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07 Juni

Yoga-Woche mit Waldbaden in den Leoganger Steinbergen (Mai 2026)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Yogawoche mit Waldbaden in den Leoganger Steinbergen

Eine Woche Yoga, Natur, Genuss, Ich-Zeit und gemein­sa­mes Erleben: Unsere Yogawoche mit Waldbaden in den Leoganger Steinbergen im Hotel Der Löwe war eine Auszeit, die Körper, Geist und Seele glei­cher­ma­ßen berührt hat.

Anfangs beglei­te­ten uns noch ein paar Regenschauer, doch schon bald zeig­te sich das Wetter von sei­ner schöns­ten Seite: strah­lend blau­er Himmel, kla­re Bergluft und ech­tes Kaiserwetter. Die mäch­ti­gen Leoganger Steinberge bil­de­ten dabei die per­fek­te Kulisse für eine Woche vol­ler Bewegung, Entspannung und Naturerleben.


Ankommen und Wohlfühlen im Hotel Der Löwe

Das fami­li­en­ge­führ­te Hotel Der Löwe ist ein Ort, an dem man sich sofort will­kom­men fühlt. Modern im Design, gleich­zei­tig kusche­lig und warm in der Atmosphäre, ist das gan­ze Haus auf Entspannung, Genuss und Wohlbefinden ausgerichtet.

Die groß­zü­gi­gen, lie­be­voll aus­ge­stat­te­ten Zimmer — vie­le mit Balkon oder Terrasse und Blick in die Berge — laden eben­so zum Verweilen ein wie die vie­len gemüt­li­chen Kuschel- und Wohlfühlecken im gan­zen Haus. Ein beson­de­res Highlight ist der Spa-Bereich im fünf­ten Stock mit Saunen, Ruheräumen, Kosmetikbehandlungen und herr­li­chem Panoramablick. Auch der gut aus­ge­stat­te­te Yogaraum im obers­ten Stockwerk wur­de schnell zu einem ver­trau­ten Rückzugsort für unse­re täg­li­chen Einheiten.

Zusätzlich sorg­ten wei­te­re Saunen und der beheiz­te Außenpool im Erdgeschoss beson­ders an Regentagen oder nach Wanderungen für wohl­tu­en­de Entspannung.


Genuss mit Herz

Auch kuli­na­risch ließ das Hotel Der Löwe kei­ne Wünsche offen. Das gesam­te Personal war freund­lich, auf­merk­sam und zuvor­kom­mend. Selbst Sonderwünsche wur­den ger­ne erfüllt.

Das mor­gend­li­che Buffet war so reich­hal­tig, dass der Hunger oft erst am Abend wie­der­kam: frisch gepress­ter Saft mit Leinöl und Ingwer, grü­ner Smoothie, Ei-, Käse-, Wurst-, Müsli- und Brotvariationen — alles frisch, appe­tit­lich und lie­be­voll angerichtet.


Eine Gruppe voller Leben

Zehn unter­schied­li­che, inter­es­san­te Menschen mach­ten die­se Woche zu etwas ganz Besonderem. Es ent­stand ein bun­tes Potpourri aus Austausch, Inspiration, Unterhaltung und Lachen — manch­mal sogar, bis die Tränen kamen.

Für jeden war etwas dabei: Ruhe und Rückzug, Bewegung und Aktivität, per­sön­li­che Impulse, gemein­sa­mes Erleben und vie­le schö­ne Momente des Innehaltens.


Ich-Zeit, Abenteuer und Natur

Die Woche bot viel Raum für Ich-Zeit — aber auch für Abenteuer. Ob mit dem E-Bike des Hotels, auf gut aus­ge­schil­der­ten Wegen rund um Leogang, bei Wanderungen durch die Berge oder beim Erkunden der Umgebung: Jeder konn­te die Tage so gestal­ten, wie es gera­de guttat.

Ein ech­tes Highlight war das Fliegen an einem Seil in 140 Metern Höhe über die Baumwipfel — mit bis zu 130 km/h. Für 1,6 Kilometer fühl­ten sich vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie Adler am Himmel. Nicht gefähr­lich, aber doch eine wun­der­ba­re Gelegenheit, die eige­ne Komfortzone zu ver­las­sen und den Adrenalinkick bewusst zu genießen.

Auch das gemein­sa­me Einkehren oben auf der Hütte bei strah­len­dem Sonnenschein und küh­len Getränken gehör­te zu den schöns­ten Momenten. Ein paar Schnappschüsse hiel­ten die­se wert­vol­len Augenblicke fest und hel­fen, die Erinnerung wach zu halten.


Yoga für Körper, Geist und Alltag

Zwei Yogaeinheiten täg­lich beglei­te­ten uns durch die Woche und schenk­ten spür­bar mehr Beweglichkeit, Stabilität und Wohlbefinden. Die Mischung aus Hatha Yoga, Yin Yoga, Faszien-Yoga, Meditation und Achtsamkeit hol­te alle dort ab, wo sie stan­den — unab­hän­gig von Yogaerfahrung oder Leistungsniveau.

Das abwechs­lungs­rei­che Programm bot wohl­tu­en­de Praxis vor Ort und vie­le Impulse, die auch zuhau­se und im stres­si­gen Alltag hel­fen kön­nen, dran­zu­blei­ben. Ergänzend gab die Einführung in die Strichmännchen-Technik nach Jacques Martel Anregungen, sich men­tal von belas­ten­den Erinnerungen oder Konflikten zu lösen und Raum für mehr Klarheit und neue Lösungswege zu schaffen.


Waldbaden mit allen Sinnen

Ein zen­tra­les Erlebnis war das Waldbaden, auch bekannt als Shinrin Yoku. Dabei geht es nicht um Tempo oder Leistung, son­dern dar­um, bewusst in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen.

Besonders ein­drucks­voll war der Weg von der obe­ren Asitzbahn hin­un­ter zur Talstation der Steinbergbahn. Mit vie­len Stationen und Erklärungen rund um das Waldbaden wur­de die­se Wanderung am letz­ten Tag zum Highlight der Gruppe. Innehalten, Staunen, Lauschen, Barfußgehen durch wei­chen Waldboden und das bewuss­te Wahrnehmen mit allen Sinnen mach­ten die­sen Tag zu einem tie­fen Naturerlebnis.


