Ein wahrgewordener Traum: Ayurvie Weligama Resort auf Sri Lanka (Reisebericht)

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Reise, Yoga / / 0 Kommentare
Ein wahrgewordener Traum: Ayurvie Weligama Resort auf Sri Lanka (Reisebericht)

Fazit: Vollkommene Entspannung, Abschalten, Loslassen, inne­re Ruhe auf hohem Niveau durch ein har­mo­ni­sches Miteinander von Mensch, Umfeld und Ayurveda-Behandlungen, die sich ganz den indi­vi­du­el­len Bedürfnissen des Gastes anpas­sen.

Das Ayurvie ist ein wun­der­schö­nes, gro­ßes, hel­les Haus, in dem sich Modernes und Traditionelles auf har­mo­ni­sche Weise ver­bin­den und in ihrer Wirkung ver­stär­ken. Im gesam­ten Haus bil­den hel­les Holz, Glas und ande­re Baumaterialien eine stim­mi­ge SymphonieLichtdurchflutete, hohe Räume, moder­nes, hel­les Design in Rezeption, Restaurant, Gesundheitsbar, Yoga Raum, Behandlungs- und Gästezimmern, schaf­fen eine wun­der­ba­re Atmosphäre, in der es leicht gelingt, sich fal­len zu las­sen.

Die Harmonie des Hauses schließt auch das gesam­te Ayurvie Team mit ein, des­sen Ziel es ist, alles Erdenkliche zu tun, um dem Gast eine ange­neh­me Zeit und eine erfolg­rei­che Ayurveda-Kur zu schen­ken. Das mor­gend­li­che Versammeln aller Mitarbeitenden zum gemein­sa­men Gebet und das Erbitten von Buddhas Segen für den Tag und jeden ein­zel­nen, sorgt für eine hei­te­re, freund­li­che Stimmung im gan­zen Haus. Es ist offen­sicht­lich, dass sich nicht nur die Gäste hier wohl­füh­len, son­dern auch alle Mitarbeitenden, die sich in gelun­ge­ner Kommunikation unter­ein­an­der für das Wohlergehen ihrer Gäste ein­set­zen und so deren Aufenthalt zu einer ein­ma­li­gen Erfahrung machen.

Wenn das Ayurvie mit sei­nem Team die­se Philosophie „der Gast“ zuerst bei­be­hält – in die­ser lie­be­voll umsor­gen­den Weise, in die­sem Wohlfühl-Ambiente – dann ist hier etwas ganz Besonderes gelun­gen und wird vie­le Menschen anzie­hen, die immer wie­der in das „traum­haf­te Feeling“ des Ayurvie ein­tau­chen wol­len. Ich habe auf jeden Fall schon die nächs­te Ayurveda-Kur im Ayurvie gebucht.

 

Die Reise zum Ayurvie:

Der ers­te Eindruck ist schon erstaun­lich. Nach einer lan­gen Anreise mit Umsteigen in Doha und Ankunft in Colombo mor­gens um 02:45 Uhr, wer­de ich von einem freund­li­chen und gut gelaun­ten Chauffeur mit mei­nem Namensschild am Ausgang der Flughafenhalle bereits erwar­tet. Hier ler­ne ich auch gleich Iris und Andreas ken­nen, die im glei­chen Flieger wie ich waren und eben­falls unter­wegs zum Ayurvie Weligama Resort sind. Müde aber vol­ler Vorfreude stei­gen wir in das beque­me haus­ei­ge­ne Gefährt und sind für die ange­bo­te­ne Flasche Wasser sehr dank­bar.

Drei Stunden Fahrt erwar­ten uns, bis wir im Ayurvie ankom­men. Die Begrüßung ist ein herz­li­ches Willkommen und rüh­rend. Mittlerweile ist es mor­gens 06:30 Uhr und das Ayurvie Team steht da und begrüßt uns vol­ler Freude und Herzlichkeit. Mit Handschlag und dem lan­des­ty­pi­schen Gruß „Ayubowan“, das so viel bedeu­tet wie: „Ich wün­sche Dir ein lan­ges, gesun­des Leben“. Dann wer­den wir in den klei­nen Nebenreich der Ankunftshalle geführt, in dem auch das täg­li­che Gebets- und Segensritual statt­fin­det und eine wun­der­schö­ne Buddha Statue thront. In einem fei­er­li­chen Ritual und dem Entzünden einer Kerze wird für unse­re Gesundheit und einen guten Aufenthalt gebe­tet. Wir füh­len uns sofort wohl und will­kom­men. Aus dem Staunen kom­men wir gar nicht raus. Ein herr­li­ches Frühstück erwar­tet uns in dem Restaurant mit Blick auf den gro­ßen Pool und das Meer, auf Palmen und den benach­bar­ten Hang mit Häusern im medi­ter­ra­nen Baustil.

