst­li­che haus­ge­mach­te Kuchen zum Nachmittagskaffee und ein kun­ter­bun­tes, lecke­res Abendbuffet mit haus­ei­ge­nen Eisspezialitäten zum Dessert. Als Wanderverpflegung haben wir uns nach Lust und Laune unse­re Lunchpakete selbst zusam­men­stel­len dür­fen. Ob vegan, vege­ta­risch mit Fisch und Fleisch, jede Ernährungsweise wur­de unter­stützt. Kurz: Wir alle schweb­ten im kuli­na­ri­schen Himmel. Und auch sonst gab das Bio-Berghotel Ifenblick wirk­lich alles, damit wir uns rund­her­um wohlfühlten.

Der Service war klas­se, die Rezeption war immer behilf­lich und erteil­te freund­lich Auskunft zu Nahverkehr, ob Hütten schon geöff­net hat­ten und beson­ders schö­ne Wanderrouten. Auch vor dem eigent­lich Yoga-Unterricht tra­fen sich eini­ge Teilnehmerinnen im haus­ei­ge­nen Schwimmbad, um in der Morgensonne ein paar Runden zu schwim­men. Einfach schön. Auch unser Yoga Raum war ide­al, mit boden­tie­fen Fenstern, licht­durch­flu­tet und mit Blick auf den Hausberg Ifen. So war es leicht, sich ganz und gar in Meditation, Pranayama und Yoga zu entspannen.

Morgens fühl­te sich unse­re Yogaeinheit wie eine wun­der­ba­re Bewegungsmeditation an, in der wir im Laufe der Woche immer tie­fer ein­tauch­ten, bis wir am Ende der Woche tiefst ent­spannt und völ­lig im Fluss mit uns selbst waren. Yoga nach Yesudian, mit sei­ner Achtsamkeit auf Körper, Geist und Seele glei­cher­ma­ßen, sei­nem medi­ta­ti­ven und sich wie­der­ho­len­den for­mel­haf­ten Affirmationen, ent­spann­ten uns mehr und mehr. Davor übten wir Pranayama und Bewegungssequenzen, die unse­re gesam­te Beweglichkeit ver­bes­ser­te und unse­re Faszienketten aktivierten.

In der Nachmittagssequenz lag der Schwerpunkt unse­re Muskeln und Faszien zu spü­ren, zu stär­ken oder zu ent­span­nen, je nach­dem wel­che Wanderung wir davor gemacht hatten.

Bereits nach die­ser einen Woche berich­te­ten die Teilnehmerinnen über ihre posi­ti­ven Erfahrungen. Eine Teilnehmerin fühl­te die freie Schulter- und Nackenpartie, die vie­ler trotz Massagen bis­her ver­spannt geblie­ben war. Eine ande­re Teilnehmerin konn­te zum aller­ers­ten Mal mit dem Kopf ihre Knie in der sit­zen­den Vorbeuge berüh­ren. Auch der geziel­te Einsatz von Tennisbällen in unse­ren Yogaeinheiten führ­te zu vie­len Aha! Erlebnissen und einer sicht­ba­ren Verbesserung von Schulter- und Hüftbeweglichkeit.

Neben unse­ren Yogastunden im Haus, traf sich die Gruppe auch außer­halb zu Aktivitäten rund um das Hotel. Während unse­rer gemein­sa­men Moorwanderung erleb­te die Gruppe wei­te­re Highligts in der Natur: Bäume, nicht nur als Schattenspender zu betrach­ten, son­dern als Partner für eige­ne Yogaübungen zu nut­zen. Wasser in den kla­ren Gebirgsflüsschen erfrischt nicht nur, son­dern wirkt auch unter­stüt­zend beim Loslassen von emo­tio­na­len Spannungen. Der wei­che Waldboden schenkt Kraft und strei­chelt über die Füße den gan­zen Körper. Und die Einkehr in der Lanzenalpe bil­de­te den run­den Abschluss eines wun­der­ba­ren gemein­sa­men Ausfluges in der herr­li­chen Balderschwanger Natur.

Weitere Aktivitäten waren der Ausflug mit der Rangerin, die uns viel über die Flora und Fauna erzäh­len konn­te und Ausflugsziele rund um das Bio-Berghotel Ifenblick. Herrliche Gipfel, Hüttenwanderungen, die Breitachklamm bei Oberstdorf oder ein­fach auf der Hauswiese rela­xen; es gab so viel zu erkun­den und zu erle­ben. Die Teilnehmerinnen bespra­chen ein­fach beim Frühstück wer wor­auf Lust hat und los ging‘s.

Das gran­dio­se Kaiserwetter mach­te jeden Ausflug zu einem Erlebnis. Es bil­de­ten sich immer wie­der ganz unter­schied­li­che Gruppen, so dass sich alle immer bes­ser ken­nen­lern­ten und zusam­men­wuch­sen und am Ende kaum glau­ben konn­ten, uns kaum eine Woche zu kennen.

In der Abschlussrunde waren sich die Teilnehmerinnen alle einig, dass sie nicht nur sehr viel Ruhe und Entspannung erlebt haben, son­dern in ihrem eige­nen Yogapraxis vie­le Impulse erhal­ten haben, die sie zuhau­se fort­set­zen wol­len. Auch das Bio-Berghotel Ifenblick selbst, fand so viel Anklang, dass wir die Seniorchefin Frau Maier, zu uns in den Raum baten, um unse­re Dankbarkeit und Zufriedenheit per­sön­lich und mit einem groß­zü­gi­gen Trinkgeld für das gan­ze Team auszudrücken.