Der Asitzberg: Verweilen, Staunen, Genießen

Auch der Asitzberg bot weit mehr als eine schö­ne Aussicht. Neben kuli­na­ri­schen Möglichkeiten luden ein lie­be­voll gestal­te­ter Sinnespfad, Kneippbecken sowie zahl­rei­che Sitz- und Liegemöglichkeiten zum Verweilen ein.

Bei strah­lend blau­em Himmel, wei­tem Bergblick und die­ser beson­de­ren Ruhe woll­te man eigent­lich nur eines: bleiben.


Eine Woche, die nachklingt

Kurz und gut: Diese Yogawoche war eine rund­um gelun­ge­ne Wohlfühl- und Erlebniswoche. Sie schenk­te Erholung, Bewegung, Inspiration, Naturerleben, neue Begegnungen, Abenteuer und vie­le Momente, die noch lan­ge nachklingen.

Das Hotel Der Löwe in Leogang ist dafür ein wun­der­ba­rer Ort: herz­lich, hoch­wer­tig, gemüt­lich und ein­ge­bet­tet in eine traum­haf­te Bergwelt.

Am Ende blieb vor allem ein Wunsch: so bald wie mög­lich wie­der­zu­kom­men. Egal zu wel­cher Jahreszeit — jede hat dort ihren eige­nen Zauber. Ich freue mich jetzt schon auf mei­ne nächs­te Auszeit im Leoganger Paradies mit Yoga, Waldbaden und mehr. Und im Winter? Da kom­me ich auf jeden Fall mit Skiern wie­der. Die 700 Kilometer Pistenlandschaft möch­te ich unbe­dingt erle­ben. Kommst du mit?

05 Jan.

Yoga-Woche in der Sahara (November 2025)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Die Wüste rei­nigt die Seele“

Yoga-Woche in der Sahara | 28.11. – 6.12.25

Am 28. November mach­te ich mich gemein­sam mit einer klei­nen, fei­nen Reisegruppe auf den Weg nach Marokko. Mit dabei waren auch die bei­den Yogalehrerinnen Jana und Katja. Unser Ziel: ein abge­le­ge­nes Wüstencamp am Fuße der Barak-Düne – erreich­bar nur nach einem zwei­ein­halb­stün­di­gen Ritt auf Dromedaren. Schon der Weg dort­hin ließ uns spü­ren: Wir betre­ten eine ande­re Welt.

Namensgeber der Düne ist Barak Oussidi – Gründer von Sahara Yoga mit Sitz in Deutschland und Organisator von Yogafestivals in Kiel und Hamburg. Barak hat die­ses Wüstencamp mit eige­nen Händen auf­ge­baut und führt es gemein­sam mit sei­ner Großfamilie, deren Oberhaupt er ist. Seine tie­fe Verbundenheit mit die­sem Ort ist in jedem Moment spürbar.

Baraks Vater grün­de­te 1952 gemein­sam mit ande­ren Familien die Oase bei Merzouga. Eine beein­dru­cken­de Geschichte, die Barak mit uns teil­te, als er uns das aus­ge­klü­gel­te Wasserkanalsystem erklär­te – Lebensgrundlage für 32 Familien, die hier Obst und Gemüse anbauen.
Gleichzeitig wur­de deut­lich, wie sehr auch die­se abge­le­ge­ne Region vom Tourismus beein­flusst wird. Quads und Jeeps stö­ren die Stille der Wüste. Elektrofahrzeuge könn­ten hier eine zukunfts­wei­sen­de Antwort sein – ein Hoffnungsschimmer dafür, dass Fortschritt und Achtsamkeit mit­ein­an­der ver­ein­bar bleiben.

Diese Woche war reich an Eindrücken: an Farben, Licht, Stille und inten­si­ven Erfahrungen. Wir lern­ten, mit den star­ken Temperaturunterschieden umzu­ge­hen – zwi­schen wär­men­der Sonne und schat­ti­ger Kühle. Mit jedem Tag wuchs unse­re Bewunderung für das Leben der Menschen hier, für ihre Einfachheit, ihre Stärke und ihre tie­fe Verwurzelung in der Natur.

Schon der ers­te Ritt auf den Kamelen war ein Erlebnis vol­ler Staunen und Dankbarkeit. Sanft schau­kelnd, Schritt für Schritt, rit­ten wir so durch die Weite der Wüste. Die Zeit schien lang­sa­mer zu flie­ßen. Im gleich­mä­ßi­gen Wiegen der Karawane lie­ßen wir den Alltag end­gül­tig hin­ter uns und öff­ne­ten uns für das, was kom­men wollte.

Das Wüstencamp selbst wirk­te wie aus der Zeit gefal­len: kreis­för­mig ange­ord­net inmit­ten der Dünen, schlicht und zugleich lie­be­voll gestal­tet. Ein offe­nes Yoga-Zelt mit Blick auf die Sandmeere, ein beheiz­ba­rer Yoga-Raum, Duschen und Toiletten, gemüt­li­che Sitzecken und Hängematten – alles Orte, die zum Verweilen, Loslassen und ein­fa­chen Sein einluden.

Auch Anfang Dezember besitzt die Sonne hier noch eine kraft­vol­le Wärme. Im Laufe des Tages wech­seln die Farben der Dünen von Gold über Ocker bis hin zu tie­fem Rot. Sobald die Sonne unter­geht, zieht ein küh­ler Wind vom Atlasgebirge her­über, wo zu die­ser Jahreszeit bereits Schnee liegt – ein ein­drucks­vol­ler Kontrast.

Sechs Tage ver­brach­ten wir im Camp. Morgens und am spä­ten Nachmittag tauch­ten wir in die Yogapraxis ein. Jana und Katja gestal­te­ten ihre Stunden ganz unter­schied­lich – und genau dar­in lag der Reichtum die­ser Woche.

Katjas Yogasessions in der war­men Nachmittagssonne, mit Blick auf die gro­ßen Dünen, blei­ben unver­gess­lich. Ihr ein­fühl­sa­mer, heil­sa­mer Stil, die sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Musik und die Atmosphäre berühr­ten tief – Klänge, die mich auch nach der Reise im Alltag wei­ter begleiten.

