Schlagwort: Vitalität

07 Juni

Yoga-Woche mit Waldbaden in den Leoganger Steinbergen (Mai 2026)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Yogawoche mit Waldbaden in den Leoganger Steinbergen

Eine Woche Yoga, Natur, Genuss, Ich-Zeit und gemein­sa­mes Erleben: Unsere Yogawoche mit Waldbaden in den Leoganger Steinbergen im Hotel Der Löwe war eine Auszeit, die Körper, Geist und Seele glei­cher­ma­ßen berührt hat.

Anfangs beglei­te­ten uns noch ein paar Regenschauer, doch schon bald zeig­te sich das Wetter von sei­ner schöns­ten Seite: strah­lend blau­er Himmel, kla­re Bergluft und ech­tes Kaiserwetter. Die mäch­ti­gen Leoganger Steinberge bil­de­ten dabei die per­fek­te Kulisse für eine Woche vol­ler Bewegung, Entspannung und Naturerleben.


Ankommen und Wohlfühlen im Hotel Der Löwe

Das fami­li­en­ge­führ­te Hotel Der Löwe ist ein Ort, an dem man sich sofort will­kom­men fühlt. Modern im Design, gleich­zei­tig kusche­lig und warm in der Atmosphäre, ist das gan­ze Haus auf Entspannung, Genuss und Wohlbefinden ausgerichtet.

Die groß­zü­gi­gen, lie­be­voll aus­ge­stat­te­ten Zimmer — vie­le mit Balkon oder Terrasse und Blick in die Berge — laden eben­so zum Verweilen ein wie die vie­len gemüt­li­chen Kuschel- und Wohlfühlecken im gan­zen Haus. Ein beson­de­res Highlight ist der Spa-Bereich im fünf­ten Stock mit Saunen, Ruheräumen, Kosmetikbehandlungen und herr­li­chem Panoramablick. Auch der gut aus­ge­stat­te­te Yogaraum im obers­ten Stockwerk wur­de schnell zu einem ver­trau­ten Rückzugsort für unse­re täg­li­chen Einheiten.

Zusätzlich sorg­ten wei­te­re Saunen und der beheiz­te Außenpool im Erdgeschoss beson­ders an Regentagen oder nach Wanderungen für wohl­tu­en­de Entspannung.


Genuss mit Herz

Auch kuli­na­risch ließ das Hotel Der Löwe kei­ne Wünsche offen. Das gesam­te Personal war freund­lich, auf­merk­sam und zuvor­kom­mend. Selbst Sonderwünsche wur­den ger­ne erfüllt.

Das mor­gend­li­che Buffet war so reich­hal­tig, dass der Hunger oft erst am Abend wie­der­kam: frisch gepress­ter Saft mit Leinöl und Ingwer, grü­ner Smoothie, Ei-, Käse-, Wurst-, Müsli- und Brotvariationen — alles frisch, appe­tit­lich und lie­be­voll angerichtet.


Eine Gruppe voller Leben

Zehn unter­schied­li­che, inter­es­san­te Menschen mach­ten die­se Woche zu etwas ganz Besonderem. Es ent­stand ein bun­tes Potpourri aus Austausch, Inspiration, Unterhaltung und Lachen — manch­mal sogar, bis die Tränen kamen.

Für jeden war etwas dabei: Ruhe und Rückzug, Bewegung und Aktivität, per­sön­li­che Impulse, gemein­sa­mes Erleben und vie­le schö­ne Momente des Innehaltens.


Ich-Zeit, Abenteuer und Natur

Die Woche bot viel Raum für Ich-Zeit — aber auch für Abenteuer. Ob mit dem E-Bike des Hotels, auf gut aus­ge­schil­der­ten Wegen rund um Leogang, bei Wanderungen durch die Berge oder beim Erkunden der Umgebung: Jeder konn­te die Tage so gestal­ten, wie es gera­de guttat.

Ein ech­tes Highlight war das Fliegen an einem Seil in 140 Metern Höhe über die Baumwipfel — mit bis zu 130 km/h. Für 1,6 Kilometer fühl­ten sich vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie Adler am Himmel. Nicht gefähr­lich, aber doch eine wun­der­ba­re Gelegenheit, die eige­ne Komfortzone zu ver­las­sen und den Adrenalinkick bewusst zu genießen.

Auch das gemein­sa­me Einkehren oben auf der Hütte bei strah­len­dem Sonnenschein und küh­len Getränken gehör­te zu den schöns­ten Momenten. Ein paar Schnappschüsse hiel­ten die­se wert­vol­len Augenblicke fest und hel­fen, die Erinnerung wach zu halten.


Yoga für Körper, Geist und Alltag

Zwei Yogaeinheiten täg­lich beglei­te­ten uns durch die Woche und schenk­ten spür­bar mehr Beweglichkeit, Stabilität und Wohlbefinden. Die Mischung aus Hatha Yoga, Yin Yoga, Faszien-Yoga, Meditation und Achtsamkeit hol­te alle dort ab, wo sie stan­den — unab­hän­gig von Yogaerfahrung oder Leistungsniveau.

Das abwechs­lungs­rei­che Programm bot wohl­tu­en­de Praxis vor Ort und vie­le Impulse, die auch zuhau­se und im stres­si­gen Alltag hel­fen kön­nen, dran­zu­blei­ben. Ergänzend gab die Einführung in die Strichmännchen-Technik nach Jacques Martel Anregungen, sich men­tal von belas­ten­den Erinnerungen oder Konflikten zu lösen und Raum für mehr Klarheit und neue Lösungswege zu schaffen.


Waldbaden mit allen Sinnen

Ein zen­tra­les Erlebnis war das Waldbaden, auch bekannt als Shinrin Yoku. Dabei geht es nicht um Tempo oder Leistung, son­dern dar­um, bewusst in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen.

Besonders ein­drucks­voll war der Weg von der obe­ren Asitzbahn hin­un­ter zur Talstation der Steinbergbahn. Mit vie­len Stationen und Erklärungen rund um das Waldbaden wur­de die­se Wanderung am letz­ten Tag zum Highlight der Gruppe. Innehalten, Staunen, Lauschen, Barfußgehen durch wei­chen Waldboden und das bewuss­te Wahrnehmen mit allen Sinnen mach­ten die­sen Tag zu einem tie­fen Naturerlebnis.


Der Asitzberg: Verweilen, Staunen, Genießen

Auch der Asitzberg bot weit mehr als eine schö­ne Aussicht. Neben kuli­na­ri­schen Möglichkeiten luden ein lie­be­voll gestal­te­ter Sinnespfad, Kneippbecken sowie zahl­rei­che Sitz- und Liegemöglichkeiten zum Verweilen ein.

Bei strah­lend blau­em Himmel, wei­tem Bergblick und die­ser beson­de­ren Ruhe woll­te man eigent­lich nur eines: bleiben.


Eine Woche, die nachklingt

Kurz und gut: Diese Yogawoche war eine rund­um gelun­ge­ne Wohlfühl- und Erlebniswoche. Sie schenk­te Erholung, Bewegung, Inspiration, Naturerleben, neue Begegnungen, Abenteuer und vie­le Momente, die noch lan­ge nachklingen.

Das Hotel Der Löwe in Leogang ist dafür ein wun­der­ba­rer Ort: herz­lich, hoch­wer­tig, gemüt­lich und ein­ge­bet­tet in eine traum­haf­te Bergwelt.

Am Ende blieb vor allem ein Wunsch: so bald wie mög­lich wie­der­zu­kom­men. Egal zu wel­cher Jahreszeit — jede hat dort ihren eige­nen Zauber. Ich freue mich jetzt schon auf mei­ne nächs­te Auszeit im Leoganger Paradies mit Yoga, Waldbaden und mehr. Und im Winter? Da kom­me ich auf jeden Fall mit Skiern wie­der. Die 700 Kilometer Pistenlandschaft möch­te ich unbe­dingt erle­ben. Kommst du mit?

05 Jan.

Yoga-Woche in der Sahara (November 2025)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Die Wüste rei­nigt die Seele“

Yoga-Woche in der Sahara | 28.11. – 6.12.25

Am 28. November mach­te ich mich gemein­sam mit einer klei­nen, fei­nen Reisegruppe auf den Weg nach Marokko. Mit dabei waren auch die bei­den Yogalehrerinnen Jana und Katja. Unser Ziel: ein abge­le­ge­nes Wüstencamp am Fuße der Barak-Düne – erreich­bar nur nach einem zwei­ein­halb­stün­di­gen Ritt auf Dromedaren. Schon der Weg dort­hin ließ uns spü­ren: Wir betre­ten eine ande­re Welt.