Es war ein rüh­ren­der Abschied für uns alle mit der Gewissheit, es gibt ein Wiedersehen: im Bio-Berghotel Ifenblick, mit Yogalehrerin Birgitta Kürtös und mit NEUE WEGE als Reiseveranstalter.

Birgitta

01 Jan

Ayurveda in Indien: Einmal ins Paradies und zurück!

Zugegeben, zu Beginn und dazwi­schen sah es nicht immer so para­die­sisch aus. Das bestell­te Taxi kam nicht, eine Teilnehmerin ver­pass­te ihren Flug, die Unterkünfte wur­den gewech­selt und es gab auch eine ordent­li­che Magen-Darm-Verstimmung. Es fühlt sich an, wie die­ses Zitat aus der bri­ti­schen Komödie „Best Exotic Marigold Hotel: Am Ende ist alles gut! Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende!“ Und am Ende war nicht nur alles gut, son­dern gera­de­zu himm­lisch! Die Ziele der ein­zel­nen Teilnehmer wur­den erreicht und bei eini­gen sogar übertroffen.

Als Yogalehrerin und Mentaltrainerin hat­te ich nicht nur eine unter­stüt­zen­de Detox-Yoga Übungsreihe vor­be­rei­tet, son­dern den gesam­ten Aufenthalt unter das Motto gestellt: Öffnen – Fließen – Verwandeln/Reinigen – Lösen!

Wir haben vie­les in uns geöff­net, wofür im Alltag kein oder wenig Raum war und sind dabei in einen ganz beson­de­ren Fluss des Lebens ein­ge­taucht; haben Altes, Verbrauchtes hin­ter uns gelas­sen, trans­for­miert und vie­les in Lösung gebracht.

Die Themen, die jeder Einzelne in sei­nem Gepäck mit­ge­bracht hat­te, umfass­ten ein wei­tes Spektrum; von star­ken kör­per­li­chen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule, mus­ku­lä­ren Verkürzungen und Dysbalancen, schwe­ren stress­be­ding­ten Verdauungsstörungen, lee­ren Akkus, dem Gefühl des aus­ge­brannt seins, bis hin zum Wunsch abzu­neh­men, wie­der jün­ger oder zumin­dest ent­spann­ter auszusehen.

Verspannungen, Gelenkblockaden, belas­ten­de Erinnerungen und ein paar Kilo Ballast wur­den in den außer­or­dent­lich guten Ayurvedaanwendungen, den Yogastunden und dem gemein­sa­men Vollmond-Feuerritual aufgelöst.

Das Schmunzeln am ers­ten gemein­sa­men Abend wich einem ungläu­bi­gen Erstaunen beim Abschlussgespräch. Die Erkenntnis, was in nur vier­zehn Tagen mög­lich ist, grenzt schon an ein klei­nes Wunder, zumin­dest an höchst Erstaunliches. Viele belas­ten­de Kilos hat die Gruppe dort gelas­sen, jün­ger und vor allem ent­spann­ter und glück­li­cher sehen wir alle aus. Den Blick wie­der auf die Schönheit und die Möglichkeiten gerich­tet, die das Leben bietet.Während unse­res Aufenthaltes im Nattika Beach Resort hat jeder und jede Einzelne durch Individualität und Persönlichkeit zum Erfolg und zur Wandlung bei­getra­gen. Oft saßen wir nach der Abendmeditation am Strand und bewun­der­ten den magi­schen Sonnenuntergang. Wir lieb­ten es genau dort dem gekonn­ten Gitarrenspiel eines Teilnehmers zu lau­schen und mit­zu­sin­gen. Wir fühl­ten uns ein­fach ver­bun­den und sehr wohl zusammen.

Ja, wir waren eine ganz beson­de­re Gruppe und mit elf Personen, eine gro­ße Gruppe noch dazu. Neben all dem, was jeder Teilnehmer für sich zu lösen mit­ge­bracht hat­te, ging es auch lus­tig zu und wir fan­den vie­le erwe­cken­de „Aha“-Erlebnisse.

Auch die Natur ver­zau­ber­te uns. So erleb­ten wir etli­che tro­pi­sche Gewitter mit hef­ti­gem Platzregen, der die Welt danach wie­der strah­len ließ. Sogar das Meer ver­wöhn­te uns und war ab der zwei­ten Woche ein­fach nur wun­der­bar. Viele von uns genos­sen die Reinigungskraft des Meeres und das war­me Schaukeln auf den Wellen zutiefst. Schaukelnd lagen wir auch in den Hängematten vor unse­ren Häuschen oder am Pool. Das Indien außer­halb des Resorts haben wir uns ab der zwei­ten Woche auch ange­se­hen. Wir besuch­ten ein Elefantencamp mit 45 Tempelelefanten, die gehegt und gepflegt, stun­den­lang vor ihrem Tempeleinsatz im Wasser geba­det und geschrubbt wur­den; den gol­de­nen Vishnu Maya Tempel und natür­lich auch die nahe­ge­le­ge­ne Stadt Thrissur mit ihren Shoppingmöglichkeiten. Besonders ange­tan hat­te es uns dabei das Geschäft und die Marke Fabindia. Mit mehr als nur einem Geschäft, hat Fabindia die Vision ver­wirk­licht, Qualität und Schönheit indi­scher Handwerkskunst von Kleinstunternehmern zu för­dern und zu ver­kau­fen. Ein gelun­ge­nes, über­zeu­gen­des Konzept.