Janas strah­len­des Wesen und ihre unbän­di­ge Lebensfreude flos­sen in jede Stunde ein. Ihre Praxis war kraft­voll, anspruchs­voll und zugleich fein abge­stimmt auf die beson­de­ren Bedingungen der Wüste. Die kal­ten Morgen nach eisi­gen Nächten ver­lang­ten nach wär­men­dem, akti­vie­ren­dem Yoga. Es war for­dernd, ein­zig­ar­tig – und wunderbar.

Zwischen den Yogastunden blieb viel Raum: für Stille, für gute Gespräche, für Lachen und für Zeit mit uns selbst.

Die Familie Oussidi begeg­ne­te uns mit gro­ßer Herzlichkeit. Neben Kamelen und Hunden gehö­ren auch wun­der­vol­le Pferde zu ihrem Leben. Die Ausritte durch die Wüste schenk­ten uns ein tie­fes Gefühl von Freiheit und Weite. Besonders ein­drucks­voll war die geführ­te Wanderung zum Gipfel der Barak-Düne, wo wir das fas­zi­nie­ren­de Farbenspiel des Sonnenuntergangs erleb­ten – beglei­tet vom sand­trei­ben­den, peit­schen­den Wind der Wüste.

Nach fünf Nächten im Camp fühl­ten wir uns inner­lich gerei­nigt, ruhig, klar und geer­det – und zugleich bereit, wie­der in unser ver­trau­tes Leben zurückzukehren.

Wir erleb­ten den star­ken Wechsel zwi­schen der Wärme der Sonne und den kla­ren, eis­kal­ten Nächten haut­nah. Wie die Familie leb­ten auch wir in Zelten. Mit dicken Decken, Schlafsäcken und Wärmflaschen trotz­ten wir der Kälte, saßen abends am Lagerfeuer, trom­mel­ten, tanz­ten und blick­ten in einen über­wäl­ti­gen­den Sternenhimmel – auf dicken Teppichen, die das gesam­te Camp auslegten.

Am sechs­ten Tag rit­ten wir auf den majes­tä­ti­schen Dromedaren zurück nach Merzouga. Die letz­te Nacht ver­brach­ten wir in einem Riad, das an „1001 Nacht“ erin­ner­te – ein krö­nen­der Abschluss die­ser beson­de­ren, rei­ni­gen­den Reise kurz vor dem Jahreswechsel.

Diese Reise hat sich gelohnt.
Spürst du den Ruf der Wüste – und möch­test beim nächs­ten Mal dabei sein?

Schreibe ein­fach kurz an: bk@encube.de oder  jana.denzer@yahoo.de

02 Juli

Indien – Regeneration pur im Nattika Beach (April 2024)

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Wer ein­mal eine Ayurvedakur im Nattika Beach Resort genie­ßen durf­te, will immer wie­der dort­hin zurück. Bereits auf dem Weg zum eige­nen Bungalow, in dem die Gäste im weit­läu­fi­gen Garten unter­ge­bracht sind, ist die Freude unbe­schreib­lich, hier sein zu dürfen.

Im Hier und Jetzt zu sein ist hier kein blo­ßer Wunsch, son­dern geleb­tes Glücksgefühl. All das, was einer voll­stän­di­gen Regeneration und Erholung dient, ist hier auf höchs­tem Niveau vereint.

Selbst die Unterbringung in den stil­vol­len klei­nen Bungalows ermög­licht Ruhe und Privatsphäre. Obgleich das Nattika aus­ge­bucht war, lag immer ein stil­ler, bezau­bern­der Frieden über dem gesam­ten Resort. Auch im voll­be­setz­ten Restaurant abends herrsch­te eine ruhi­ge und ent­spann­te Atmosphäre. Dafür sorg­te auch das wun­der­ba­re Personal zusam­men mit Chef Joshy, der den Gästen bei der gro­ßen Auswahl der Gerichte in den drei Doshas Vatha, Pitta, Kapha half.
Da Chef Joshy als Koch schon welt­weit gear­bei­tet hat, erklär­te er Details und Zutaten auch mal ganz neben­bei in deutsch. Seine zwei Kochbücher mit lecke­ren ayur­ve­di­schen Rezepten sind ein belieb­tes Mitbringsel. Mit die­ser Hilfe lässt sich ein wich­ti­ger Teil der Ayurvedakur auch zu Hause fortführen.

Das Angebot der Diätärzte, sich bereits zu Beginn der Ayurvedakur einen Plan mit Tipps und Anleitungen für die Dauer der Kur erstel­len zu las­sen, ist fan­tas­tisch. Das Vermeiden von Fehlern und Überwinden alter Gewohnheiten zeig­te sich bereits nach weni­gen Tagen. So ließ sich die Vielfalt des Essens genie­ßen und gleich­zei­tig ein paar Pfund Winterspeck los­wer­den. Innerhalb die­ser zwei Wochen ver­schwan­den 3 – 6 kg Winterspeck. Das sind Glücksgefühle pur: Essen, Genießen, Abnehmen und dabei mit jedem Tag von innen her­aus mehr und mehr zu strah­len. Unbeschreiblich schön!

Natürlich hal­fen dabei auch die täg­li­chen Ayurvedabehandlungen, die in der Regel zwei Stunden dau­er­ten. Gleich nach der Ankunft erfolg­te eine gründ­li­che Erstkonsultation beim Arzt. Ein umfang­rei­cher Kur Plan wur­de erstellt, mit dem Ziel unse­re drei Doshas zu balan­cie­ren. Entgiftung, Reinigung, Aufbau und Verjüngung waren das sicht­ba­re Ergebnis. Die Betreuung und Erklärungen durch das gesam­te Ärzte- und Therapeutenteam waren umfas­send und ver­ständ­lich. Verlauf und Fortschritt der Kur wur­den täg­lich durch den Arzt doku­men­tiert und falls nötig nachjustiert.

Schnell stell­te sich ein ange­neh­mer Tagesrhythmus ein, der mor­gens mit Schwimmen im Meer oder Yoga begann. Unsere Yogahalle Prana lag direkt am Meer mit frei­em Blick zum Strand. Wellenschlag und Vogelgezwitscher beglei­te­ten jede Yogastunde. Der war­me Wind fühl­te sich wie ein sanf­tes Streicheln an. Einen bes­se­ren Start und Ausklang des Tages waren nicht vorstellbar.

Zwischen den Yogastunden lagen die Mahlzeiten, Behandlungen, Pool- und Strandliegen und zur Abwechslung auch Ausflüge in die Umgebung, um Land, Leute und Kultur ein wenig ken­nen zu lernen.

