Autor: Birgitta Kürtös

23 Okt

Yoga-Urlaub mit Kindern im SEINZ Bio-Seminarhaus (August 2020)

Birgitta Kürtös / Meditation, Yoga / / 0 Kommentare

Yogaurlaub mit Kindern im fami­li­en­geführ­ten SEINZ Bio-Seminarhaus ist grund­sätz­lich kurz­wei­lig, dar­über hin­aus auch span­nend, erhol­sam, lus­tig und bie­tet vie­le Möglichkeiten zum Abschalten.

Hier dür­fen Kinder auch Kinder sein. Laut, offen, neu­gie­rig, vol­ler Bewegungslust und Spieldrang. Es ist herr­lich, die Kinder beim Entdecken, Spielen und Freundschaften schlie­ßen zu beob­ach­ten. Das ent­spannt die Eltern – vor allem wäh­rend der Essenszeiten.

Eine Mutter erzähl­te mir, dass sie zuvor eine Woche in einem ande­ren Hotel Familienurlaub gebucht hat­ten. Bereits nach weni­gen Tagen fühl­te sie sich durch stän­di­ges Ermahnen ihrer bei­den Kleinen zum Stillsitzen oder Stillsein sehr gestresst, beim Versuch den Erwartungshaltungen der ande­ren Gäste gerecht zu wer­den. Glücklicherweise ent­deck­te ihr Mann das SEINZ und buch­te gleich im Anschluss eine Woche Yoga-Urlaub mit den Kindern.

Und dies­mal war alles anders! Gleich zu Beginn begrüß­te sie Christian Kramer mit der Empfehlung, sich zu ent­span­nen und die Kinder ein­fach Kinder sein las­sen. Er lei­tet zusam­men mit sei­ner Frau Doris und ihren Kindern die­ses Gemeinwohlprojekt seit 2016 mit viel Erfahrung, Wärme und Verständnis für Familien, Paare und Singlereisende. Die Wirkung ist sehr befrei­end und schafft ein Wohlfühlambiente unter den Gästen, die dann auch ganz locker und ent­spannt ins Gespräch mit­ein­an­der kom­men.

Das kurz­fris­tig initi­ier­te und gemein­schaft­li­che Sommerprojekt von NEUE WEGE, vamos Eltern-Kind-Reisen und dem SEINZ ist abso­lut gelun­gen. Die Bedingungen sind ide­al: wun­der­schö­ne Räumlichkeiten, groß­zü­gi­ge Spielbereiche- innen und außen, gemüt­li­che Sitzecken, lie­be­voll reno­vier­te Zimmer, über­all war­me Erdtöne, ener­ge­ti­sier­tes Trinkwasser im gan­zen Haus, hoch­wer­ti­ge vega­ne und vege­ta­ri­sche Kost, gro­ße Seminarsäle, ein herr­li­cher Yogaraum, groß­zü­gi­ge Außenanlagen mit klei­nem Erfrischungsteich, Liegewiese auf dem 12 Hektar gro­ßen Gelände, Streichelzoo, Gartentrampolin, Baumhaus, um ein paar Aspekte zu benen­nen. Darüber hin­aus ist das SEINZ auch Ausgangspunkt für die viel­fäl­tigs­ten Unternehmungen zu Fuß oder mit dem Rad.

Die Vision der Familie Kramer ist es, eine Atmosphäre zu schaf­fen, in der sich alle wohl­füh­len, Menschen, Tiere und das im Einklang mit der Natur. Der Natur etwas zurück­ge­ben, benennt es Christian Kramer und einen Ort der Weisheit zu schaf­fen, mit Herz und Verstand und mit allen Sinnen. Dankbarkeit, Gelassenheit, maß­vol­le und natür­li­che Lebensweise ste­hen im Vordergrund, statt Konsum und dem Streben nach immer mehr und immer höher. So ist die­ses Projekt wei­ter am Wachsen und Gedeihen, wie die gan­ze Natur drum her­um.