Namensgeber der Düne ist Barak Oussidi – Gründer von Sahara Yoga mit Sitz in Deutschland und Organisator von Yogafestivals in Kiel und Hamburg. Barak hat die­ses Wüstencamp mit eige­nen Händen auf­ge­baut und führt es gemein­sam mit sei­ner Großfamilie, deren Oberhaupt er ist. Seine tie­fe Verbundenheit mit die­sem Ort ist in jedem Moment spürbar.

Baraks Vater grün­de­te 1952 gemein­sam mit ande­ren Familien die Oase bei Merzouga. Eine beein­dru­cken­de Geschichte, die Barak mit uns teil­te, als er uns das aus­ge­klü­gel­te Wasserkanalsystem erklär­te – Lebensgrundlage für 32 Familien, die hier Obst und Gemüse anbauen.
Gleichzeitig wur­de deut­lich, wie sehr auch die­se abge­le­ge­ne Region vom Tourismus beein­flusst wird. Quads und Jeeps stö­ren die Stille der Wüste. Elektrofahrzeuge könn­ten hier eine zukunfts­wei­sen­de Antwort sein – ein Hoffnungsschimmer dafür, dass Fortschritt und Achtsamkeit mit­ein­an­der ver­ein­bar bleiben.

Diese Woche war reich an Eindrücken: an Farben, Licht, Stille und inten­si­ven Erfahrungen. Wir lern­ten, mit den star­ken Temperaturunterschieden umzu­ge­hen – zwi­schen wär­men­der Sonne und schat­ti­ger Kühle. Mit jedem Tag wuchs unse­re Bewunderung für das Leben der Menschen hier, für ihre Einfachheit, ihre Stärke und ihre tie­fe Verwurzelung in der Natur.

Schon der ers­te Ritt auf den Kamelen war ein Erlebnis vol­ler Staunen und Dankbarkeit. Sanft schau­kelnd, Schritt für Schritt, rit­ten wir so durch die Weite der Wüste. Die Zeit schien lang­sa­mer zu flie­ßen. Im gleich­mä­ßi­gen Wiegen der Karawane lie­ßen wir den Alltag end­gül­tig hin­ter uns und öff­ne­ten uns für das, was kom­men wollte.

Das Wüstencamp selbst wirk­te wie aus der Zeit gefal­len: kreis­för­mig ange­ord­net inmit­ten der Dünen, schlicht und zugleich lie­be­voll gestal­tet. Ein offe­nes Yoga-Zelt mit Blick auf die Sandmeere, ein beheiz­ba­rer Yoga-Raum, Duschen und Toiletten, gemüt­li­che Sitzecken und Hängematten – alles Orte, die zum Verweilen, Loslassen und ein­fa­chen Sein einluden.

Auch Anfang Dezember besitzt die Sonne hier noch eine kraft­vol­le Wärme. Im Laufe des Tages wech­seln die Farben der Dünen von Gold über Ocker bis hin zu tie­fem Rot. Sobald die Sonne unter­geht, zieht ein küh­ler Wind vom Atlasgebirge her­über, wo zu die­ser Jahreszeit bereits Schnee liegt – ein ein­drucks­vol­ler Kontrast.

Sechs Tage ver­brach­ten wir im Camp. Morgens und am spä­ten Nachmittag tauch­ten wir in die Yogapraxis ein. Jana und Katja gestal­te­ten ihre Stunden ganz unter­schied­lich – und genau dar­in lag der Reichtum die­ser Woche.

Katjas Yogasessions in der war­men Nachmittagssonne, mit Blick auf die gro­ßen Dünen, blei­ben unver­gess­lich. Ihr ein­fühl­sa­mer, heil­sa­mer Stil, die sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Musik und die Atmosphäre berühr­ten tief – Klänge, die mich auch nach der Reise im Alltag wei­ter begleiten.

Janas strah­len­des Wesen und ihre unbän­di­ge Lebensfreude flos­sen in jede Stunde ein. Ihre Praxis war kraft­voll, anspruchs­voll und zugleich fein abge­stimmt auf die beson­de­ren Bedingungen der Wüste. Die kal­ten Morgen nach eisi­gen Nächten ver­lang­ten nach wär­men­dem, akti­vie­ren­dem Yoga. Es war for­dernd, ein­zig­ar­tig – und wunderbar.

Zwischen den Yogastunden blieb viel Raum: für Stille, für gute Gespräche, für Lachen und für Zeit mit uns selbst.

Die Familie Oussidi begeg­ne­te uns mit gro­ßer Herzlichkeit. Neben Kamelen und Hunden gehö­ren auch wun­der­vol­le Pferde zu ihrem Leben. Die Ausritte durch die Wüste schenk­ten uns ein tie­fes Gefühl von Freiheit und Weite. Besonders ein­drucks­voll war die geführ­te Wanderung zum Gipfel der Barak-Düne, wo wir das fas­zi­nie­ren­de Farbenspiel des Sonnenuntergangs erleb­ten – beglei­tet vom sand­trei­ben­den, peit­schen­den Wind der Wüste.

Nach fünf Nächten im Camp fühl­ten wir uns inner­lich gerei­nigt, ruhig, klar und geer­det – und zugleich bereit, wie­der in unser ver­trau­tes Leben zurückzukehren.

Wir erleb­ten den star­ken Wechsel zwi­schen der Wärme der Sonne und den kla­ren, eis­kal­ten Nächten haut­nah. Wie die Familie leb­ten auch wir in Zelten. Mit dicken Decken, Schlafsäcken und Wärmflaschen trotz­ten wir der Kälte, saßen abends am Lagerfeuer, trom­mel­ten, tanz­ten und blick­ten in einen über­wäl­ti­gen­den Sternenhimmel – auf dicken Teppichen, die das gesam­te Camp auslegten.

Am sechs­ten Tag rit­ten wir auf den majes­tä­ti­schen Dromedaren zurück nach Merzouga. Die letz­te Nacht ver­brach­ten wir in einem Riad, das an „1001 Nacht“ erin­ner­te – ein krö­nen­der Abschluss die­ser beson­de­ren, rei­ni­gen­den Reise kurz vor dem Jahreswechsel.

Diese Reise hat sich gelohnt.
Spürst du den Ruf der Wüste – und möch­test beim nächs­ten Mal dabei sein?

Schreibe ein­fach kurz an: bk@encube.de oder  jana.denzer@yahoo.de

02 Juli

Indien – Regeneration pur im Nattika Beach (April 2024)

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Wer ein­mal eine Ayurvedakur im Nattika Beach Resort genie­ßen durf­te, will immer wie­der dort­hin zurück. Bereits auf dem Weg zum eige­nen Bungalow, in dem die Gäste im weit­läu­fi­gen Garten unter­ge­bracht sind, ist die Freude unbe­schreib­lich, hier sein zu dürfen.

Im Hier und Jetzt zu sein ist hier kein blo­ßer Wunsch, son­dern geleb­tes Glücksgefühl. All das, was einer voll­stän­di­gen Regeneration und Erholung dient, ist hier auf höchs­tem Niveau vereint.

Selbst die Unterbringung in den stil­vol­len klei­nen Bungalows ermög­licht Ruhe und Privatsphäre. Obgleich das Nattika aus­ge­bucht war, lag immer ein stil­ler, bezau­bern­der Frieden über dem gesam­ten Resort. Auch im voll­be­setz­ten Restaurant abends herrsch­te eine ruhi­ge und ent­spann­te Atmosphäre. Dafür sorg­te auch das wun­der­ba­re Personal zusam­men mit Chef Joshy, der den Gästen bei der gro­ßen Auswahl der Gerichte in den drei Doshas Vatha, Pitta, Kapha half.
Da Chef Joshy als Koch schon welt­weit gear­bei­tet hat, erklär­te er Details und Zutaten auch mal ganz neben­bei in deutsch. Seine zwei Kochbücher mit lecke­ren ayur­ve­di­schen Rezepten sind ein belieb­tes Mitbringsel. Mit die­ser Hilfe lässt sich ein wich­ti­ger Teil der Ayurvedakur auch zu Hause fortführen.

Das Angebot der Diätärzte, sich bereits zu Beginn der Ayurvedakur einen Plan mit Tipps und Anleitungen für die Dauer der Kur erstel­len zu las­sen, ist fan­tas­tisch. Das Vermeiden von Fehlern und Überwinden alter Gewohnheiten zeig­te sich bereits nach weni­gen Tagen. So ließ sich die Vielfalt des Essens genie­ßen und gleich­zei­tig ein paar Pfund Winterspeck los­wer­den. Innerhalb die­ser zwei Wochen ver­schwan­den 3 – 6 kg Winterspeck. Das sind Glücksgefühle pur: Essen, Genießen, Abnehmen und dabei mit jedem Tag von innen her­aus mehr und mehr zu strah­len. Unbeschreiblich schön!