Während unse­rer Zeit im Nattika wur­den drei der größ­ten Festivals in Kerala gefei­ert. Wir beka­men einen klei­nen Einblick in die Rituale indi­scher Kultur. Die Besonderheit in Kerala liegt vor allem im fried­li­chen Zusammenleben der drei gro­ßen Religionen mit Christen, Hindus und Moslems, deren Bevölkerungsanteil in Kerala gleich­mä­ßig ver­teilt ist. Jede Religion fei­ert ihre Feste mit bestimm­ten Ritualen, dar­un­ter viel Feuerwerk. Auch blie­ben die meis­ten Geschäfte wäh­rend die­ser Tage geschlos­sen, wo sonst viel Treiben herrscht mit Öffnungszeiten fast rund um die Uhr.

Das Ende des Ramadans wur­de auch hier mit dem Zuckerfest gefei­ert und schon Tage davor mit Feuerwerk ange­kün­digt. Direkt danach und nicht weni­ger lei­se, fei­er­ten Hindus am 14. April ihr Happy Vishu, das kera­le­si­sche Neujahrsfest, Abschied von Altem und Neubeginn.

Wie pas­send war es, am Happy Vishu im Nattika Beach Resort anzu­kom­men und mit einem tra­di­tio­nel­len, fest­li­chen Lunch begrüßt zu wer­den. Auf Bananenblättern wur­de Reis mit ver­schie­de­nen Currys, Chutneys, Naan, Chapati, Bananenchips serviert.

Nur eini­ge Tage danach am 19. April wur­de das Thrissur Pooram gefei­ert, das Elefantenfest. Es ist ein wei­te­res Highlight in Kerala mit präch­tig geschmück­ten Elefanten, bun­ten Schirmen und vie­len Besuchern. Ein Rausch der Sinne; beson­ders für Augen und Ohren.

Was für ein Spektakel; vie­le tau­sen­de Menschen Kopf an Kopf, dicht gedrängt in Festtagskleidung, ele­gan­ten Saris und wei­ßen Dhotis, bun­ten Sonnenschirmen, rhyth­mi­schen Trommelschlag und den rie­si­gen, edlen Elefanten. Es ging eng zu, bei schweiß­trei­ben­den Temperaturen nahe der 40 Grad Celsius. Das Resort hat­te für sei­ne Gäste die­sen Ausflug gut orga­ni­siert und beglei­tet. Auch unse­re Gruppe war vertreten.

Darüber hin­aus ver­an­stal­te­te das Nattika Musikabende auf dem Sitar und Vorträge über Ayurveda und Yoga. Selbstverständlich gehör­ten auch die Kochveranstaltungen des berühm­ten Chef Joshy zu den Highlights, der die Ayurvedaküche für uns Gäste leicht und ver­ständ­lich erklär­te und Schaukochen prak­ti­zier­te. Eine Backwatertour in dem ers­ten 100% solar­be­trie­be­nen Boot Keralas war ein ent­spann­tes Erlebnis. Wir erfuh­ren dann auch vom Kapitän, dass Kerala neben die­ser fort­schritt­li­chen Technik auch den ers­ten 100% solar­be­trie­be­nen Flughafen welt­weit besitzt: Cochin International Airport.

Was uns im Nattika sehr beein­druckt hat, ist auch das umfang­rei­che Yogaangebot zu vie­len spe­zi­fi­schen Themen. Bereits um 5:30 h medi­tier­ten Frühaufsteher. Um 6:00 Uhr folg­ten Klangschalen– , Chakren- oder Stille-Meditation, danach Yogastunde für Fortgeschrittene und anschlie­ßend für Anfänger.

Unser eige­ner Yogakurs traf sich zwei­mal täg­lich mor­gens von 7:45 – 9:00 Uhr und abends 17:30 -18:15 Uhr in der luf­ti­gen Prana Yogahalle am Strand statt. Morgens erstrahl­ten wir im sanf­ten Morgenlicht und abends tauch­te die Sonne die gan­ze Umgebung in zau­ber­haf­te Orange- und Rottöne; dazu weh­te vom Meer eine sanf­te Brise.

Jeder Tag war wun­der­schön. Das Sein im Hier und Jetzt war hier so leicht. Jede hat gut für sich gesorgt und sich Freiraum genom­men, der im Alltag meist nicht mög­lich ist. Und so ver­ging die Zeit viel zu schnell. Am Ende war es schwer Abschied zu neh­men. Auch die Gruppe selbst war eng zusam­men­ge­wach­sen und freut sich auf ein Wiedersehen. Im Nattika Beach Resort oder bei einem der vie­len Angebote von NEUE WEGE.

02 Nov.

Hatha Yoga & die Kraft der 5 Elemente auf Baltrum (September 2023)

Ankommen – Durchatmen – Loslassen – Entspannen!

Es war so schön wie­der hier zu sein – im Naturhotel Baltrum! Das Wetter war super! Während das rest­li­che Deutschland in Regen und Wolken ver­sank, genos­sen wir in T-Shirt und Badekleidung Strand, Radfahren, Wandern und natür­lich Yoga.

Wind, Sonne, Meer, Strand und Weite um uns her­um waren genau das, was sich the­ma­tisch auch in der Yogawoche wider­spie­gel­te. Nach der Einführung und Vorstellung des Konzeptes für die­se Woche, lenk­ten wir in den Yoga- und Meditationseinheiten unse­re Aufmerksamkeit auf die 5 Elemente: Raum, Luft, Feuer, Erde und Wasser. Sie fin­den sich nicht nur im Außen wie­der, son­dern auch in unse­rem Inneren. Nach der tra­di­tio­nel­len ayur­ve­di­schen Auffassung bil­den die­se 5 Elemente alles Leben in uns und um uns her­um. Darüber hin­aus beein­flus­sen sie auch Tag- und Nachtrhythmus, die Jahreszeiten und sogar den mensch­li­chen Lebenszyklus. Es ist sehr span­nend Yoga und Meditation unter die­sen Gesichtspunkten zu betrach­ten und zu praktizieren.