Dieses Konzept hat nicht nur mich, son­dern vor allem die Eltern und ihre Kinder über­zeugt. Viel Frei- und Spielraum für die Kleinen mit einer Auszeit für die Großen. Morgens wur­den die Kinder bereits von ihrer Kinderbetreuerin erwar­tet. Dann ging es erst mal los, um Kaninchen, Hühner und Pferde zu füt­tern. In Streichelnähe und auf Augenhöhe hat­ten die Kinder jeden Morgen und Abend ihren Spaß im SEINZ. Wenn alle Tiere satt, ver­sorgt und genug gestrei­chelt waren, ging es je nach Wetter aufs gro­ße Gartentrampolin, zu den Schaukeln, dem Baumhaus oder kreuz und quer mit Dreirad, Fahrrad oder Roller übers Gelände. Laut und frei war das Kinderlachen zu hören und die Eltern genos­sen die Zeit und das Yoga ganz für sich.

Die Yoga-Einheiten boten abwechs­lungs­rei­che Übungen zum Erlernen von Achtsamkeit im Körper, im Denken und im Fühlen. Wirkungsvolle Atemübungen für den Alltag, ein­fa­che Flows zur Verbesserung von Balance, Beweglichkeit und Kraft mach­ten jede Yoga-Stunde zu einer Reise zu sich selbst und dem eige­nen Körper.

In fast jeder Yoga-Stunde gab es neue Aha-Erlebnisse oder per­sön­li­che Highlights: z.B. das erst­ma­li­ge Erspüren der Sitzbeinhöcker; die Fähigkeit im unbe­que­men Sitz mit den Fersen am Boden zu blei­ben; mit den Fingerspitzen in der Vorbeuge end­lich den Boden zu berüh­ren und ein mehr an Beweglichkeit und Dehnfähigkeit von mehr als 10 cm gegen­über zum Beginn der Yoga-Woche.

Viele Techniken und Tipps gab es über die Yoga-Woche hin­aus mit auf den Weg, um den Alltag der Teilnehmer nicht nur zu ver­bes­sern, son­dern auch nach­hal­tig zu bereichern.Die Feedbacks der Teilnehmer sind über­wäl­ti­gend und moti­vie­rend auch im nächs­ten Jahr wie­der Familienwochen im SEINZ zu buchen, berei­chert mit Birgittas Yoga-Kursen.

Unabhängig vom SEINZ selbst, bie­tet auch die Umgebung viel Raum und Möglichkeiten für Abenteuer und wei­te­re Entdeckungen: Die Fahrt mit der haus­na­hen Hörnlebahn auf fast 1500 m Höhe, Start für herr­lich leich­te Wanderwege und Hütten zum Einkehren, Genießen und spä­ter gemüt­lich mit der Bahn oder zu Fuß wie­der abzusteigen.Fährräder oder E-Bikes, mit und ohne Anhänger kön­nen im SEINZ bequem aus­ge­lie­hen wer­den. Von hier star­ten tol­le Rad- und Wanderwege in das nahe gele­ge­ne Murrnauer Moor. Erfrischend ist auf jeden Fall ein Bad an den vie­len Seen der Umgebung, wie der Bad Bayersoier See, die Ammerschlucht, der Staffelsee, der Walchensee und der Kochelsee oder eine Fahrt mit dem Boot oder dem SUP über den Staffelsee.

Auch die Kultur lässt sich genie­ßen in vie­len Musen der Umgebung oder einem Besuch der vie­len Schlösser König Ludwig II. Und wer ger­ne zu Fuß unter­wegs ist, wählt einen der vie­len Wander- und Meditationswege um Murrnau oder den Staffelsee her­um mit unver­gleich­lich schö­ner Wald- und Moorlandschaft mit Einkehrmöglichkeiten in den vie­len Klöstern und Cafés. Mehr als 200 km sind sehr gut beschil­dert und in die­ser tief­grü­nen Landschaft ein­fach atem­be­rau­bend schön.