Überzeugend ist für uns auch das Konzept des Nattika Beach Resorts, das jetzt im Oktober auch die Anerkennung und Auszeichnung als Hospital erhal­ten hat. Völlig zurecht wie wir mei­nen. Die täg­li­chen Arztkonsultationen, die Therapeut*innen, die sich vor jeder Behandlung mit der behan­deln­den Ärzt*in abspra­chen und so jedem Einzelnen die bes­te Ayurvedabehandlung ermög­lich­ten, war für uns mehr als über­zeu­gend. Wenn wir uns nach den Behandlungen in der klei­nen Lounge getrof­fen haben, um unser Glas hei­ßes Wasser zu genie­ßen, wur­de zunächst kein Wort gewech­selt. Dazu waren wir gar nicht in der Lage. Nur ein brei­tes, zufrie­de­nes Grinsen lag auf unse­rem Gesicht und zeig­te, dass wir noch immer im „Siebten Ayurvedahimmel“ schwebten.

Anschließend genos­sen wir unser Mittagessen. Joshi der Chefkoch vom Nattika Beach Resort hat mitt­ler­wei­le sein zwei­tes Kochbuch ver­öf­fent­licht und natür­lich lan­de­te die­ses auch mit sei­ner Widmung und zusam­men mit einer Auswahl erle­se­ner Gewürze in unse­rem Koffer. Das gesam­te Restaurantteam hat dazu bei­getra­gen, dass die­ser Aufenthalt ganz beson­ders wur­de. Mit so viel Hingabe und Lächeln wur­de unser Essen ser­viert und schmeck­te gleich noch bes­ser. Ob mor­gens der ver­jün­gen­de Trunk aus Stachelbeersaft und Kurkuma, am Mittag die kal­te medi­zi­ni­sche Buttermilchsuppe und Bockshornkleewasser oder am Abend die Slimingsoup, die bun­ten Obstteller und frisch­ge­press­ten Fruchtsäfte „to go“, die herr­li­chen indi­schen Curry Gerichte, die vie­len Besonderheiten, mit denen uns das Restaurantteam ver­wöhn­te – es war soooo…… gut und lecker!!!

Auch unse­re Tagesstruktur mit Yoga am Morgen, Meditation am Abend bei Sonnenuntergang und den Ayurvedaanwendungen zur Mittagszeit lie­ßen Raum und Zeit für sich selbst und die eige­nen Bedürfnisse. Es gibt noch so viel mehr zu erzäh­len: die Begeisterung der Gruppe, sich auf die­se Zeit, die Menschen dort, das Yoga, die Meditationen, die Behandlungen, das Essen, das Meer und, und, und ein­zu­las­sen. Fotos wer­den an die­ser Stelle mehr sagen als 1000 wei­te­re Beschreibungen. Vielleicht noch eines: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Und so hat eine Teilnehmerin sofort nach ihrer Rückkehr bereits die nächs­te Reise ins Nattika Beach Resort mit mir im September 2020 gebucht.

Ein herz­li­ches Namasté! Birgitta Sherina Kürtös, Yogalehrerin und Mentaltrainerin

24 Jun

Das Nattika Beach Resort: Interview mit Yogalehrerin Birgitta Kürtös

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Liebe Birgitta, Du lei­test nun zum wie­der­hol­ten Male eine Gruppenreise Yoga & Ayurveda ins Nattika Beach Resort nach Indien/Kerala. Was hat Dich an dem Resort so begeistert?

Das Nattika Beach Resort ist ein traum­haf­ter Ort – ide­al für die Kombination von Yoga und Ayurveda. Dazu gehö­ren neben der her­aus­ra­gen­den Qualität der Ayurveda-Behandlungen, unser eige­ner luf­ti­ger Yoga-Pavillon, das stän­di­ge sanf­te Rauschen der Wellen beim Üben, der Wind in den Palmen, das Vogelgezwitscher, der geschwun­ge­ne Swimmingpool, der lan­ge Sandstrand, die Weitläufigkeit der Anlage und die vie­len klei­nen, gemüt­li­chen Rückzugsmöglichkeiten. Es gibt immer einen Ort um für sich zu sein oder in der Lounge oder am Single Tisch in Kontakt zu kom­men. All das begeis­tert mich immer wie­der aufs Neue.

Hier erle­be ich durch­gän­gi­ge Qualität auf höchs­tem Niveau ohne, dass es auf­ge­setzt wirkt. Vom Abholservice am Flughafen, über die per­sön­li­che Begrüßung beim Ankommen, das Geleiten zu den klei­nen Häuschen, das Erklären der Klimaanlage oder ande­rer wich­ti­ger Details zur Unterkunft, das kom­pe­ten­te Ärzte- und Behandlungsteam, der eige­ne ayur­ve­di­sche Diätarzt, der sich Zeit nimmt, das indi­vi­du­ell abge­stimm­te Essenskonzept zu erläu­tern, die gro­ße Yogahalle am Meer, die spe­zi­el­len Programmangebote im Resort, von Meditation, über Yoga Nidra bis hin zu offe­nen Fragestunden mit dem indi­schen Yogalehrer oder die sonn­täg­li­chen Vorträge über Ayurveda und gesun­des Leben im Alltag, die Achtung der Privatsphäre wäh­rend der Anwendungen, dass Frauen von Frauen und Männer von Männern behan­delt wer­den und und und… Das alles geht auf ganz sanf­te, freund­li­che und leich­te Art inein­an­der über. Nichts wirkt ange­strengt. Und das macht es so leicht, sich ganz und gar am rich­ti­gen Platz und will­kom­men zu fühlen.