Die Sonne hat sich mitt­ler­wei­le durch die Regenwolken gekämpft und lacht uns an. Wir sind glück­lich und gespannt auf unse­re Zimmer.

Die Zimmer sind atem­be­rau­bend schön!
In den Zimmern ver­bin­det sich – wie im gan­zen Haus – Modernes mit Altem und schafft eine bezau­bern­de, strah­len­de Atmosphäre. Bad und WC sind getrennt, alles ist hell gefliest mit Graniteinlagen, auf­ge­leg­tem Waschbecken und viel leich­tem Holz und sanf­ten Farbtönen. Das Fenster der gro­ßen, licht­durch­flu­te­ten Dusche ist beweg­lich und gibt den Blick frei auf Meer, Pool und Palmen – ein­fach nur Urlaubsfeeling.

In die­sem Zimmer ver­bringt man ger­ne eine Weile, ein herr­li­cher Rückzugsort, leuch­tend und freund­lich – anders als in vie­len ande­ren Resorts, die mit tra­di­tio­nel­lem, dunk­lem Teakholz aus­ge­stat­tet sind, wel­ches das weni­ge Licht des Zimmers noch ver­schluckt.

Zu jedem Zimmer gehört ein Balkon mit gemüt­li­cher Liege und wie­der mit frei­em Blick auf Pool, Meer und Palmen. Sowohl Balkon als auch die gan­ze Wand zum Balkon sind aus Glas, um die­sen unein­ge­schränk­ten Blick zu erhal­ten, selbst vom Bett aus. Kann man sich das vor­stel­len? Auf dem Bett lie­gend, tags­über Palmen und Wellen und nachts ein Lichtermeer von Sternen in kla­ren Nächten.

Einfach traum­haft.

Aus dem Staunen sol­len wir die nächs­ten Tage alle nicht mehr raus­kom­men. Die Arztkonsultation dau­ert fast 45 Minuten und neben dem Fragebogen, den wir von Deutschland aus bereits geschickt hat­ten, fragt der ayur­ve­di­sche Arzt Dr. Herath noch genau­er z.B. nach unse­ren Essgewohnheiten, unse­rem Schlafrhythmus, wel­che Beschwerden wir haben, ob wir Kaffee oder Alkohol trin­ken und vie­les mehr.
Neben der typisch ayur­ve­di­schen Pulsdiagnose, schaut er auch Haare, Augen, Zunge an und tas­tet dann die Organe ab, damit er ein umfas­sen­des Bild über unse­ren gesund­heit­li­chen Ist-Zustand erhält. Nach die­ser inten­si­ven Eingangskonsultation erstellt er einen Behandlungs- und Medikationsplan.

So inten­siv habe ich das noch nie erlebt. 
Auch der Therapieplan und die Medikation unter­schei­den sich von mir Bekannten.

Die Medizin wird mor­gens und abends in der „Bar“ aus­ge­ge­ben. Täglich neu und genau ein­ge­stellt. Abends gibt es den Therapieplan für den fol­gen­den Tag. Jeden 2., spä­tes­tens 3. Tag folgt eine wei­te­re ärzt­li­che Konsultation. So ori­en­tiert sich die Ayurveda-Kur nach der indi­vi­du­el­len Befindlichkeit und nicht nach irgend­wel­chen Regeln. Da füh­len wir uns super gut auf­ge­ho­ben.
Der Schwerpunkt in der ers­ten Woche liegt kom­plett auf den ayur­ve­di­schen Anwendungen. Manchmal haben wir drei Termine an einem Tag mit unter­schied­li­chen Behandlungen und immer Ruhezeit dazwi­schen. So ver­geht der Tag sehr schnell und wir alle kom­men zur Ruhe und begin­nen nach weni­gen Tagen schon neue Kraft und Energie zu spü­ren.