Die Teilnehmer der Yogawoche erhiel­ten neben einem Einblick ein inter­es­san­tes und abwechs­lungs­rei­ches Programm mit vie­len Sequenzen und Flows. Das Beste ist, dass sich vie­les ein­fach und leicht in den Alltag zuhau­se inte­grie­ren lässt. So kann die Erholung und Entspannung noch lan­ge nach­klin­gen und hel­fen, das gute Gefühl aus der Yogawoche zu erhal­ten. Einige der Übungen lös­ten regel­recht Lachsalven aus und hoben die Stimmung zusätzlich.

Das Handout und die „28 Tage Challenge“ für die Teilnehmer mach­ten es leicht das per­sön­li­che Highlight der Woche auch zu Hause fort­zu­füh­ren. Und „leicht“ durf­te auf der Insel alles sein. Und „was nicht pass­te, wur­de pas­send gemacht“. Körper, Geist und Seele erleb­ten eine erfri­schen­de Pause. Sonne, Meer und Ruhe auf der auto­frei­en Insel waren ein­fach per­fekt für das per­sön­li­che RESET. Auch nachts gab es viel zu sehen. Zum leuch­ten­den Sternenhimmel gesell­ten sich traum­haf­te Sonnenunter- und Sonnenaufgänge und ein ganz beson­de­rer Vollmond.

Die Gruppe lern­te sich schon am Anreisetag bei einem gemein­sa­men Abendessen im SEALORD ken­nen. Das Restaurant und das Essen waren köst­lich und ein super Auftakt für unse­re gemein­sa­me Woche. Die vie­len ent­zü­cken­den Restaurants auf der Insel boten viel kuli­na­ri­sche Abwechslung, z.B. ent­zü­cken­de Café Kluntje, die Teestube, Skippers Inn, das Strandhaus, das „Mittendrin Fisch“, der Watt’n Grill. Die Eisdiele mit haus­ge­mach­tem Eis und Strandkörben zum Schlemmen gehör­ten eben­falls zum belieb­ten Treffpunkt.

Die Woche war kurz­wei­lig und viel zu schnell vor­über. Das Gefühl gut erholt und erfrischt für das Kommende zu sein, nah­men allen in ihrem Gepäck mit. Das ver­trau­te Moin, Moin tön­te noch auf der Fähre nach. Wie zur Erinnerung: RELAX sonn­ten sich Seehunde gemüt­lich auf der Sandbank oder schwam­men mit der Fähre um die Wette. Ein lus­ti­ges Schauspiel und der per­fek­te Ausklang für die­se wun­der­vol­le und erhol­sa­me Yogawoche auf Baltrum.

05 Juli

Ostsee: Hormon-Yoga und Natur pur (März 2022)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Eine Yogawoche an der Ostsee mit Hormon-Yoga klingt schon span­nend und erhol­sam – wenn das Seminar dann auch noch im Gutshaus Parin statt­fin­det, kann fast nichts mehr schief­ge­hen und der Erholungswert ist garantiert.

Eben nur fast! Denn auch hier bescher­te uns das Covid Virus eini­ge unru­hi­ge Momente.

Nach die­sen ers­ten Aufregungen gehör­ten täg­li­che Schnelltests, Masken, Lüften und Hygiene wei­ter zum Tagesablauf. Dafür wuch­sen die Freude und Entspannung buch­stäb­lich von Stunde zu Stunde. Strahlender Sonnenschein und tief­blau­er Himmel taten ihr Übriges.

Nachts fie­len die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt und es blieb auch wäh­rend des Tages oft frisch und win­dig. Jeden Morgen wur­den wir mit einem atem­be­rau­ben­den Sonnenaufgang begrüßt und abends durch einen rie­si­gen Mond ver­zau­bert. Die Feuerschale auf der Terrasse brann­te stun­den­lang, wärm­te uns und führ­te zu anre­gen­den Gesprächen auch mit den TeilnehmerInnen eines ande­ren Seminars. Mancher Mutige wag­te sich auch in den kal­ten Naturteich, nach­dem er/sie sich in der kusche­li­gen Gartensauna im umge­bau­ten Bauwagen auf­ge­heizt hatte.

Als gemisch­te Gruppe prak­ti­zier­ten wir statt der klas­si­schen Hormon-Yoga-Reihe das Vital-Hormon-Yoga für Frauen, Männer und Paare. Eine sehr ange­neh­me Variante von Monika Schostak, einer Schülerin von Dinah Rodrigues, der Begründerin des Hormon-Yogas.

Wir übten vor dem Frühstück die Vital-Hormon-Yoga-Reihe mit Bhastrika, Ujjay und Energielenkungen. Da die Feueratmung sehr ener­ge­ti­sie­rend wirkt, wur­den nach­mit­tags ruhi­ge­re Atem-; Chakren- und Bewegungsmeditationen prak­ti­ziert, mit klei­nen Flows und Highlights aus dem Faszien-Yoga.

Anschließend ging es zum Buffet. Dass Essen glück­lich macht, ist ja bekannt! Aber das Essen im Gutshaus Parin legt noch eine Schippe drauf! Köstlich!
Frühstück – Kaffeezeit mit selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen und das Abendessen!

Außergewöhnlich, exzel­lent, vege­ta­risch, oft vegan, lie­be­voll arran­giert, lecker und alles Bio: ein Festmahl für Leib und Seele. Dass Gesundheit so gut schme­cken kann? Ja, das ver­lei­tet auch dazu oft ein biss­chen mehr zu essen, denn das Auge ist ja mit. Und doch – kein Gramm mehr auf der Waage! – im Gegenteil! Denn Yoga, Radfahren und fri­sche Luft in die­ser wun­der­vol­len Idylle kur­beln den Stoffwechsel so rich­tig an.

Parin selbst besteht neben dem Gutshaus Parin nur aus weni­gen Häusern und liegt sehr ruhig. Gleichzeitig ist Parin der idea­le Ausgangspunkt für viel­fäl­ti­ge Unternehmungen zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto. Lübeck und Wismar, die nahe­ge­le­ge­nen Hansestädte und Weltkulturerbe sind sehr belieb­te Ausflugsziele mit all ihren Sehenswürdigkeiten und Charme.

Auch Schloss Bothmer in Klütz und das bekann­te Ostseebad Boltenhagen sind leicht mit dem Fahrrad zu errei­chen. Im Schloss Bothmer eine Führung zu buchen lohnt sich und gibt span­nen­de Einblicke in eine Zeit, als Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover 1714 als Georg I. den eng­li­schen Thron besteigt und England regiert. Ganz beson­ders gelun­gen ist auch der Schlosspark mit sei­nem alten und sel­te­nen Baumbeständen wie der Pyramideneiche.