Natürlich hal­fen dabei auch die täg­li­chen Ayurvedabehandlungen, die in der Regel zwei Stunden dau­er­ten. Gleich nach der Ankunft erfolg­te eine gründ­li­che Erstkonsultation beim Arzt. Ein umfang­rei­cher Kur Plan wur­de erstellt, mit dem Ziel unse­re drei Doshas zu balan­cie­ren. Entgiftung, Reinigung, Aufbau und Verjüngung waren das sicht­ba­re Ergebnis. Die Betreuung und Erklärungen durch das gesam­te Ärzte- und Therapeutenteam waren umfas­send und ver­ständ­lich. Verlauf und Fortschritt der Kur wur­den täg­lich durch den Arzt doku­men­tiert und falls nötig nachjustiert.

Schnell stell­te sich ein ange­neh­mer Tagesrhythmus ein, der mor­gens mit Schwimmen im Meer oder Yoga begann. Unsere Yogahalle Prana lag direkt am Meer mit frei­em Blick zum Strand. Wellenschlag und Vogelgezwitscher beglei­te­ten jede Yogastunde. Der war­me Wind fühl­te sich wie ein sanf­tes Streicheln an. Einen bes­se­ren Start und Ausklang des Tages waren nicht vorstellbar.

Zwischen den Yogastunden lagen die Mahlzeiten, Behandlungen, Pool- und Strandliegen und zur Abwechslung auch Ausflüge in die Umgebung, um Land, Leute und Kultur ein wenig ken­nen zu lernen.

Während unse­rer Zeit im Nattika wur­den drei der größ­ten Festivals in Kerala gefei­ert. Wir beka­men einen klei­nen Einblick in die Rituale indi­scher Kultur. Die Besonderheit in Kerala liegt vor allem im fried­li­chen Zusammenleben der drei gro­ßen Religionen mit Christen, Hindus und Moslems, deren Bevölkerungsanteil in Kerala gleich­mä­ßig ver­teilt ist. Jede Religion fei­ert ihre Feste mit bestimm­ten Ritualen, dar­un­ter viel Feuerwerk. Auch blie­ben die meis­ten Geschäfte wäh­rend die­ser Tage geschlos­sen, wo sonst viel Treiben herrscht mit Öffnungszeiten fast rund um die Uhr.

Das Ende des Ramadans wur­de auch hier mit dem Zuckerfest gefei­ert und schon Tage davor mit Feuerwerk ange­kün­digt. Direkt danach und nicht weni­ger lei­se, fei­er­ten Hindus am 14. April ihr Happy Vishu, das kera­le­si­sche Neujahrsfest, Abschied von Altem und Neubeginn.

Wie pas­send war es, am Happy Vishu im Nattika Beach Resort anzu­kom­men und mit einem tra­di­tio­nel­len, fest­li­chen Lunch begrüßt zu wer­den. Auf Bananenblättern wur­de Reis mit ver­schie­de­nen Currys, Chutneys, Naan, Chapati, Bananenchips serviert.

Nur eini­ge Tage danach am 19. April wur­de das Thrissur Pooram gefei­ert, das Elefantenfest. Es ist ein wei­te­res Highlight in Kerala mit präch­tig geschmück­ten Elefanten, bun­ten Schirmen und vie­len Besuchern. Ein Rausch der Sinne; beson­ders für Augen und Ohren.

Was für ein Spektakel; vie­le tau­sen­de Menschen Kopf an Kopf, dicht gedrängt in Festtagskleidung, ele­gan­ten Saris und wei­ßen Dhotis, bun­ten Sonnenschirmen, rhyth­mi­schen Trommelschlag und den rie­si­gen, edlen Elefanten. Es ging eng zu, bei schweiß­trei­ben­den Temperaturen nahe der 40 Grad Celsius. Das Resort hat­te für sei­ne Gäste die­sen Ausflug gut orga­ni­siert und beglei­tet. Auch unse­re Gruppe war vertreten.

Darüber hin­aus ver­an­stal­te­te das Nattika Musikabende auf dem Sitar und Vorträge über Ayurveda und Yoga. Selbstverständlich gehör­ten auch die Kochveranstaltungen des berühm­ten Chef Joshy zu den Highlights, der die Ayurvedaküche für uns Gäste leicht und ver­ständ­lich erklär­te und Schaukochen prak­ti­zier­te. Eine Backwatertour in dem ers­ten 100% solar­be­trie­be­nen Boot Keralas war ein ent­spann­tes Erlebnis. Wir erfuh­ren dann auch vom Kapitän, dass Kerala neben die­ser fort­schritt­li­chen Technik auch den ers­ten 100% solar­be­trie­be­nen Flughafen welt­weit besitzt: Cochin International Airport.

Was uns im Nattika sehr beein­druckt hat, ist auch das umfang­rei­che Yogaangebot zu vie­len spe­zi­fi­schen Themen. Bereits um 5:30 h medi­tier­ten Frühaufsteher. Um 6:00 Uhr folg­ten Klangschalen– , Chakren- oder Stille-Meditation, danach Yogastunde für Fortgeschrittene und anschlie­ßend für Anfänger.

Unser eige­ner Yogakurs traf sich zwei­mal täg­lich mor­gens von 7:45 – 9:00 Uhr und abends 17:30 -18:15 Uhr in der luf­ti­gen Prana Yogahalle am Strand statt. Morgens erstrahl­ten wir im sanf­ten Morgenlicht und abends tauch­te die Sonne die gan­ze Umgebung in zau­ber­haf­te Orange- und Rottöne; dazu weh­te vom Meer eine sanf­te Brise.

Jeder Tag war wun­der­schön. Das Sein im Hier und Jetzt war hier so leicht. Jede hat gut für sich gesorgt und sich Freiraum genom­men, der im Alltag meist nicht mög­lich ist. Und so ver­ging die Zeit viel zu schnell. Am Ende war es schwer Abschied zu neh­men. Auch die Gruppe selbst war eng zusam­men­ge­wach­sen und freut sich auf ein Wiedersehen. Im Nattika Beach Resort oder bei einem der vie­len Angebote von NEUE WEGE.

02 Nov.

Hatha Yoga & die Kraft der 5 Elemente auf Baltrum (September 2023)

Ankommen – Durchatmen – Loslassen – Entspannen!

Es war so schön wie­der hier zu sein – im Naturhotel Baltrum! Das Wetter war super! Während das rest­li­che Deutschland in Regen und Wolken ver­sank, genos­sen wir in T-Shirt und Badekleidung Strand, Radfahren, Wandern und natür­lich Yoga.

Wind, Sonne, Meer, Strand und Weite um uns her­um waren genau das, was sich the­ma­tisch auch in der Yogawoche wider­spie­gel­te. Nach der Einführung und Vorstellung des Konzeptes für die­se Woche, lenk­ten wir in den Yoga- und Meditationseinheiten unse­re Aufmerksamkeit auf die 5 Elemente: Raum, Luft, Feuer, Erde und Wasser. Sie fin­den sich nicht nur im Außen wie­der, son­dern auch in unse­rem Inneren. Nach der tra­di­tio­nel­len ayur­ve­di­schen Auffassung bil­den die­se 5 Elemente alles Leben in uns und um uns her­um. Darüber hin­aus beein­flus­sen sie auch Tag- und Nachtrhythmus, die Jahreszeiten und sogar den mensch­li­chen Lebenszyklus. Es ist sehr span­nend Yoga und Meditation unter die­sen Gesichtspunkten zu betrach­ten und zu praktizieren.

Die Teilnehmer der Yogawoche erhiel­ten neben einem Einblick ein inter­es­san­tes und abwechs­lungs­rei­ches Programm mit vie­len Sequenzen und Flows. Das Beste ist, dass sich vie­les ein­fach und leicht in den Alltag zuhau­se inte­grie­ren lässt. So kann die Erholung und Entspannung noch lan­ge nach­klin­gen und hel­fen, das gute Gefühl aus der Yogawoche zu erhal­ten. Einige der Übungen lös­ten regel­recht Lachsalven aus und hoben die Stimmung zusätzlich.

Das Handout und die „28 Tage Challenge“ für die Teilnehmer mach­ten es leicht das per­sön­li­che Highlight der Woche auch zu Hause fort­zu­füh­ren. Und „leicht“ durf­te auf der Insel alles sein. Und „was nicht pass­te, wur­de pas­send gemacht“. Körper, Geist und Seele erleb­ten eine erfri­schen­de Pause. Sonne, Meer und Ruhe auf der auto­frei­en Insel waren ein­fach per­fekt für das per­sön­li­che RESET. Auch nachts gab es viel zu sehen. Zum leuch­ten­den Sternenhimmel gesell­ten sich traum­haf­te Sonnenunter- und Sonnenaufgänge und ein ganz beson­de­rer Vollmond.