Die Behandlungen selbst sind ein Gedicht. Jeder hat sei­nen eige­nen Therapeuten oder Therapeutin, die uns wäh­rend unse­res Aufenthaltes hier beglei­ten und betreu­en. Der Therapiebereich selbst ist eben­falls wun­der­schön und in Form und Farbe dem Haus ange­passt. Entlang des Ganges und in den Behandlungszimmern ste­hen Tonschalen mit bun­ten Blüten des Landes deko­riert.
Die Behandlungsräume selbst sind sehr hell, hoch und mit weis­sen Holzornamenten aus­ge­stat­tet, die z.B. als Fenster die­nen. Dadurch weht immer eine sanf­te und ange­neh­me Brise. Während der gesam­ten para­die­si­schen Behandlung bin ich ein­ge­lullt vom Gesang der Wellen und ent­span­nen­der Hintergrundmusik. Die Behandlungen wer­den ent­spre­chend der Anwendungen zwei- oder als Synchronmassage vier­hän­dig aus­ge­führt und immer kom­pe­tent und ein­fühl­sam zugleich. Was mir beson­ders gefällt, ist die Wahrung der Privatsphäre gera­de zu Behandlungsbeginn. Ein Einwegslip liegt bereit, ich wer­de lie­be­voll in Handtücher gewi­ckelt und bin wäh­rend der gesam­ten Anwendung immer zuge­deckt. Es fühlt sich tat­säch­lich so woh­lig an, dass ich die ers­ten Male grund­sätz­lich in einen himm­li­schen Dämmerschlaf ver­fal­le. So gut!

Ganz und gar phan­tas­tisch ist, dass Fuß-, Nacken- und Gesichtsmassagen im Freien statt­fin­den. Am Ende des Therapiebereichs ste­hen Liegen und Stühle bereit, die so bequem und ein­la­dend sind, dass es ein­fach nur schön ist, dort zu sein. Dazu noch von kom­pe­ten­ten sen­si­ti­ven Händen ver­wöhnt zu wer­den, einen Blick auf Meer und Palmen mit einer sanf­ten Brise auf der Haut zu haben, ist kaum zu top­pen. Am Ende jeder Behandlung dür­fen wir immer in die­sem Bereich nach­ru­hen und bekom­men einen Kräutertee ser­viert.

Das Essen ist ein­fach unglaub­lich schmack­haft, leicht und bekömm­lich und exo­tisch gewürzt. Während es in ande­ren Resorts Büffets gibt, die immer wie­der dazu ver­füh­ren zu viel von allem oder auch von den „ande­ren“ Doshas zu naschen, gibt es hier die ein­fa­che Philosophie, das Essen indi­vi­du­ell und per­sön­lich wie in einem ****Sterne Restaurant am Tisch zu ser­vie­ren.
Die Tische sind für jeden Einzelnen lie­be­voll gerich­tet und wir ler­nen, statt uns von Smartphone und Gesprächen ablen­ken zu las­sen, uns ganz dem Genuss des Essens zu wid­men, das uns freund­lich und mit Hingabe jedes ein­zel­ne Gericht erläu­ternd ser­viert wird. Es gibt jeweils drei Gänge, meist Suppe oder Salat als Vorspeise, dann das Hauptgericht, das aus Reis und 4 – 5 ver­schie­de­nen Currys besteht und als Dessert noch lecke­res, exo­ti­sches Obst. Statt Wein und Kaffee gibt es Wasser und Kräutertee.
Zwischen den ein­zel­nen Gängen ver­geht Zeit, so dass ich dem Essen nach­spü­ren kann. So gut und lecker!! Und so gesund!! Fabelhaft!

Der Direktor des Ayurvie, Herr Asoka (rechts im Bild), hat vor Jahren ein Kochbuch geschrie­ben und uns wäh­rend einer der sonn­täg­li­chen Kochshows eines sei­ner Rezepte gekocht: Teufelskartoffeln. Keine Frage, alle wol­len das Kochbuch mit den bes­ten Rezepten Sri Lankas haben, mit einer per­sön­li­chen Widmung des Autors selbst­ver­ständ­lich. Was für eine Vorstellung, dass der Direktor die­ses wun­der­ba­ren Resorts uns Leckeres aus der Pfanne zau­bert und ganz neben­bei noch ein paar Insider Geheimnisse der sin­gha­le­si­schen Küche ver­rät. Das ers­te exo­ti­sche Mitbringsel wan­dert so schon in den Koffer.