Nach so viel Geschichte ist eine Tee- und Kaffeepause im Gutshaus Stellshagen genau das Richtige, um sich mit haus­ei­ge­nen unge­wöhn­li­chen Teemischungen ver­wöh­nen zu las­sen. Wie wäre es mit einem Tässchen: „Sein Lächeln fin­den“ oder „Wundertee“ und dazu frisch geba­cke­ner Kuchen. Allein die Erinnerung berei­tet mir kind­li­che Vorfreude auf den nächs­ten Besuch.

Die gesam­te Gegend hier ist auch als Klützer Winkel bekannt und lässt sich pri­ma mit dem Fahrrad erkun­den. Kilometerweit füh­ren die uri­gen Radwege über aus­ge­dehn­te Wiesen, vor­bei an typi­schen Backsteinhäuser, Bioläden zum Einkehren und einer Idylle, die ein­zig­ar­tig und ruhig zugleich ist.

Die Gastfreundschaft ist beein­dru­ckend. Als wir mit dem Fahrrad nach Wohlenhagen, Niendorf, Warnstorf über Groß Walmstorf nach Thorstorf und Parin unter­wegs waren, mach­ten wir einen kur­zen Halt an einer blau­en Holzbank neben einem fein gear­bei­te­ten Bücherschrank. Noch wäh­rend wir uns die Bücher anschau­ten, kam auch schon der Erbauer die­ses lau­schi­gen Plätzchens um die Ecke und bot uns tür­ki­schen Kaffee an. Das nah­men wir ger­ne an, um uns von dem eisi­gen Wind etwas zu wär­men und noch ein biss­chen Büchergucken zu kön­nen. Auf die Frage nach dem Preis, lach­te der net­te Gastgeber nur und mein­te, er sei so glück­lich und des­halb will er auch ande­re glück­lich machen! Wow, was für ein Erlebnis! Das war so erfri­schend und wärm­te Herz und Magen. Wir nah­men uns vor, den Bücherschrank bei der nächs­ten Ausfahrt mit aus­ge­le­se­nen Büchern zu füt­tern, um auch ande­re glück­lich zu machen.

Zurück mit dem Fahrrad und ab in die Sauna, dann zum Yoga und einem wei­te­ren Highlight des Tages: dem Abendessen.

Wir sind uns alle einig: Dieses Essen macht süch­tig. Und so wün­schen wir uns alle wie­der­zu­kom­men, uns wie­der zu begeg­nen und wie­der eine wun­der­vol­le gemein­sa­me Zeit zusam­men zu ver­brin­gen. Wenn wir uns auch vor der Reise nicht kann­ten, so wuch­sen wir in die­ser Woche rich­tig zusam­men. Wir hat­ten das Gefühl, dass ech­te Freundschaften und Verbindungen ent­stan­den sind, die auch gro­ßen Entfernungen im Alltag stand­hal­ten werden.

Was mich als Yogalehrerin ganz beson­ders freu­te, war die inter­es­sier­te Offenheit der TeilnehmerInnen und die Absicht, eini­ge Übungen zu Hause wei­ter­zu­ma­chen. Mit der 28-tägi­gen Challenge für die Zeit danach, wird es leicht gelin­gen, gute Gewohnheiten im Alltag zu festigen.

Gez. Birgitta Kürtös M.A. Yogalehrerin

24 Jan.

Madeira: Das Loslassen als Schlüssel zum Glück (November 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Buchstäblich reif für die Insel tra­fen wir am 9. November im Estalagem auf Madeira ein und reis­ten nach einer Woche auf­ge­tankt und auf­ge­la­den wie­der ab. Eine herr­li­che, kurz­wei­li­ge Woche, die ange­füllt war mit beson­de­ren Erlebnissen und vie­len neu­en Impulsen. So fühl­ten wir uns gut gerüs­tet, um die­se erhol­sa­me Zeit so gut wie mög­lich in den Alltag und den bevor­ste­hen­den Winter nach­hau­se mit­zu­neh­men und vie­le der Übungen zu integrieren.

Das Estalagem ist eine klei­ne Hotelanlage, die auf der Südseite, oben auf einem Felsvorsprung am son­nigs­ten Zipfel der Insel liegt, am Ponta do Sol. Wir wur­den nicht nur mit der spek­ta­ku­lä­ren Aussicht auf das Meer belohnt, son­dern täg­lich mit vie­len Sonnenstunden ver­wöhnt. Rund um das Hotel lie­gen Gärten und Terrassen, die den unver­stell­ten Blick ins offe­ne Meer hin­aus bie­ten und uns mit unver­gess­li­chen Sonnenauf- und Sonnenuntergängen beschenkt haben. Obwohl gegen Nachmittag vom Landesinnern oft Regenwolken her­an­zo­gen, blieb das Hotel Estalagem auf dem Ponta do Sol tro­cken, warm und son­nig. Allein der Anblick der dahin­zie­hen­den Wolken wirk­te schon kon­tem­pla­tiv und übte eine ganz beson­de­re Kraft und Anziehung aus, die wir wäh­rend der Morgen- und Abendmeditationen in uns wir­ken ließen.

Den Tag star­te­ten wir gemein­sam mit einer klei­nen Bewegungsmeditation beglei­tet von wun­der­schö­nen Mantren im Yogaraum. Danach wech­sel­ten wir in den Garten neben dem Pool. Herrliche Farbnuancen der auf­ge­hen­den Sonne ergos­sen sich über das Meer und tauch­ten uns wäh­rend der Yogastunde in ein ganz beson­de­res Licht. Mit der Stehmeditation „Energietanken“ zogen wir die Kraft der auf­ge­hen­den Sonne in jede ein­zel­ne Zelle und waren so gestärkt für den Tag.
Jeden Nachmittag tra­fen wir uns zuerst im Yogaraum und wech­sel­ten dann in den Garten, mit Yogamatte und Tennisbällen unterm Arm. Die Bälle ver­stärk­ten bestimm­te Trigger Punkte wäh­rend aus­ge­wähl­ter Asanas und ent­spann­ten Bindegewebe und Muskulatur rund um die wich­tigs­ten Gelenksysteme. Eingeschlossene Energien und Verspannungen lös­ten sich so tie­fer­ge­hend und führ­ten inner­halb nur einer Woche zu deut­lich mehr Beweglichkeit und Leichtigkeit im gan­zen Körper.