Das ist das Geheimnis, dass die Gäste hier nach 14 Tagen alle ver­jüngt erschei­nen und bes­tens gelaunt sind. Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich an das Nattika Resort nur den­ke oder dar­über spre­che. Es fühlt so frei an und die beson­de­re Energie des Ortes ist spürbar.

Was ist Deiner Meinung nach das Besondere an einer Ayurveda-Gruppenreise?

Es ist ein ein­zig­ar­ti­ges Reisekonzept: Gleichgesinnte rei­sen gemein­sam und erle­ben gemein­sam! Die gemein­sa­me Reise ver­mit­telt das Gefühl der Zusammengehörigkeit und gibt auch ein Gefühl von Schutz. Es gibt kei­nen Gruppenzwang, denn jede/r TeilnehmerIn fin­det ihren/seinen eige­nen Rhythmus und kann sich jeder­zeit „ihre/seine eige­ne Zeit neh­men“ (sich bspw. zurück­zie­hen). Nichts MUSS alles KANN – das ist mein Credo auf den Reisen.

Wer Lust auf Gesellschaft hat, kommt zum gemein­sa­men Essen; wer mehr Ruhe möch­te, nimmt sie sich Auszeiten am Meer, am Strand oder ein­fach auf der Liege vor der Villa; wer sei­nen Körper neu ent­de­cken möch­te, nimmt am gemein­sa­men Yoga und/oder der Meditation teil; wer Land und Leute ein biss­chen ken­nen­ler­nen möch­te, bucht sich einen der Ausflüge, die das Resort zusätz­lich anbie­tet und orga­ni­siert oder bestellt sich an der Rezeption ein Tuc Tuc, um die Märkte und Bazare der nähe­ren Umgebung zu besuchen.

Hier erle­be ich durch­gän­gi­ge Qualität auf höchs­tem Niveau ohne, dass es auf­ge­setzt wirkt. Vom Abholservice am Flughafen, über die per­sön­li­che Begrüßung beim Ankommen, das Geleiten zu den klei­nen Häuschen, das Erklären der Klimaanlage oder ande­rer wich­ti­ger Details zur Unterkunft, das kom­pe­ten­te Ärzte- und Behandlungsteam, der eige­ne ayur­ve­di­sche Diätarzt, der sich Zeit nimmt, das indi­vi­du­ell abge­stimm­te Essenskonzept zu erläu­tern, die gro­ße Yogahalle am Meer, die spe­zi­el­len Programmangebote im Resort, von Meditation, über Yoga Nidra bis hin zu offe­nen Fragestunden mit dem indi­schen Yogalehrer oder die sonn­täg­li­chen Vorträge über Ayurveda und gesun­des Leben im Alltag, die Achtung der Privatsphäre wäh­rend der Anwendungen, dass Frauen von Frauen und Männer von Männern behan­delt wer­den und und und… Das alles geht auf ganz sanf­te, freund­li­che und leich­te Art inein­an­der über. Nichts wirkt ange­strengt. Und das macht es so leicht, sich ganz und gar am rich­ti­gen Platz und will­kom­men zu fühlen.

Das ist das Geheimnis, dass die Gäste hier nach 14 Tagen alle ver­jüngt erschei­nen und bes­tens gelaunt sind. Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich an das Nattika Resort nur den­ke oder dar­über spre­che. Es fühlt so frei an und die beson­de­re Energie des Ortes ist spürbar.

2 Stunden Yoga pro Tag – schafft das jede/r?

Yoga ergänzt wun­der­bar die täg­li­chen Ayurveda-Anwendungen und run­det das Programm ab. Jede/r TeilnehmerIn ent­schei­det selbst, ob sie/er an Yogaeinheiten teil­nimmt oder nicht. So oft wie gewünscht und so inten­siv wie gewünscht. Auch hier gilt: jeder kann, kei­ner muss!

Für die­se Reise habe ich ein spe­zi­el­les Yoga Programm zusam­men­ge­stellt, das das Entgiften, Ausleiten und Regenieren der Ayurvedakur unter­stützt und ver­tieft. Asanas, die spe­zi­ell unse­re Entgiftungsorgane wie Darm, Lunge, Niere und Haut akti­vie­ren und ent­las­ten. Dazu bie­te ich Anregungen zum Meditieren, die auch Anfängern ermög­li­chen in eine wohl­tu­en­de Ruhe und Stille ein­zu­tau­chen und das Hier und Jetzt ganz bewusst und acht­sam zu erfahren.

Und was ist das Besondere an einer Reise mit Dir?

Ich brin­ge all mei­ne Erfahrungen mei­ner vie­len Reisen rund um den Globus mit in die Reise ein. Ich sehe mich als Brücke und tra­gen­de Säule zwi­schen den Bedürfnissen der ein­zel­nen TeilnehmerInnen und der Gruppe. Gleichzeitig bin ich auch Bindeglied zwi­schen unse­rer euro­päi­schen Mentalität und Indien, das ich seit 1992 mit Liebe bereise.