Die Gruppe lern­te sich schon am Anreisetag bei einem gemein­sa­men Abendessen im SEALORD ken­nen. Das Restaurant und das Essen waren köst­lich und ein super Auftakt für unse­re gemein­sa­me Woche. Die vie­len ent­zü­cken­den Restaurants auf der Insel boten viel kuli­na­ri­sche Abwechslung, z.B. ent­zü­cken­de Café Kluntje, die Teestube, Skippers Inn, das Strandhaus, das „Mittendrin Fisch“, der Watt’n Grill. Die Eisdiele mit haus­ge­mach­tem Eis und Strandkörben zum Schlemmen gehör­ten eben­falls zum belieb­ten Treffpunkt.

Die Woche war kurz­wei­lig und viel zu schnell vor­über. Das Gefühl gut erholt und erfrischt für das Kommende zu sein, nah­men allen in ihrem Gepäck mit. Das ver­trau­te Moin, Moin tön­te noch auf der Fähre nach. Wie zur Erinnerung: RELAX sonn­ten sich Seehunde gemüt­lich auf der Sandbank oder schwam­men mit der Fähre um die Wette. Ein lus­ti­ges Schauspiel und der per­fek­te Ausklang für die­se wun­der­vol­le und erhol­sa­me Yogawoche auf Baltrum.

05 Juli

Ostsee: Hormon-Yoga und Natur pur (März 2022)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Eine Yogawoche an der Ostsee mit Hormon-Yoga klingt schon span­nend und erhol­sam – wenn das Seminar dann auch noch im Gutshaus Parin statt­fin­det, kann fast nichts mehr schief­ge­hen und der Erholungswert ist garantiert.

Eben nur fast! Denn auch hier bescher­te uns das Covid Virus eini­ge unru­hi­ge Momente.

Nach die­sen ers­ten Aufregungen gehör­ten täg­li­che Schnelltests, Masken, Lüften und Hygiene wei­ter zum Tagesablauf. Dafür wuch­sen die Freude und Entspannung buch­stäb­lich von Stunde zu Stunde. Strahlender Sonnenschein und tief­blau­er Himmel taten ihr Übriges.

Nachts fie­len die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt und es blieb auch wäh­rend des Tages oft frisch und win­dig. Jeden Morgen wur­den wir mit einem atem­be­rau­ben­den Sonnenaufgang begrüßt und abends durch einen rie­si­gen Mond ver­zau­bert. Die Feuerschale auf der Terrasse brann­te stun­den­lang, wärm­te uns und führ­te zu anre­gen­den Gesprächen auch mit den TeilnehmerInnen eines ande­ren Seminars. Mancher Mutige wag­te sich auch in den kal­ten Naturteich, nach­dem er/sie sich in der kusche­li­gen Gartensauna im umge­bau­ten Bauwagen auf­ge­heizt hatte.

Als gemisch­te Gruppe prak­ti­zier­ten wir statt der klas­si­schen Hormon-Yoga-Reihe das Vital-Hormon-Yoga für Frauen, Männer und Paare. Eine sehr ange­neh­me Variante von Monika Schostak, einer Schülerin von Dinah Rodrigues, der Begründerin des Hormon-Yogas.

Wir übten vor dem Frühstück die Vital-Hormon-Yoga-Reihe mit Bhastrika, Ujjay und Energielenkungen. Da die Feueratmung sehr ener­ge­ti­sie­rend wirkt, wur­den nach­mit­tags ruhi­ge­re Atem-; Chakren- und Bewegungsmeditationen prak­ti­ziert, mit klei­nen Flows und Highlights aus dem Faszien-Yoga.

Anschließend ging es zum Buffet. Dass Essen glück­lich macht, ist ja bekannt! Aber das Essen im Gutshaus Parin legt noch eine Schippe drauf! Köstlich!
Frühstück – Kaffeezeit mit selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen und das Abendessen!

Außergewöhnlich, exzel­lent, vege­ta­risch, oft vegan, lie­be­voll arran­giert, lecker und alles Bio: ein Festmahl für Leib und Seele. Dass Gesundheit so gut schme­cken kann? Ja, das ver­lei­tet auch dazu oft ein biss­chen mehr zu essen, denn das Auge ist ja mit. Und doch – kein Gramm mehr auf der Waage! – im Gegenteil! Denn Yoga, Radfahren und fri­sche Luft in die­ser wun­der­vol­len Idylle kur­beln den Stoffwechsel so rich­tig an.

Parin selbst besteht neben dem Gutshaus Parin nur aus weni­gen Häusern und liegt sehr ruhig. Gleichzeitig ist Parin der idea­le Ausgangspunkt für viel­fäl­ti­ge Unternehmungen zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto. Lübeck und Wismar, die nahe­ge­le­ge­nen Hansestädte und Weltkulturerbe sind sehr belieb­te Ausflugsziele mit all ihren Sehenswürdigkeiten und Charme.

Auch Schloss Bothmer in Klütz und das bekann­te Ostseebad Boltenhagen sind leicht mit dem Fahrrad zu errei­chen. Im Schloss Bothmer eine Führung zu buchen lohnt sich und gibt span­nen­de Einblicke in eine Zeit, als Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover 1714 als Georg I. den eng­li­schen Thron besteigt und England regiert. Ganz beson­ders gelun­gen ist auch der Schlosspark mit sei­nem alten und sel­te­nen Baumbeständen wie der Pyramideneiche.

Nach so viel Geschichte ist eine Tee- und Kaffeepause im Gutshaus Stellshagen genau das Richtige, um sich mit haus­ei­ge­nen unge­wöhn­li­chen Teemischungen ver­wöh­nen zu las­sen. Wie wäre es mit einem Tässchen: „Sein Lächeln fin­den“ oder „Wundertee“ und dazu frisch geba­cke­ner Kuchen. Allein die Erinnerung berei­tet mir kind­li­che Vorfreude auf den nächs­ten Besuch.

Die gesam­te Gegend hier ist auch als Klützer Winkel bekannt und lässt sich pri­ma mit dem Fahrrad erkun­den. Kilometerweit füh­ren die uri­gen Radwege über aus­ge­dehn­te Wiesen, vor­bei an typi­schen Backsteinhäuser, Bioläden zum Einkehren und einer Idylle, die ein­zig­ar­tig und ruhig zugleich ist.

Die Gastfreundschaft ist beein­dru­ckend. Als wir mit dem Fahrrad nach Wohlenhagen, Niendorf, Warnstorf über Groß Walmstorf nach Thorstorf und Parin unter­wegs waren, mach­ten wir einen kur­zen Halt an einer blau­en Holzbank neben einem fein gear­bei­te­ten Bücherschrank. Noch wäh­rend wir uns die Bücher anschau­ten, kam auch schon der Erbauer die­ses lau­schi­gen Plätzchens um die Ecke und bot uns tür­ki­schen Kaffee an. Das nah­men wir ger­ne an, um uns von dem eisi­gen Wind etwas zu wär­men und noch ein biss­chen Büchergucken zu kön­nen. Auf die Frage nach dem Preis, lach­te der net­te Gastgeber nur und mein­te, er sei so glück­lich und des­halb will er auch ande­re glück­lich machen! Wow, was für ein Erlebnis! Das war so erfri­schend und wärm­te Herz und Magen. Wir nah­men uns vor, den Bücherschrank bei der nächs­ten Ausfahrt mit aus­ge­le­se­nen Büchern zu füt­tern, um auch ande­re glück­lich zu machen.

Zurück mit dem Fahrrad und ab in die Sauna, dann zum Yoga und einem wei­te­ren Highlight des Tages: dem Abendessen.

Wir sind uns alle einig: Dieses Essen macht süch­tig. Und so wün­schen wir uns alle wie­der­zu­kom­men, uns wie­der zu begeg­nen und wie­der eine wun­der­vol­le gemein­sa­me Zeit zusam­men zu ver­brin­gen. Wenn wir uns auch vor der Reise nicht kann­ten, so wuch­sen wir in die­ser Woche rich­tig zusam­men. Wir hat­ten das Gefühl, dass ech­te Freundschaften und Verbindungen ent­stan­den sind, die auch gro­ßen Entfernungen im Alltag stand­hal­ten werden.

Was mich als Yogalehrerin ganz beson­ders freu­te, war die inter­es­sier­te Offenheit der TeilnehmerInnen und die Absicht, eini­ge Übungen zu Hause wei­ter­zu­ma­chen. Mit der 28-tägi­gen Challenge für die Zeit danach, wird es leicht gelin­gen, gute Gewohnheiten im Alltag zu festigen.

Gez. Birgitta Kürtös M.A. Yogalehrerin

24 Jan.

Madeira: Das Loslassen als Schlüssel zum Glück (November 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Buchstäblich reif für die Insel tra­fen wir am 9. November im Estalagem auf Madeira ein und reis­ten nach einer Woche auf­ge­tankt und auf­ge­la­den wie­der ab. Eine herr­li­che, kurz­wei­li­ge Woche, die ange­füllt war mit beson­de­ren Erlebnissen und vie­len neu­en Impulsen. So fühl­ten wir uns gut gerüs­tet, um die­se erhol­sa­me Zeit so gut wie mög­lich in den Alltag und den bevor­ste­hen­den Winter nach­hau­se mit­zu­neh­men und vie­le der Übungen zu integrieren.