Ausgewählte Meditationen und geziel­te Atemübungen unter­stütz­ten das Erkennen, Überwinden und Loslassen alter Begrenzungen, um wie­der mehr Raum und Weite in sich selbst zu erfah­ren. Neue Gedankenimpulse und ver­än­der­te Blickwinkel wäh­rend klei­ner theo­re­ti­scher Exkursionen in die Welt des Mentaltrainings sorg­ten für Überraschungen und Erkenntnisse.
Diese Woche bot neben den Yoga-Zeiten noch so viel mehr. Gerade durch die hohen Anforderungen zu Hause war das Bedürfnis groß, den eige­nen Interessen nach­zu­spü­ren und sie auch aus­zu­le­ben. Beliebt waren Schwimmen im Pool und dann in den herr­li­chen Gärten ein­fach abzu­hän­gen. Auch die Strände von Ponto do Sol und Calheta waren beliebt für Sonnenbaden und Strandspaziergänge mit frei­em Blick aufs wei­te Meer und einem Café in der Nähe – und das mit­ten im November!!!
Wow – das fühl­te sich so rich­tig nach Urlaub und Erholung an.

So waren nach kur­zer Zeit die Akkus wie­der gefüllt und die Gruppe hat­te Lust Madeiras berühm­te Levadas ken­nen­zu­ler­nen. Der Shuttlebus des Hotels brach­te uns zum nahe­ge­le­ge­nen Einstieg der Levada Nova bei Moinho. Was sich uns bot, war eine unver­gess­li­che Wanderung ent­lang der künst­li­chen Wasserläufe ober­halb von Ponto do Sol. Diese Wanderung ist nicht „ohne“ und setzt neben fes­ten Schuhen auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus.
Belohnt durch spek­ta­ku­lä­re Ausblicke auf die male­risch geschwun­ge­nen Bergketten Madeiras, viel Grün und dem stän­di­gen Plätschern aus den Wasserläufen und Wasserfällen der Levada, lohnt sich die­se Wanderung auch ein zwei­tes Mal zu gehen. Natürlich gibt es in unmit­tel­ba­rer Umgebung wei­te­re Wanderungen, die mit dem hotel­ei­ge­nen Shuttlebus erreich­bar sind, wie der Levada 25 Fontes, der Levada Cabo do Girao oder der Fußweg Pico Grande.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall der Besuch der nahe­ge­le­ge­nen Stadt Funchal. Wieder brach­te und hol­te uns der Shuttlebus des Hotels zum Treffpunkt, dies­mal direkt vor dem Museum des wohl berühm­tes­ten Einwohner Funchals: Cristiano Ronaldo. Der Besuch des Museums ist ein Muss für alle Fußballfans. Außerdem lohnt sich der Weg ent­lang der schö­nen Uferpromenade direkt zur Altstadt und der Besuch der Kathedrale. In der Altstadt selbst rei­hen sich Café an Café, mit Restaurants, Markthalle und natür­lich auch Geschäften für die Mitbringsel. Die Fahrt mit der Kabinenseilbahn hoch nach Monte mit Blick über die Altstadt und den Hafen ist bemer­kens­wert. Und so gibt es noch so viel mehr zu sehen und zu erleben.

Doch gemäß unse­rem Wochenmotto, „dass Loslassen der Schlüssel zum Glück ist“, stand das Bedürfnis nach Genießen, Entschleunigen und Sonnenbaden im Vordergrund. Mit dem Wissen vie­ler kal­ter Winterabenden zu Hause, haben wir die Yogastunden im Freien und die Sonnenliegen noch mehr genos­sen. Aufgetankt und vol­ler fri­scher Energie füh­len wir uns bereit für das Kommende.
Diese ganz beson­de­re Woche wol­len alle wie­der erle­ben und freu­en sich auf den nächs­ten Besuch, ger­ne wie­der im Hotel Estalagem in Ponta do Sol in Madeira. Denn neben all die­sen wun­der­ba­ren Eindrücken dür­fen wir auf kei­nen Fall die her­vor­ra­gen­de Küche des Hauses ver­ges­sen zu erwäh­nen. Das Essen war so erle­sen und beson­ders, dass wir jeden Tag aufs Neue von den Kreationen aus der Küche schwärm­ten. Ganz sicher war das nicht unser letz­ter Besuch dort.

Danke an das gan­ze Team des Hauses. Wir kom­men wie­der!! Versprochen!!

12 Okt.

Entschleunigende Yogawoche auf Baltrum (August 2021)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Die Nordseeinsel Baltrum und das Naturhotel Baltrum hat uns mit ihrem Charme, ihrer Ruhe und ihrer Einzigartigkeit regel­recht ver­zau­bert, tie­fen­ent­spannt und dank­bar sein las­sen für all das Schöne und Gute in unse­rem Leben, mit all sei­nen Höhen und Tiefen.

Nach einer teils lan­gen Anreise aus Süddeutschland und der Schweiz begrüß­te uns die Sonne Niedersachsens, als wol­le sie uns sagen, es ist gut hier zu sein und es wird eine rich­tig gute Woche. Das brauch­ten auch alle. Die meis­ten kamen aus einem ver­reg­ne­ten Sommer und viel Stress, aber hier strahl­te die Sonne . Am Hafen in Neßmersiel brach­te uns die Fähre vor­bei an sich son­nen­den Robben auf die Nordseeinsel Baltrum, die uns weg von unse­rem Alltag brin­gen soll­te und zurück in unse­re eige­ne Kraft. Müde von der teils sehr lan­gen Anreise und vol­ler Vorfreude und Erwartung traf sich die Gruppe dann am ers­ten Abend im Yogaraum zum Kennenlernen, wo wir am nächs­ten Morgen unse­re Yogareise begin­nen würden.