Meine TeilnehmerInnen pro­fi­tie­ren von mei­nen lang­jäh­ri­gen Erfahrungen als Yogalehrerin, Ayurvedabegeisterte und nicht zuletzt als Mentaltrainerin. Gerade durch das Ausleiten und Detoxen wer­den auch men­tal-psy­chi­sche Prozesse in Gang gesetzt. Längst ver­ges­se­ne Erinnerungen und Erfahrungen tau­chen auf, die nicht immer ange­nehm sind und da ist es gut zu wis­sen, dass ein Ansprechpartner da ist, der auch dies abfan­gen kann. So kann sich jeder Reisegast voll­kom­men wohl und auf­ge­ho­ben fühlen.

Ich freue mich auf die­se Reise, denn jede Reise ist anders. Jede Reise ist Abenteuer und jede Reise ver­än­dert auch, das ist das Schöne… und alles beginnt mit dem ers­ten Schritt.

14 Nov

Ayurveda und Yoga im Nattika Beach Resort: Yoga und Achtsamkeit (6. – 20. Oktober 2018)

Fazit die­ser Reise: 5 Sterne für das stim­mi­ge Gesamtkonzept des Nattika Beach Resorts.

Eine bun­te Gruppe waren wir, die sich dort im Nattika Beach Resort gefun­den hat­te – im wahrs­ten Sinn des Wortes: drei Spanierinnen, zwei Schweizerinnen, eine Deutsche und die Reiseleiterin Birgitta Kürtös. Erholen woll­ten wir uns, ver­wöh­nen las­sen, Spaß haben, Neues ent­de­cken, Altes los­las­sen und vor allem auch Detox-Yoga und die Kraft der Meditation ken­nen­ler­nen, um sich Impulse für den Alltag und zu Hause zu holen. Statt Aktionismus woll­ten wir dau­er­haf­te Ergebnisse, ver­bun­den mit Tipps und Lösungen, die für uns mach­bar sind. Genau dann und dort, wo uns der Stress so oft gefan­gen hält.

Ob das gelun­gen ist? Ja, auf jeden Fall, so das ein­stim­mi­ge Feedback der Gruppe. Tolle Impulse von Birgitta Kürtös, weit über ihre Yoga- und Meditationspraxis hin­aus. Fühl- und spürbare gute Erfahrungen nach die­sen bei­den Wochen zeig­ten sich in ent­spann­ten und strah­len­den Gesichtern. Diese Erfahrung war anders, berührend und wertvoll.

Die Yoga- und Meditationspraxis setz­te sich aus Modulen zusam­men, die täg­lich mor­gens geübt wur­den. Ein Workshop lie­fer­te dazu noch Detailinformationen und Hintergründe und run­de­te das prak­ti­sche Programm ab. Eine stim­mi­ge Detox-Yoga Reihe unterstützte den Reinigungsprozess der Ayurvedakur wun­der­bar. Die Meditationseinheiten wur­den unter­malt vom sanf­ten Rauschen der Wellen und den Vögeln, die uns jeden Morgen mit ihrem fröh­li­chen Gesang begrüßten.

Der gemein­sa­me Start mit Yoga und Meditation in der wun­der­vol­len Prana-Yogahalle, die exklu­siv für uns zur Verfügung stand, war ein herr­li­ches Ritual, mit dem wir am Morgen kraft­voll star­te­ten und vol­ler Vorfreude auf die Kostbarkeiten des Tages beim lecke­ren Frühstück fortsetzen.

Warum wir alle vom Nattika Beach Resort so begeis­tert sind und 5 ***** ver­ge­ben, liegt an dem gelun­ge­nen Gesamtkonzept, mit dem das Resort sei­ne Gäste verwöhnt.

Angefangen mit dem Abholen am Flughafen, der Begrüßung an der Rezeption mit Kokosnuss und Blumenkranz, beglei­tet zum eige­nen Zimmer, alles erklärt, was für die Zeit des Aufenthaltes wich­tig ist, über das freund­li­che, kom­pe­ten­te Ärzteteam, die unbe­schreib­lich lie­be­vol­len, fürsorglichen Therapeuten, die wun­der­schö­nen, großzügigen Behandlungsräume, die hübschen Aprés-Baumwollkittel, das köst­li­che Essen, die großzügig und lie­be­voll gepfleg­te Anlage, die wun­der­schö­nen klei­nen Villen, die für 14 Tage Oase und Heimat sind, das überall gepfleg­te Grün, die wun­der­ba­re Yogahalle, die inspi­rie­ren­den Yogalehrer, die tol­len Resortangebote, der unsag­bar wei­te Sandstrand, die gemütliche Gäste Lounge mit WLAN, der gepfleg­te Swimmingpool, der gute Zimmerservice… und… und… und…

Jeder ein­zel­ne begeg­ne­te uns mit einer herz­li­chen Freundlichkeit, mit einem Nicken und Namasté, das das Herz berührte und sich auf die Gemeinschaft aller Gäste auswirkte.

Alles klapp­te mit Leichtigkeit. Endlich war Zeit und Raum, die eige­nen Bedürfnisse zu spüren, Zeit und Muße zu haben, für sich, die Natur, am Pool oder ein­fach nur am Strand zu lie­gen, aufs Meer zu schau­en oder den glühend roten Sonnenuntergang zu bewundern.

Auch das Bedürfnis etwas mehr von Land und Leuten zu sehen, wur­de erfüllt: ob wäh­rend der typi­schen Backwatertour, dem Ausflug nach Thrissur mit Besichtigung von Tempeln, rie­si­gen, lan­des­ty­pi­schen bun­ten Märkten oder einer Shoppingtour für Seide und Geschmeide. Alles war dabei: bunt, fröh­lich und wunderschön.