Das Estalagem ist eine klei­ne Hotelanlage, die auf der Südseite, oben auf einem Felsvorsprung am son­nigs­ten Zipfel der Insel liegt, am Ponta do Sol. Wir wur­den nicht nur mit der spek­ta­ku­lä­ren Aussicht auf das Meer belohnt, son­dern täg­lich mit vie­len Sonnenstunden ver­wöhnt. Rund um das Hotel lie­gen Gärten und Terrassen, die den unver­stell­ten Blick ins offe­ne Meer hin­aus bie­ten und uns mit unver­gess­li­chen Sonnenauf- und Sonnenuntergängen beschenkt haben. Obwohl gegen Nachmittag vom Landesinnern oft Regenwolken her­an­zo­gen, blieb das Hotel Estalagem auf dem Ponta do Sol tro­cken, warm und son­nig. Allein der Anblick der dahin­zie­hen­den Wolken wirk­te schon kon­tem­pla­tiv und übte eine ganz beson­de­re Kraft und Anziehung aus, die wir wäh­rend der Morgen- und Abendmeditationen in uns wir­ken ließen.

Den Tag star­te­ten wir gemein­sam mit einer klei­nen Bewegungsmeditation beglei­tet von wun­der­schö­nen Mantren im Yogaraum. Danach wech­sel­ten wir in den Garten neben dem Pool. Herrliche Farbnuancen der auf­ge­hen­den Sonne ergos­sen sich über das Meer und tauch­ten uns wäh­rend der Yogastunde in ein ganz beson­de­res Licht. Mit der Stehmeditation „Energietanken“ zogen wir die Kraft der auf­ge­hen­den Sonne in jede ein­zel­ne Zelle und waren so gestärkt für den Tag.
Jeden Nachmittag tra­fen wir uns zuerst im Yogaraum und wech­sel­ten dann in den Garten, mit Yogamatte und Tennisbällen unterm Arm. Die Bälle ver­stärk­ten bestimm­te Trigger Punkte wäh­rend aus­ge­wähl­ter Asanas und ent­spann­ten Bindegewebe und Muskulatur rund um die wich­tigs­ten Gelenksysteme. Eingeschlossene Energien und Verspannungen lös­ten sich so tie­fer­ge­hend und führ­ten inner­halb nur einer Woche zu deut­lich mehr Beweglichkeit und Leichtigkeit im gan­zen Körper.

Ausgewählte Meditationen und geziel­te Atemübungen unter­stütz­ten das Erkennen, Überwinden und Loslassen alter Begrenzungen, um wie­der mehr Raum und Weite in sich selbst zu erfah­ren. Neue Gedankenimpulse und ver­än­der­te Blickwinkel wäh­rend klei­ner theo­re­ti­scher Exkursionen in die Welt des Mentaltrainings sorg­ten für Überraschungen und Erkenntnisse.
Diese Woche bot neben den Yoga-Zeiten noch so viel mehr. Gerade durch die hohen Anforderungen zu Hause war das Bedürfnis groß, den eige­nen Interessen nach­zu­spü­ren und sie auch aus­zu­le­ben. Beliebt waren Schwimmen im Pool und dann in den herr­li­chen Gärten ein­fach abzu­hän­gen. Auch die Strände von Ponto do Sol und Calheta waren beliebt für Sonnenbaden und Strandspaziergänge mit frei­em Blick aufs wei­te Meer und einem Café in der Nähe – und das mit­ten im November!!!
Wow – das fühl­te sich so rich­tig nach Urlaub und Erholung an.

So waren nach kur­zer Zeit die Akkus wie­der gefüllt und die Gruppe hat­te Lust Madeiras berühm­te Levadas ken­nen­zu­ler­nen. Der Shuttlebus des Hotels brach­te uns zum nahe­ge­le­ge­nen Einstieg der Levada Nova bei Moinho. Was sich uns bot, war eine unver­gess­li­che Wanderung ent­lang der künst­li­chen Wasserläufe ober­halb von Ponto do Sol. Diese Wanderung ist nicht „ohne“ und setzt neben fes­ten Schuhen auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus.
Belohnt durch spek­ta­ku­lä­re Ausblicke auf die male­risch geschwun­ge­nen Bergketten Madeiras, viel Grün und dem stän­di­gen Plätschern aus den Wasserläufen und Wasserfällen der Levada, lohnt sich die­se Wanderung auch ein zwei­tes Mal zu gehen. Natürlich gibt es in unmit­tel­ba­rer Umgebung wei­te­re Wanderungen, die mit dem hotel­ei­ge­nen Shuttlebus erreich­bar sind, wie der Levada 25 Fontes, der Levada Cabo do Girao oder der Fußweg Pico Grande.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall der Besuch der nahe­ge­le­ge­nen Stadt Funchal. Wieder brach­te und hol­te uns der Shuttlebus des Hotels zum Treffpunkt, dies­mal direkt vor dem Museum des wohl berühm­tes­ten Einwohner Funchals: Cristiano Ronaldo. Der Besuch des Museums ist ein Muss für alle Fußballfans. Außerdem lohnt sich der Weg ent­lang der schö­nen Uferpromenade direkt zur Altstadt und der Besuch der Kathedrale. In der Altstadt selbst rei­hen sich Café an Café, mit Restaurants, Markthalle und natür­lich auch Geschäften für die Mitbringsel. Die Fahrt mit der Kabinenseilbahn hoch nach Monte mit Blick über die Altstadt und den Hafen ist bemer­kens­wert. Und so gibt es noch so viel mehr zu sehen und zu erleben.

Doch gemäß unse­rem Wochenmotto, „dass Loslassen der Schlüssel zum Glück ist“, stand das Bedürfnis nach Genießen, Entschleunigen und Sonnenbaden im Vordergrund. Mit dem Wissen vie­ler kal­ter Winterabenden zu Hause, haben wir die Yogastunden im Freien und die Sonnenliegen noch mehr genos­sen. Aufgetankt und vol­ler fri­scher Energie füh­len wir uns bereit für das Kommende.
Diese ganz beson­de­re Woche wol­len alle wie­der erle­ben und freu­en sich auf den nächs­ten Besuch, ger­ne wie­der im Hotel Estalagem in Ponta do Sol in Madeira. Denn neben all die­sen wun­der­ba­ren Eindrücken dür­fen wir auf kei­nen Fall die her­vor­ra­gen­de Küche des Hauses ver­ges­sen zu erwäh­nen. Das Essen war so erle­sen und beson­ders, dass wir jeden Tag aufs Neue von den Kreationen aus der Küche schwärm­ten. Ganz sicher war das nicht unser letz­ter Besuch dort.

Danke an das gan­ze Team des Hauses. Wir kom­men wie­der!! Versprochen!!

12 Okt.

Entschleunigende Yogawoche auf Baltrum (August 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Die Nordseeinsel Baltrum und das Naturhotel Baltrum hat uns mit ihrem Charme, ihrer Ruhe und ihrer Einzigartigkeit regel­recht ver­zau­bert, tie­fen­ent­spannt und dank­bar sein las­sen für all das Schöne und Gute in unse­rem Leben, mit all sei­nen Höhen und Tiefen.

Nach einer teils lan­gen Anreise aus Süddeutschland und der Schweiz begrüß­te uns die Sonne Niedersachsens, als wol­le sie uns sagen, es ist gut hier zu sein und es wird eine rich­tig gute Woche. Das brauch­ten auch alle. Die meis­ten kamen aus einem ver­reg­ne­ten Sommer und viel Stress, aber hier strahl­te die Sonne . Am Hafen in Neßmersiel brach­te uns die Fähre vor­bei an sich son­nen­den Robben auf die Nordseeinsel Baltrum, die uns weg von unse­rem Alltag brin­gen soll­te und zurück in unse­re eige­ne Kraft. Müde von der teils sehr lan­gen Anreise und vol­ler Vorfreude und Erwartung traf sich die Gruppe dann am ers­ten Abend im Yogaraum zum Kennenlernen, wo wir am nächs­ten Morgen unse­re Yogareise begin­nen würden.