Der Charme der Insel ent­steht durch den Wind der um die Nase weht und den Kopf frei macht, die hüb­schen Klinkersteinhäuser, alle­samt unter­schied­lich und lie­be­voll her­ge­rich­tet, nur mit Hausnummer ver­se­hen. Die Abwesenheit von Straßennamen war eine klei­ne Herausforderung für den Orientierungssinn. Aber bereits nach kur­zer Zeit fan­den wir uns zurecht und lieb­ten die unter­schied­li­chen Wege, die zu den Dünen, dem Strand oder zur Dorfmitte führ­ten. Nichts war weit ent­fernt, alles zu Fuß erreich­bar. Keine Autos, kein Verkehr, nur Naturgeräusche und ab und an das Klingeln einer Fahrradschelle waren zu hören. Die Bewohner sind freund­lich und hilfs­be­reit, die Gäste ent­spannt und zufrieden.

yoga urlaub rei­sen deutsch­land balt­rum natur­ho­tel düne strand Baltrum ist auch ein Paradies für Familien. Wir sahen vie­le Familien mit ihren Kindern und

bepack­ten Bollerwagen. Am Strand wur­den selig Sandburg um Sandburg gebaut, umweht von einer sanf­ten Brise, unter­malt vom Rufen der Möwen, die völ­lig frei von Scheu am Strand ent­lang­spa­zier­ten und dem bun­ten Treiben zusa­hen. Das Bild der vie­len bun­ten Strandkörbe, auf­stei­gen­den Drachen, muschel­sam­meln­den Spaziergänger, mutig Badenden, glück­lich in ihr Spiel ver­sun­ke­nen Kindern am wei­ßen fei­nen Sandstrand bleibt unvergesslich.

Dieses Gefühl von Frieden und Ruhe war über­wäl­ti­gend – kein Geschrei – kein lau­tes Wort – kein Auto- und Verkehrslärm – nur Wind, Wasser, Vögel und viel erfri­schen­de Stille und gute Laune. Abends bot sich ein unver­gess­li­cher Sonnenuntergang, gemüt­lich hin­ein geku­schelt in den Strandkorb. Wer lan­ge genug blieb wur­de mit einem unver­gleich­li­chen Sternenhimmel und ab und zu auch mit einer Sternschnuppe belohnt.

Unser Tagesprogramm war eben­so bunt wie die­se herr­li­chen, gemüt­li­chen Strandkörbe, die in einer ange­neh­men Unordnung wie hin­ge­pur­zelt am Strand stan­den und zum Verweilen einluden.

Morgens tra­fen wir uns zum Tagesauftakt im Yogaraum und wech­sel­ten für die Atemübungen und Energieflows im Stehen auch in den herr­li­chen Garten. In der Morgenfrische war es leicht sich zu bewe­gen und danach ange­nehm sich in den Asanas wie­der im Yogaraum zu deh­nen und zu kräf­ti­gen. Nach zwei Stunden Yoga waren wir alle hung­rig und bereit für das umfang­rei­che, abwechs­lungs­rei­che Frühstück, um uns für den Tag zu stärken.

Jeder für sich oder in klei­nen Gruppen lie­ßen wir uns auf den Wegen rund um die Insel treiben.

Auch die kuli­na­ri­sche Seite Baltrums ist erwäh­nens­wert und hat eine Menge zu bie­ten. Täglich fri­schen Fisch, Muscheln, Krabben, heiß oder kalt, auf Brötchen belegt oder mit Bratkartoffeln ser­viert, jede Mahlzeit schmeckt vor­züg­lich. Die Eisdiele mit Eis aus eige­ner Herstellung und sei­nen unge­wöhn­li­chen Kreationen war genau­so unwi­der­steh­lich wie die eigen­wil­li­gen, super­le­cke­ren Kuchenkreationen im Café Kluntjes. Da wir uns jeden Nachmittag zu zwei wei­te­ren Yogastunden tra­fen, um uns und unse­ren Körper zu spü­ren und zu for­men, war das kein Problem.

Das Nachmittagsprogramm war abwechs­lungs­reich und bot kur­ze Ausführungen in die Zusammenhänge der Elemente von Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Auch die Kraft der Gedanken und deren Bedeutung für uns und unse­re Gesundheit und Seelenfrieden war ein Thema. Dieses Wissen half der gan­zen Gruppe auch nach der Bekanntgabe des Bahnstreiks ruhig und lösungs­ori­en­tiert zu blei­ben, nach dem Motto, was wir ändern kön­nen, ändern wir, was wir nicht ändern kön­nen, neh­men wir hin und machen das Beste draus. Das half!

Wann immer es mög­lich war, übten wir im Freien, umspielt von Wind, Sonne und der unver­gleich­li­chen fri­schen Nordseeluft. So gehör­ten die Gehmeditation durch die Dünen zu einem klei­nen, ver­wun­sche­nen Birkenwäldchen, das Üben am fast men­schen­lee­ren Oststrand bei Sonne, Wind und dem Gefühl von Weite und Freiheit und die Kutschfahrt quer durch die Insel zum Restaurant Witthus zu den Highlights. Mit der Kutschfahrt über­rasch­te eine Teilnehmerin die Gruppe und das lus­ti­ges Spektakel und das herr­li­che Essen danach, blei­ben in bes­ter Erinnerung.

Natürlich war auch die Wattwanderung ein tol­les Erlebnis und ein Must Do. Unsere Wattführerin schaff­te es uns in nur kur­zer Zeit total zu begeis­tern und uns für die Wunder der Natur zu öff­nen. Da wären der Wattwurm, des­sen Kotknäul den sau­bers­ten und feins­ten Sand hin­ter­lässt und des­sen nach­wach­sen­der Hintern für Wattvögel ein Leckerbissen ist. Oder die klei­nen männ­li­chen Krebse, die mit zwei Penissen bestückt sind, in wei­ser Voraussicht, soll­te einer abhandenkommen.

Wie sehr die Yogagruppe in nur sie­ben Tagen zusam­men­ge­wach­sen war, zeig­te sich beim Abschlussgespräch. Grenzen waren in die­sen Tagen abge­baut wor­den – inne­re und äuße­re. So waren alle in der Abschlussrunde zutiefst bewegt. Den Grad der Entschleunigung, die inner­halb die­ser nur sie­ben Tage Inselleben in Verbindung mit Yoga und Meditation spür­bar war, beschrie­ben eini­ge mit ihrem Gefühl, bereits seit Wochen auf Baltrum zu sein. Besser lässt sich der Erholungswert kaum beschreiben!

Das Beste war, dabei gewe­sen zu sein. Noch bes­ser ist die Aussicht, so bald wie mög­lich wie­der­zu­kom­men. Denn die Insel Baltrum hat defi­ni­tiv eini­ge Fans mehr.

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