Abends dann, nach einem erfüllten Tag, tra­fen wir uns zum gemein­sa­men Abendessen, immer ein kuli­na­ri­sches Highlight. Längst war dar­aus ein freu­di­ges Ritual gewor­den und der Austausch klapp­te trotz der Sprachbarrieren wun­der­bar. Wir hat­ten Spaß und lern­ten uns immer bes­ser kennen.

Als wir uns ver­ab­schie­de­ten um zurückzureisen, war unser Herz schwer und leicht zugleich. Jeder spürte die neue Kraft, die­ses unbe­schreib­li­che Geschenk prä­sent zu sein und die Neugier, wie sich die­se Kraft im Alltag aus­wir­ken würde. Einig war sich die Gruppe, dass die­se zwei gemein­sa­men Wochen per­fekt waren und alle Erwartungen übertroffen hatte.

Birgitta Kürtös

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14 Nov

Unterwegs auf Sri Lanka: Ausflugtipps vom Ayurvie bei Ihrer Ayurveda Kur

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Während mei­ner Ayurveda-Kur genie­ße ich die Annehmlichkeiten des luxu­riö­sen Ayurvie mit den moder­nen, hel­len Räumlichkeiten, die wohl­tu­en­den Ayurveda-Behandlungen und das rund­um hilfs­be­rei­te und herz­li­che Team. Hier kön­nen Sie mei­ne wun­der­vol­len Eindrücke nachlesen.

Im Ayurvie wer­den zusätz­lich regel­mä­ßig Ayurvedavorträge ange­bo­ten bei denen Dr. Herath und sein Ärzte-Team mit ihrem umfang­rei­chen Wissen Fragen der Gäste rund um das Thema Ayurveda beant­wor­ten. Diese Woche erklär­ten die Ayurveda-Ärzte was Ayurveda eigent­lich genau bedeu­tet. Hier geht’s zum Bericht.

Neben den Erlebnissen im Hotel, gibt es noch eini­ge inter­es­san­te Ausflugsziele in der Umgebung, die einen Besuch wert sind:

 

Galle, ehe­mals nie­der­län­di­sche Befestigungsanlage.

Heute haben wir ein ganz ent­zü­cken­des Städtchen besucht, Galle. Eine 1663 von den Niederländern errich­te­te Festung im Südwesten Sri Lankas und nur ca. 40 Autominuten von unse­rem Ayurvie Weligama Retreat ent­fernt. Heute ist Galle mit sei­ner lie­be­voll restau­rier­ten Altstadt ein Weltkulturerbe. Eine Attraktion, die sich lohnt zu besu­chen. Auf den Festungsmauern ent­lang zu fla­nie­ren, den Wind in den Haaren, den Blick übers Meer und zu den klei­nen tra­di­tio­nel­len Segelbooten, die mit hoher Geschwindigkeit dahin­flit­zen; Sonnenbadende, Brautpaare, die die­se herr­li­che Kulisse für ihre bes­ten Erinnerungsfotos nut­zen und unzäh­li­ge Japanerinnen, die sich mit Hüten, Sonnenschirmen und Selfie Sticks kunst­voll in Szene set­zen, um die opti­ma­le Wirkung ein­zu­fan­gen, so bunt und viel­fäl­tig – ein­fach herz­er­fri­schend. Ungewohnt lecker sind auch die gesal­ze­nen und gepfef­fer­ten Mango-Schnitten, die auf den ers­ten Blick aus­se­hen, wie unse­re Pommes. Unbedingt probieren!

Und wer glaubt, Schlangenbeschwörer sind pas­sé, hat weit gefehlt. 
Direkt am Fort tref­fen wir Ranjit, auf dem Boden sit­zend mit einem Korb vor sich und einer geschnitz­ten Pfeife in der Hand. Fünf Dollar will er für sei­ne Darbietung. Ich lache und necke ihn, dass der Korb doch leer sei. Wie ich hoff­te, woll­te er mich gleich vom Gegenteil über­zeu­gen und hebt vor­sich­tig den Deckel. Und da lag sie, zusam­men­ge­rollt, den Kopf sofort angriffs­lus­tig über den Korbrand schie­bend, zischend und gefähr­lich: eine Kobra. Faszinierend. Die fünf Dollar hat er sich wahr­lich ver­dient. Er hat sein „Haustier“ im Griff und wir gehen grü­ßend und mit respekt­vol­lem Abstand wei­ter in Richtung Altstadt, wo uns der nächs­te Wow-Effekt erwartet.

Mit viel Charme zeigt sich das ehe­ma­li­ge Fort als attrak­ti­ver Touristenort.
Kleine, schma­le, gepflas­ter­te Gassen, Häuser im Kolonialbaustil mit den lan­des­ty­pi­schen Holzverzierungen und einem gelun­ge­nen Beispiel, dass sich tra­di­tio­nel­le und euro­päi­sche Architektur ästhe­tisch ver­bin­den kön­nen – ein­fach gelun­gen. Und hier befin­det sich auch die Einkaufsmeile Galles mit vie­len Souvenirshops.