Der Charme der Insel ent­steht durch den Wind der um die Nase weht und den Kopf frei macht, die hüb­schen Klinkersteinhäuser, alle­samt unter­schied­lich und lie­be­voll her­ge­rich­tet, nur mit Hausnummer ver­se­hen. Die Abwesenheit von Straßennamen war eine klei­ne Herausforderung für den Orientierungssinn. Aber bereits nach kur­zer Zeit fan­den wir uns zurecht und lieb­ten die unter­schied­li­chen Wege, die zu den Dünen, dem Strand oder zur Dorfmitte führ­ten. Nichts war weit ent­fernt, alles zu Fuß erreich­bar. Keine Autos, kein Verkehr, nur Naturgeräusche und ab und an das Klingeln einer Fahrradschelle waren zu hören. Die Bewohner sind freund­lich und hilfs­be­reit, die Gäste ent­spannt und zufrieden.

yoga urlaub rei­sen deutsch­land balt­rum natur­ho­tel düne strand Baltrum ist auch ein Paradies für Familien. Wir sahen vie­le Familien mit ihren Kindern und

bepack­ten Bollerwagen. Am Strand wur­den selig Sandburg um Sandburg gebaut, umweht von einer sanf­ten Brise, unter­malt vom Rufen der Möwen, die völ­lig frei von Scheu am Strand ent­lang­spa­zier­ten und dem bun­ten Treiben zusa­hen. Das Bild der vie­len bun­ten Strandkörbe, auf­stei­gen­den Drachen, muschel­sam­meln­den Spaziergänger, mutig Badenden, glück­lich in ihr Spiel ver­sun­ke­nen Kindern am wei­ßen fei­nen Sandstrand bleibt unvergesslich.

Dieses Gefühl von Frieden und Ruhe war über­wäl­ti­gend – kein Geschrei – kein lau­tes Wort – kein Auto- und Verkehrslärm – nur Wind, Wasser, Vögel und viel erfri­schen­de Stille und gute Laune. Abends bot sich ein unver­gess­li­cher Sonnenuntergang, gemüt­lich hin­ein geku­schelt in den Strandkorb. Wer lan­ge genug blieb wur­de mit einem unver­gleich­li­chen Sternenhimmel und ab und zu auch mit einer Sternschnuppe belohnt.

Unser Tagesprogramm war eben­so bunt wie die­se herr­li­chen, gemüt­li­chen Strandkörbe, die in einer ange­neh­men Unordnung wie hin­ge­pur­zelt am Strand stan­den und zum Verweilen einluden.

Morgens tra­fen wir uns zum Tagesauftakt im Yogaraum und wech­sel­ten für die Atemübungen und Energieflows im Stehen auch in den herr­li­chen Garten. In der Morgenfrische war es leicht sich zu bewe­gen und danach ange­nehm sich in den Asanas wie­der im Yogaraum zu deh­nen und zu kräf­ti­gen. Nach zwei Stunden Yoga waren wir alle hung­rig und bereit für das umfang­rei­che, abwechs­lungs­rei­che Frühstück, um uns für den Tag zu stärken.

Jeder für sich oder in klei­nen Gruppen lie­ßen wir uns auf den Wegen rund um die Insel treiben.

Auch die kuli­na­ri­sche Seite Baltrums ist erwäh­nens­wert und hat eine Menge zu bie­ten. Täglich fri­schen Fisch, Muscheln, Krabben, heiß oder kalt, auf Brötchen belegt oder mit Bratkartoffeln ser­viert, jede Mahlzeit schmeckt vor­züg­lich. Die Eisdiele mit Eis aus eige­ner Herstellung und sei­nen unge­wöhn­li­chen Kreationen war genau­so unwi­der­steh­lich wie die eigen­wil­li­gen, super­le­cke­ren Kuchenkreationen im Café Kluntjes. Da wir uns jeden Nachmittag zu zwei wei­te­ren Yogastunden tra­fen, um uns und unse­ren Körper zu spü­ren und zu for­men, war das kein Problem.

Das Nachmittagsprogramm war abwechs­lungs­reich und bot kur­ze Ausführungen in die Zusammenhänge der Elemente von Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Auch die Kraft der Gedanken und deren Bedeutung für uns und unse­re Gesundheit und Seelenfrieden war ein Thema. Dieses Wissen half der gan­zen Gruppe auch nach der Bekanntgabe des Bahnstreiks ruhig und lösungs­ori­en­tiert zu blei­ben, nach dem Motto, was wir ändern kön­nen, ändern wir, was wir nicht ändern kön­nen, neh­men wir hin und machen das Beste draus. Das half!

Wann immer es mög­lich war, übten wir im Freien, umspielt von Wind, Sonne und der unver­gleich­li­chen fri­schen Nordseeluft. So gehör­ten die Gehmeditation durch die Dünen zu einem klei­nen, ver­wun­sche­nen Birkenwäldchen, das Üben am fast men­schen­lee­ren Oststrand bei Sonne, Wind und dem Gefühl von Weite und Freiheit und die Kutschfahrt quer durch die Insel zum Restaurant Witthus zu den Highlights. Mit der Kutschfahrt über­rasch­te eine Teilnehmerin die Gruppe und das lus­ti­ges Spektakel und das herr­li­che Essen danach, blei­ben in bes­ter Erinnerung.

Natürlich war auch die Wattwanderung ein tol­les Erlebnis und ein Must Do. Unsere Wattführerin schaff­te es uns in nur kur­zer Zeit total zu begeis­tern und uns für die Wunder der Natur zu öff­nen. Da wären der Wattwurm, des­sen Kotknäul den sau­bers­ten und feins­ten Sand hin­ter­lässt und des­sen nach­wach­sen­der Hintern für Wattvögel ein Leckerbissen ist. Oder die klei­nen männ­li­chen Krebse, die mit zwei Penissen bestückt sind, in wei­ser Voraussicht, soll­te einer abhandenkommen.

Wie sehr die Yogagruppe in nur sie­ben Tagen zusam­men­ge­wach­sen war, zeig­te sich beim Abschlussgespräch. Grenzen waren in die­sen Tagen abge­baut wor­den – inne­re und äuße­re. So waren alle in der Abschlussrunde zutiefst bewegt. Den Grad der Entschleunigung, die inner­halb die­ser nur sie­ben Tage Inselleben in Verbindung mit Yoga und Meditation spür­bar war, beschrie­ben eini­ge mit ihrem Gefühl, bereits seit Wochen auf Baltrum zu sein. Besser lässt sich der Erholungswert kaum beschreiben!

Das Beste war, dabei gewe­sen zu sein. Noch bes­ser ist die Aussicht, so bald wie mög­lich wie­der­zu­kom­men. Denn die Insel Baltrum hat defi­ni­tiv eini­ge Fans mehr.

22 Juni

Hormon-Yoga & Wanderungen in den Voralpen (Juni 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Mit guter Laune an sie­ben Tagen belohn­te unse­re Yoga-Gruppe das Ambiente, das lecke­re Essen, das phan­tas­ti­sche Kaiserwetter und natür­lich die Yoga-Praxis. Die Hormon-Yoga-Reihe nach Dinah Rodrigues fiel von Tag zu Tag leich­ter. Es ist ein wis­sen­schaft­lich fun­dier­tes Konzept aus Asanas, Pranayamas und Energietechniken, das direkt auf die hor­mon­pro­du­zie­ren­den Drüsen wie Eierstöcke, Nebennieren und Schilddrüse wirkt, ging von Tag zu Tag besser.

Bereits bei der Begrüßung zeich­ne­te sich ein gemein­sa­mer Nenner der Gruppe ab: das Bedürfnis nach einem ent­span­nen­den Wechsel von Ruhe und Bewegung, gepaart mit schö­nen Naturerlebnissen und Auszeiten für sich selbst.

Dinah Rodrigues (94)-soll gesagt haben, dass Persönlichkeit und Vitalität viel wich­ti­ger sind als ein straf­fer Körper. Es mache nichts, wenn man Falten hat. Das sei ganz normal!

Genauso ist es! Ergänzen möch­te ich, dass ein ent­spann­ter Geist zu einem ent­spann­ten Körper und einer glück­li­chen Seele führt. Und genau dies haben wir in die­ser Woche zele­briert und erfah­ren – noch nicht ganz fal­ten­frei – aber fast. 🙂

Neben der Hormon-Yoga Reihe lern­ten wir auch unter­schied­li­che Atemtechniken ken­nen, die direkt den Parasympathikus anspra­chen, mit­hal­fen „run­ter zu kom­men“ und zu einem erhol­sa­me­ren Schlaf führ­ten. Das waren die bes­ten Voraussetzungen, sich so rich­tig zu rege­ne­rie­ren und bei sich anzukommen.