Auch Yoga und Meditation sind Teil der Ayurveda-Kur und ste­hen täg­lich auf dem Programm. Jeden Morgen und Abend gibt Madhura, unser sin­gha­le­si­scher Yogalehrer, Yoga- und Meditationsunterricht. Seine lang­jäh­ri­ge Zusammenarbeit mit Ärzten einer­seits und sei­ne sie­ben­jäh­ri­ge Ausbildung bei einem sin­gha­le­si­schen Mönch spie­geln sich in sei­nem Unterricht jede Stunde wider. Für ihn ist der spi­ri­tu­el­le und medi­zi­ni­sche Aspekt, den Meditation und Yoga auf die Gesundheit haben, wich­ti­ger als die kör­per­li­che Ausrichtung, wie wir sie oft bei uns im Westen fin­den.

So star­ten wir den Morgen mit einer Fröhlichkeitsmeditation in der wir jeden Einzelnen, die Gruppe, unse­re Familie und Feinde mit ein­be­zie­hen. So aus­ge­gli­chen und in Frieden mit sich selbst kann der Tag ein­fach nur gut sein.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, mit sei­ner fei­nen und sen­si­blen Art und Erklärungen zu dem, was wir tun und war­um wir es tun, erreicht Madhura jeden Einzelnen von uns und wir las­sen uns sehr ger­ne auf die­se sanf­te und stil­le Form des Yoga und der Meditation ein.

Der Yoga Raum selbst ist eben­falls licht­durch­flu­tet und oben im 3. Stock mit einer gro­ßen Glasfront, die den Blick wie­der frei gibt auf Meer, Wellen und Palmen. Der Raum ist gut belüf­tet und schafft mit sei­ner dezen­ten und stil­vol­len Dekoration an Bildern, Farben, Yogastatuen und bun­ten Sitzelementen eine medi­ta­ti­ve Atmosphäre. Diese ist unmit­tel­bar nach dem Betreten des Raumes spür­bar. Zugegeben, die bun­ten Yogamatten dürf­ten etwas dicker sein, um sich noch mehr in den hel­len, mar­mo­r­ähn­li­chen Boden sin­ken zu las­sen.

Es ist sehr schön, dass die­ser Raum neben Yoga und Meditation auch für Ayurvedavorträge genutzt wird, die ein­mal in der Woche statt­fin­den und Raum geben, alle Fragen der Gäste zu beant­wor­ten.

Die Harmonie des Hauses spie­gelt sich auch im Außenbereich wider. Die Terrassenanlage mit dem Holzdeck und dem inte­grier­ten, groß­zü­gi­gen Infinity-Swimmingpool, der sich als ein gro­ßes Dreieck per­fekt ein­fügt, erfüllt auch die Ansprüche geüb­ter Schwimmer, die ger­ne mehr als einen Schwimmzug machen möch­ten. Der freie Blick zum Meer und den Palmen auf der einen Seite und der har­mo­ni­schen Frontseite des Hauses mit den beglas­ten Balkonen auf der ande­ren ist gelun­gen.

Ja, abschlie­ßend – nach all den Lobesworten – noch ein Gedanke, wie das Ayurvie Team mit Fragen und Wünschen der Gäste umgeht. Vorbildlich, kann ich nur sagen. Ruck zuck sind Fragen geklärt und die Wünsche erfüllt. Irgendwie fin­det sich immer eine Lösung zur Zufriedenheit aller.
Ich habe davor gele­sen, dass die Singhalesen sehr freund­li­che Menschen sind. Das kann ich jetzt nur bestä­ti­gen. Es macht ein­fach Freude, von die­sen Menschen umge­ben zu sein und so gut ver­sorgt zu wer­den. Mit einer Leichtigkeit geben sie mir das Gefühl, dass es für sie nichts Besseres gibt als mich glück­lich zu machen.
So erwi­de­re ich von gan­zem Herzen den from­men Wunsch:

Ich wün­sche Ihnen einen schö­nen Tag und ein lan­ges, gesun­des Leben“.