Kleider, Schmuck, Tee, Gewürze, Kunst – alles was das Herz begehrt und ich ger­ne in mei­nen Koffer packen möch­te, reiht sich hier in klei­nen Geschäften neben Restaurants, Bars und Eisdielen. Wären wir nicht gera­de auf­grund unse­res ayur­ve­di­schen Diätplanes etwas ein­ge­schränkt, wür­den wir hier sicher­lich glück­lich in Gaumenfreuden schwel­gen. So schau­en wir nur sehn­süch­tig und tap­fer den rad- und Tuk Tuk-fah­ren­den Bäcker- und Teigtaschenhändlern in die Auslagen und genie­ßen, wie sie ihre Ware rufend und klin­gend feil­bie­ten. Man kann ein­fach nicht alles haben…

Ein Tipp ist das Café Secret Garden Fort, das sich an der Ecke zur Heritage Street befin­det. Hier auf den Hängestühlen unter einer Laube schau­keln, nichts tun, sich von Hitze und Shopping erho­len, das hat was. Die bie­ten sogar ech­ten ita­lie­ni­schen Espresso an! Wie der duf­tet und schmeckt nach 14 Tagen Kräutertee – unfass­bar gut. Aber sor­ry, natür­lich ist der auch erst wie­der nach der Ayurveda-Kur erlaubt.

Ein wei­te­res Highlight von Galle und Must do befin­det sich im Lighthouse-Hotel mit sei­nem ein­zig­ar­ti­gen Treppenhaus. Atemberaubend! Begeisterung pur! Das Treppengeländer ist von dem ein­hei­mi­schen „Dschungelkünstler“ Lakis erschaf­fen wor­den und stellt den Kampf der Portugiesen gegen die Könige Kandys dar, einer Stadt und Provinz in Zentral Sri Lanka. Mehr ver­ra­te ich nicht: Nur so viel: Es ist das beein­dru­ckends­te Kunstwerk, das ich je gese­hen hab. Denn neben die­sem von Lakis geschaf­fe­nen Werk, ist auch dem Architekten Geoffrey Bawa eine wei­te­re Überraschung gelun­gen, ein wei­te­res „Oh mein Gott!“ Lassen Sie sich über­ra­schen und ent­de­cken Sie es selbst.


 

Der Bimbarayama Tempel

Die 700 Jahre alte Tempelanlage, die nach Angaben der dort leben­den Mönche eine sehr wert­vol­le Reliquie ent­hält, näm­lich ein paar Haare Buddhas, ist mit ihrem Klostergarten der wich­tigs­te Lieferant der Ayurvie Küche. Aktuell deckt die Ernte bereits 70% des gesam­ten Bedarfs an Obst und Gemüse. Ziel sind 100%, natür­lich alles bio­lo­gisch ange­baut und unter dem beson­de­ren Segen der dort leben­den und beten­den Mönche. Da schmeckt mir das Essen gleich noch bes­ser. Unweit des Klostergartens steht ein unfass­bar gro­ßer Bodhibaum, kom­plett umringt von klei­nen Altären mit Buddha Statuen, der zum Meditieren ein­lädt und Schatten und Ruhe spen­det. Etwas Friedliches strahlt die­ser Ort aus. Hier ent­zün­den wir auch die tra­di­tio­nel­len Öllämpchen und bit­ten für uns und unse­re Familien um Segen. Ein schö­nes Ritual. Dass die Landesflagge Sri Lankas Blätter des Bodhibaumes ent­hält, zeigt die tie­fe Verwurzelung des Landes im Buddhismus.

Neben der Kooperation als Gemüse- und Obstlieferant, unter­stützt das Ayurvie auch eine Vorschule, die im Nachbargebäude des Klosters unter­ge­bracht ist. Wir besu­chen sie und wer­den von 41 fröh­li­chen und lachen­den Kindern mit „Ayubowan“ begrüßt. Sie sind so neu­gie­rig und las­sen sich mit ihrer Lehrerin ger­ne foto­gra­fie­ren. Und 41 Paar Kinderhände sagen „Good bye“ – ent­zü­ckend und herz­öff­nend. Es ist schön zu wis­sen, dass jeder Gast des Ayurvie gleich­zei­tig auch die­se Schule mit­fi­nan­ziert und dafür sorgt, dass die Kinder alles haben, was sie zum Lernen brau­chen. So wird ihnen eine gute Lebensgrundlage ermög­licht, die auf Wissen und Entwicklung von Fähigkeiten beruht. Ich neh­me mir vor, wie­der vor­bei­zu­schau­en und zum Abschied die vie­len klei­nen Bälle, die ich im Gepäck habe, dort zu las­sen. Als Sportwissenschaftlerin macht es mir Freude mit solch klei­nen Gesten Spaß zu schen­ken und gleich­zei­tig die Motorik der Kinder zu för­dern, die die Grundlage unse­rer Intelligenzentwicklung ist.

Ehrlich, wir haben all die­sen Ausflügen regel­recht ent­ge­gen­ge­fie­bert und kehr­ten immer erfüllt und dank­bar in das schö­ne Ayurvie zurück.

Positiv möch­te ich auch her­vor­he­ben, dass sich das Ayurvie um ein sehr gutes Energiekonzept bemüht und die in Sri Lanka noch nicht übli­che Politik der Mülltrennung und Vermeidung von Müll schon heu­te prak­ti­ziert. So gibt es kei­ne Plastikflaschen, son­dern grund­sätz­lich Glas und Thermoskannen, die jeder­zeit in der Küche befüllt wer­den kön­nen oder in den Gängen bereit­ste­hen­de Wasserspendern. Das Dach ist mit Sonnenkollektoren bestückt, um die über­rei­che Sonnenenergie zu nut­zen. Sicher gibt es noch mehr zu tun. Aber das sind sehr gelun­ge­ne und wirk­sa­me Ansätze. Ein dickes Lob dafür.