Vor dem Frühstück star­te­ten wir mit einem auf­wär­men­den „Hallo-Tag-Energie-Flow, gefolgt von der Rodrigues Hormon-Yogaübungsreihe und ende­ten mit Entspannungsübungen. Danach waren wir wach und das Frühstück schmeck­te gleich dop­pelt so gut. Tagsüber waren wir auf Erkundungstour unter­wegs in der wun­der­schö­nen Landschaft der Ammergauer Alpen. Wir stie­gen gemein­sam aufs Hörnle, genos­sen Sonne und Landschaft, pick­nick­ten in der Ammerschlucht, wan­der­ten von Wies nach Steingaden, schlen­dern auf dem kilo­me­ter­lan­gen Meditationsweg oder saßen ein­fach unter der Dorflinde und genos­sen das lecke­re Eis aus der Schokolateriea. Jeder Tag wur­de zu einem beson­de­ren Erleben. Die gan­ze Umgebung wur­de erkun­det zu Fuß und auch mit dem gelie­he­nen Fahrrad aus dem SeinZ. Timberland Trail, Soier See, Scheibum, Staffelsee, Fatima-Kapelle, Murrnau, Oberammergau; es gab so vie­les zu sehen und zu erle­ben. Und das taten wir!

Den Abend begrüß­ten wir mit wohl­tu­en­den Flows und Atemmeditationen. Anschließend teil­ten wir unse­re per­sön­li­chen Highlights des Tages und stell­ten spä­ter die schöns­ten Fotos in unse­rer digi­ta­les Fotoalbum. So ent­stand ein herr­li­ches Potpourri aus Erfahrungen, Eindrücken, Erlebnissen und Austausch.
Die Woche ver­ging wie im Flug. Es war spür­bar, wie schnell und gut die Gruppe zusam­men­ge­wach­sen war und jede Teilnehmerin ihre eige­nen Bedürfnisse aus­le­ben konn­te. Gerade nach den ver­gan­ge­nen anstren­gen­den Monaten mit Corona-Einschränkungen war die­se Woche eine Erlösung und eine ersehn­te Abwechslung.

Am Ende der Woche nahm nicht nur jede Teilnehmerin ihre per­sön­li­chen Fortschritte und kör­per­li­chen Verbesserungen mit nach Hause, son­dern hat­te auch ihre Lieblingsübung im Gepäck mit dabei.
In der Abschlussrunde strahl­te die Gruppe Wohlbefinden und Zufriedenheit aus. Einige der Teilnehmerin stell­ten fest, dass sie sich nach die­ser einen Woche so erholt und ent­spannt fühl­ten, als wären sie zwei Wochen in Urlaub gewe­sen. Und das war sichtbar.

Dinah Rodriques hat natür­lich recht, dass es nichts mache, Falten zu haben. Noch bes­ser ist es, die Falten zu glät­ten, durch ent­span­nen­de Yoga- und Atemtechniken. Das ist uns in die­ser Woche gelun­gen. Die Gruppe war sich auch hier einig: ger­ne und bald wieder!

23 Okt.

Yoga-Urlaub mit Kindern im SEINZ Bio-Seminarhaus (August 2020)

Birgitta Kürtös / Meditation, Yoga / / 0 Kommentare

Yogaurlaub mit Kindern im fami­li­en­ge­führ­ten SEINZ Bio-Seminarhaus ist grund­sätz­lich kurz­wei­lig, dar­über hin­aus auch span­nend, erhol­sam, lus­tig und bie­tet vie­le Möglichkeiten zum Abschalten.

Hier dür­fen Kinder auch Kinder sein. Laut, offen, neu­gie­rig, vol­ler Bewegungslust und Spieldrang. Es ist herr­lich, die Kinder beim Entdecken, Spielen und Freundschaften schlie­ßen zu beob­ach­ten. Das ent­spannt die Eltern – vor allem wäh­rend der Essenszeiten.

Eine Mutter erzähl­te mir, dass sie zuvor eine Woche in einem ande­ren Hotel Familienurlaub gebucht hat­ten. Bereits nach weni­gen Tagen fühl­te sie sich durch stän­di­ges Ermahnen ihrer bei­den Kleinen zum Stillsitzen oder Stillsein sehr gestresst, beim Versuch den Erwartungshaltungen der ande­ren Gäste gerecht zu wer­den. Glücklicherweise ent­deck­te ihr Mann das SEINZ und buch­te gleich im Anschluss eine Woche Yoga-Urlaub mit den Kindern.

Und dies­mal war alles anders! Gleich zu Beginn begrüß­te sie Christian Kramer mit der Empfehlung, sich zu ent­span­nen und die Kinder ein­fach Kinder sein las­sen. Er lei­tet zusam­men mit sei­ner Frau Doris und ihren Kindern die­ses Gemeinwohlprojekt seit 2016 mit viel Erfahrung, Wärme und Verständnis für Familien, Paare und Singlereisende. Die Wirkung ist sehr befrei­end und schafft ein Wohlfühlambiente unter den Gästen, die dann auch ganz locker und ent­spannt ins Gespräch mit­ein­an­der kommen.

Das kurz­fris­tig initi­ier­te und gemein­schaft­li­che Sommerprojekt von NEUE WEGE, vamos Eltern-Kind-Reisen und dem SEINZ ist abso­lut gelun­gen. Die Bedingungen sind ide­al: wun­der­schö­ne Räumlichkeiten, groß­zü­gi­ge Spielbereiche- innen und außen, gemüt­li­che Sitzecken, lie­be­voll reno­vier­te Zimmer, über­all war­me Erdtöne, ener­ge­ti­sier­tes Trinkwasser im gan­zen Haus, hoch­wer­ti­ge vega­ne und vege­ta­ri­sche Kost, gro­ße Seminarsäle, ein herr­li­cher Yogaraum, groß­zü­gi­ge Außenanlagen mit klei­nem Erfrischungsteich, Liegewiese auf dem 12 Hektar gro­ßen Gelände, Streichelzoo, Gartentrampolin, Baumhaus, um ein paar Aspekte zu benen­nen. Darüber hin­aus ist das SEINZ auch Ausgangspunkt für die viel­fäl­tigs­ten Unternehmungen zu Fuß oder mit dem Rad.

Die Vision der Familie Kramer ist es, eine Atmosphäre zu schaf­fen, in der sich alle wohl­füh­len, Menschen, Tiere und das im Einklang mit der Natur. Der Natur etwas zurück­ge­ben, benennt es Christian Kramer und einen Ort der Weisheit zu schaf­fen, mit Herz und Verstand und mit allen Sinnen. Dankbarkeit, Gelassenheit, maß­vol­le und natür­li­che Lebensweise ste­hen im Vordergrund, statt Konsum und dem Streben nach immer mehr und immer höher. So ist die­ses Projekt wei­ter am Wachsen und Gedeihen, wie die gan­ze Natur drum herum.

Dieses Konzept hat nicht nur mich, son­dern vor allem die Eltern und ihre Kinder über­zeugt. Viel Frei- und Spielraum für die Kleinen mit einer Auszeit für die Großen. Morgens wur­den die Kinder bereits von ihrer Kinderbetreuerin erwar­tet. Dann ging es erst mal los, um Kaninchen, Hühner und Pferde zu füt­tern. In Streichelnähe und auf Augenhöhe hat­ten die Kinder jeden Morgen und Abend ihren Spaß im SEINZ. Wenn alle Tiere satt, ver­sorgt und genug gestrei­chelt waren, ging es je nach Wetter aufs gro­ße Gartentrampolin, zu den Schaukeln, dem Baumhaus oder kreuz und quer mit Dreirad, Fahrrad oder Roller übers Gelände. Laut und frei war das Kinderlachen zu hören und die Eltern genos­sen die Zeit und das Yoga ganz für sich.

Die Yoga-Einheiten boten abwechs­lungs­rei­che Übungen zum Erlernen von Achtsamkeit im Körper, im Denken und im Fühlen. Wirkungsvolle Atemübungen für den Alltag, ein­fa­che Flows zur Verbesserung von Balance, Beweglichkeit und Kraft mach­ten jede Yoga-Stunde zu einer Reise zu sich selbst und dem eige­nen Körper.

In fast jeder Yoga-Stunde gab es neue Aha-Erlebnisse oder per­sön­li­che Highlights: z.B. das erst­ma­li­ge Erspüren der Sitzbeinhöcker; die Fähigkeit im unbe­que­men Sitz mit den Fersen am Boden zu blei­ben; mit den Fingerspitzen in der Vorbeuge end­lich den Boden zu berüh­ren und ein mehr an Beweglichkeit und Dehnfähigkeit von mehr als 10 cm gegen­über zum Beginn der Yoga-Woche.

Viele Techniken und Tipps gab es über die Yoga-Woche hin­aus mit auf den Weg, um den Alltag der Teilnehmer nicht nur zu ver­bes­sern, son­dern auch nach­hal­tig zu bereichern.Die Feedbacks der Teilnehmer sind über­wäl­ti­gend und moti­vie­rend auch im nächs­ten Jahr wie­der Familienwochen im SEINZ zu buchen, berei­chert mit Birgittas Yoga-Kursen.

Unabhängig vom SEINZ selbst, bie­tet auch die Umgebung viel Raum und Möglichkeiten für Abenteuer und wei­te­re Entdeckungen: Die Fahrt mit der haus­na­hen Hörnlebahn auf fast 1500 m Höhe, Start für herr­lich leich­te Wanderwege und Hütten zum Einkehren, Genießen und spä­ter gemüt­lich mit der Bahn oder zu Fuß wie­der abzusteigen.Fährräder oder E-Bikes, mit und ohne Anhänger kön­nen im SEINZ bequem aus­ge­lie­hen wer­den. Von hier star­ten tol­le Rad- und Wanderwege in das nahe gele­ge­ne Murrnauer Moor. Erfrischend ist auf jeden Fall ein Bad an den vie­len Seen der Umgebung, wie der Bad Bayersoier See, die Ammerschlucht, der Staffelsee, der Walchensee und der Kochelsee oder eine Fahrt mit dem Boot oder dem SUP über den Staffelsee.

Auch die Kultur lässt sich genie­ßen in vie­len Musen der Umgebung oder einem Besuch der vie­len Schlösser König Ludwig II. Und wer ger­ne zu Fuß unter­wegs ist, wählt einen der vie­len Wander- und Meditationswege um Murrnau oder den Staffelsee her­um mit unver­gleich­lich schö­ner Wald- und Moorlandschaft mit Einkehrmöglichkeiten in den vie­len Klöstern und Cafés. Mehr als 200 km sind sehr gut beschil­dert und in die­ser tief­grü­nen Landschaft ein­fach atem­be­rau­bend schön.

Ob allei­ne oder gemein­sam unter­wegs, hier fin­det die Seele Raum und Zeit zum Entspannen. Erholung und Abschalten gelin­gen wie kaum an einem ande­ren Ort, vor allem, wenn Petrus dann noch mit Kaiserwetter lockt.

Fazit: Wer das SEINZ in den Ammergauer Alpen ent­deckt hat, weiß, dass er eine Perle gefun­den hat.

12 Okt.

Yoga nach Yesudian im Ifenblick (Juli 2020)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Noch ganz im Glück nach einer wun­der­vol­len Yoga Woche mit NEUE WEGE im Bio-Berghotel Ifenblick in Balderschwang ist es gera­de­zu eine Herausforderung, alle Highlights auf­zu­zäh­len, die wir gemein­sam haben genie­ßen dür­fen. Schon nach dem Einchecken und Beziehen der moder­nen, lie­be­voll gestal­te­ten Zimmer, war klar, dass das Ifenblick alles bie­tet, um sich rund­um wohl­zu­füh­len, und hier eine der bes­ten Zeiten des Jahres zu erle­ben: Urlaub!

An das Maskentragen in allen öffent­li­chen Bereichen und Handschuhe am Buffet hat­ten wir uns schnell gewöhnt. Sonst fühl­ten wir uns wohl und frei. Das Hotel umsorg­te uns von mor­gens bis abends mit aus­ge­wähl­ten Köstlichkeiten. Birchermüsli, Bergkäsevariationen, selbst gemach­te Marmelade und frisch­ge­ba­cke­ne Brötchen zum Frühstück, reich­hal­ti­ges Salatbuffet und Suppen zur Mittagszeit, köst­li­che haus­ge­mach­te Kuchen zum Nachmittagskaffee und ein kun­ter­bun­tes, lecke­res Abendbuffet mit haus­ei­ge­nen Eisspezialitäten zum Dessert. Als Wanderverpflegung haben wir uns nach Lust und Laune unse­re Lunchpakete selbst zusam­men­stel­len dür­fen. Ob vegan, vege­ta­risch mit Fisch und Fleisch, jede Ernährungsweise wur­de unter­stützt. Kurz: Wir alle schweb­ten im kuli­na­ri­schen Himmel. Und auch sonst gab das Bio-Berghotel Ifenblick wirk­lich alles, damit wir uns rund­her­um wohlfühlten.

Der Service war klas­se, die Rezeption war immer behilf­lich und erteil­te freund­lich Auskunft zu Nahverkehr, ob Hütten schon geöff­net hat­ten und beson­ders schö­ne Wanderrouten. Auch vor dem eigent­lich Yoga-Unterricht tra­fen sich eini­ge Teilnehmerinnen im haus­ei­ge­nen Schwimmbad, um in der Morgensonne ein paar Runden zu schwim­men. Einfach schön. Auch unser Yoga Raum war ide­al, mit boden­tie­fen Fenstern, licht­durch­flu­tet und mit Blick auf den Hausberg Ifen. So war es leicht, sich ganz und gar in Meditation, Pranayama und Yoga zu entspannen.

Morgens fühl­te sich unse­re Yogaeinheit wie eine wun­der­ba­re Bewegungsmeditation an, in der wir im Laufe der Woche immer tie­fer ein­tauch­ten, bis wir am Ende der Woche tiefst ent­spannt und völ­lig im Fluss mit uns selbst waren. Yoga nach Yesudian, mit sei­ner Achtsamkeit auf Körper, Geist und Seele glei­cher­ma­ßen, sei­nem medi­ta­ti­ven und sich wie­der­ho­len­den for­mel­haf­ten Affirmationen, ent­spann­ten uns mehr und mehr. Davor übten wir Pranayama und Bewegungssequenzen, die unse­re gesam­te Beweglichkeit ver­bes­ser­te und unse­re Faszienketten aktivierten.

In der Nachmittagssequenz lag der Schwerpunkt unse­re Muskeln und Faszien zu spü­ren, zu stär­ken oder zu ent­span­nen, je nach­dem wel­che Wanderung wir davor gemacht hatten.

Bereits nach die­ser einen Woche berich­te­ten die Teilnehmerinnen über ihre posi­ti­ven Erfahrungen. Eine Teilnehmerin fühl­te die freie Schulter- und Nackenpartie, die vie­ler trotz Massagen bis­her ver­spannt geblie­ben war. Eine ande­re Teilnehmerin konn­te zum aller­ers­ten Mal mit dem Kopf ihre Knie in der sit­zen­den Vorbeuge berüh­ren. Auch der geziel­te Einsatz von Tennisbällen in unse­ren Yogaeinheiten führ­te zu vie­len Aha! Erlebnissen und einer sicht­ba­ren Verbesserung von Schulter- und Hüftbeweglichkeit.

Neben unse­ren Yogastunden im Haus, traf sich die Gruppe auch außer­halb zu Aktivitäten rund um das Hotel. Während unse­rer gemein­sa­men Moorwanderung erleb­te die Gruppe wei­te­re Highligts in der Natur: Bäume, nicht nur als Schattenspender zu betrach­ten, son­dern als Partner für eige­ne Yogaübungen zu nut­zen. Wasser in den kla­ren Gebirgsflüsschen erfrischt nicht nur, son­dern wirkt auch unter­stüt­zend beim Loslassen von emo­tio­na­len Spannungen. Der wei­che Waldboden schenkt Kraft und strei­chelt über die Füße den gan­zen Körper. Und die Einkehr in der Lanzenalpe bil­de­te den run­den Abschluss eines wun­der­ba­ren gemein­sa­men Ausfluges in der herr­li­chen Balderschwanger Natur.

Weitere Aktivitäten waren der Ausflug mit der Rangerin, die uns viel über die Flora und Fauna erzäh­len konn­te und Ausflugsziele rund um das Bio-Berghotel Ifenblick. Herrliche Gipfel, Hüttenwanderungen, die Breitachklamm bei Oberstdorf oder ein­fach auf der Hauswiese rela­xen; es gab so viel zu erkun­den und zu erle­ben. Die Teilnehmerinnen bespra­chen ein­fach beim Frühstück wer wor­auf Lust hat und los ging‘s.

Das gran­dio­se Kaiserwetter mach­te jeden Ausflug zu einem Erlebnis. Es bil­de­ten sich immer wie­der ganz unter­schied­li­che Gruppen, so dass sich alle immer bes­ser ken­nen­lern­ten und zusam­men­wuch­sen und am Ende kaum glau­ben konn­ten, uns kaum eine Woche zu kennen.

In der Abschlussrunde waren sich die Teilnehmerinnen alle einig, dass sie nicht nur sehr viel Ruhe und Entspannung erlebt haben, son­dern in ihrem eige­nen Yogapraxis vie­le Impulse erhal­ten haben, die sie zuhau­se fort­set­zen wol­len. Auch das Bio-Berghotel Ifenblick selbst, fand so viel Anklang, dass wir die Seniorchefin Frau Maier, zu uns in den Raum baten, um unse­re Dankbarkeit und Zufriedenheit per­sön­lich und mit einem groß­zü­gi­gen Trinkgeld für das gan­ze Team auszudrücken.

Es war ein rüh­ren­der Abschied für uns alle mit der Gewissheit, es gibt ein Wiedersehen: im Bio-Berghotel Ifenblick, mit Yogalehrerin Birgitta Kürtös und mit NEUE WEGE als Reiseveranstalter.

Birgitta