14 Nov

Ayurveda-Fragerunde: interessante Vorträge während Ihrer Kur im Ayurvie

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Reise / / 0 Kommentare

Was bedeu­tet eigent­lich Ayurveda?

Diese Frage beant­wor­te­ten uns ges­tern Abend Dr. Isuru und Dr. Sewwandi wäh­rend eines Vortrages im ein­la­den­den Yoga Raum des Ayurvie Weligama Retreats. Die Ayurvedavorträge fin­den wöchent­lich statt und bie­ten Gelegenheit für die Gäste Fragen zu stel­len und mehr Hintergrundwissen über das Thema Ayurveda zu sammeln.

Wir hat­ten alle schon das eine oder ande­re gele­sen und von den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha gehört. Dr. Isuru schaff­te es dann, kom­ple­xes Wissen an einem Abend in für uns ver­ständ­li­che und nach­voll­zieh­ba­re Zusammenhänge zu bringen.

Er sag­te, dass das Ziel Ayurvedas in ers­ter Linie die Vorsorge sei, den Körper gesund und glück­lich zu hal­ten und in zwei­ter Linie, den gan­zen Körper zu repa­rie­ren oder sogar zu verbessern.

Unser Körper sei nach der ayur­ve­di­schen Lehre des Pancha Mahabhutas genau­so beschaf­fen und zusam­men­ge­setzt wie das Universum selbst, näm­lich aus Luft, Feuer, Wasser, Erde und Äther.

Die ayur­ve­di­schen Konstitutionstypen Vata – Pitta – Kapha wie­der­um set­zen sich eben­falls aus die­sen fünf Elementen zusam­men und reprä­sen­tie­ren unter­schied­li­che Systeme:

Vereinfacht aus­ge­drückt setzt sich Vata aus Luft und Äther zusam­men und reprä­sen­tiert das Nerven- und Bewegungssystem; Pitta ver­kör­pert Feuer und reprä­sen­tiert vor allem die Verdauungskraft Agni und schließ­lich Kapha aus Wasser und Erde und reprä­sen­tiert Stabilität und alle Flüssigkeiten in unse­rem Körper.

Der Konstitutionstyp – also das Verhältnis der drei Doshas in uns – selbst, so Dr. Isuru, sei ange­bo­ren, wie ein gene­ti­scher Code, ver­än­de­re sich aber durch Erkrankungen, Lebensweise und Lebensalter und kön­ne aus der Balance gera­ten. Unausgeglichene Doshas wie­der­um kön­nen zu Erkrankungen führen.

Zwei wei­te­re wich­ti­ge Begriffe, die in der Balance von Gesundheit und Krankheit eine ent­schei­den­de Rolle spie­len, sind Agni, das Verdauungsfeuer, die Kraft mit der unser Stoffwechsel arbei­tet und das von uns „Aufgenommene“ in Mikrobausteine zer­legt, die dem Körper als Energie die­nen. Alles was unse­re Verdauungskraft Angi nicht umwan­deln kann, wird zu Ama, zu Unverdautem. Ama oder Unverdautes ent­wi­ckelt im Körper Gifte, die aus­ge­schie­den wer­den müs­sen. Gelingt es dem Körper nicht, dann ver­blei­ben die­se als Schlacken und Toxine im Körper, häu­fen sich an, wer­den irgend­wo zwi­schen­ge­la­gert – ger­ne auch in Gelenkspalten, an Gefäßwänden, Gewebe und Gehirn. Kurz, sie brin­gen das gan­ze System durch­ein­an­der – eben auch die Doshas – bis irgend­wann Schmerzen oder gar Erkrankungen entstehen.

Was genau pas­siert wäh­rend einer Ayurveda-Kur?“, woll­ten wir wis­sen. „Ganz ein­fach“, erklär­te uns Dr. Isuru lächelnd.

Nachdem die per­sön­li­chen Themen und Ziele eines Gastes wäh­rend der ärzt­li­chen Erstkonsultation geklärt wur­den, ste­hen nun drei Schritte im Vordergrund um Gesundheit und Balance wäh­rend der Kur zu erreichen.

Zunächst wird im ers­ten Schritt alles Ama – alle Gifte und Unverdautes – aus dem Körper gelei­tet. Der Körper wird gerei­nigt und entlastet.
Dann im zwei­ten Schritt wird Agni, die Verdauungskraft gestärkt und im drit­ten Schritt wer­den die Doshas ausbalanciert.

Die Mittel und Wege, die in der rei­ni­gen­den Ayurveda-Kur – Panchakarma – ein­ge­setzt wer­den, umfas­sen alle Behandlungen, ayur­ve­di­sche Kräuter und Medikamente, das Essen und vor allem die viel­fäl­ti­gen Gewürze. Während wir zuhau­se ein­fach das Essen wegen des Geschmacks wür­zen, haben alle Gewürze auf Sri Lanka eine medi­zi­ni­sche Bedeutung. Sie wer­den gezielt ein­ge­setzt, um Agni zu för­dern oder aus­zu­glei­chen. Auch Yoga und Meditation sind ein wich­ti­ger Bestandteil die­ses Reinigungs- und Regenerationsprozesses.

Wow, das war auf den Punkt gebracht. Wir hat­ten das Gefühl, die Idee des Ayurveda nun bes­ser zu ver­ste­hen und ab sofort unse­re Kur noch akti­ver und bewuss­ter durch die eige­ne Mitwirkung zu unterstützen.

Birgitta Kürtös