Ob allei­ne oder gemein­sam unter­wegs, hier fin­det die Seele Raum und Zeit zum Entspannen. Erholung und Abschalten gelin­gen wie kaum an einem ande­ren Ort, vor allem, wenn Petrus dann noch mit Kaiserwetter lockt.

Fazit: Wer das SEINZ in den Ammergauer Alpen ent­deckt hat, weiß, dass er eine Perle gefun­den hat.

12 Okt

Yoga nach Yesudian im Ifenblick (Juli 2020)

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Noch ganz im Glück nach einer wun­der­vol­len Yoga Woche mit NEUE WEGE im Bio-Berghotel Ifenblick in Balderschwang ist es gera­de­zu eine Herausforderung, alle Highlights auf­zu­zäh­len, die wir gemein­sam haben genie­ßen dür­fen. Schon nach dem Einchecken und Beziehen der moder­nen, lie­be­voll gestal­te­ten Zimmer, war klar, dass das Ifenblick alles bie­tet, um sich rund­um wohl­zu­füh­len, und hier eine der bes­ten Zeiten des Jahres zu erle­ben: Urlaub!

An das Maskentragen in allen öffent­li­chen Bereichen und Handschuhe am Buffet hat­ten wir uns schnell gewöhnt. Sonst fühl­ten wir uns wohl und frei. Das Hotel umsorg­te uns von mor­gens bis abends mit aus­ge­wähl­ten Köstlichkeiten. Birchermüsli, Bergkäsevariationen, selbst gemach­te Marmelade und frisch­ge­ba­cke­ne Brötchen zum Frühstück, reich­hal­ti­ges Salatbuffet und Suppen zur Mittagszeit, köst­li­che haus­ge­mach­te Kuchen zum Nachmittagskaffee und ein kun­ter­bun­tes, lecke­res Abendbuffet mit haus­ei­ge­nen Eisspezialitäten zum Dessert. Als Wanderverpflegung haben wir uns nach Lust und Laune unse­re Lunchpakete selbst zusam­men­stel­len dür­fen. Ob vegan, vege­ta­risch mit Fisch und Fleisch, jede Ernährungsweise wur­de unter­stützt. Kurz: Wir alle schweb­ten im kuli­na­ri­schen Himmel. Und auch sonst gab das Bio-Berghotel Ifenblick wirk­lich alles, damit wir uns rund­her­um wohl­fühl­ten.

Der Service war klas­se, die Rezeption war immer behilf­lich und erteil­te freund­lich Auskunft zu Nahverkehr, ob Hütten schon geöff­net hat­ten und beson­ders schö­ne Wanderrouten. Auch vor dem eigent­lich Yoga-Unterricht tra­fen sich eini­ge Teilnehmerinnen im haus­ei­ge­nen Schwimmbad, um in der Morgensonne ein paar Runden zu schwim­men. Einfach schön. Auch unser Yoga Raum war ide­al, mit boden­tie­fen Fenstern, licht­durch­flu­tet und mit Blick auf den Hausberg Ifen. So war es leicht, sich ganz und gar in Meditation, Pranayama und Yoga zu ent­span­nen.

Morgens fühl­te sich unse­re Yogaeinheit wie eine wun­der­ba­re Bewegungsmeditation an, in der wir im Laufe der Woche immer tie­fer ein­tauch­ten, bis wir am Ende der Woche tiefst ent­spannt und völ­lig im Fluss mit uns selbst waren. Yoga nach Yesudian, mit sei­ner Achtsamkeit auf Körper, Geist und Seele glei­cher­ma­ßen, sei­nem medi­ta­ti­ven und sich wie­der­ho­len­den for­mel­haf­ten Affirmationen, ent­spann­ten uns mehr und mehr. Davor übten wir Pranayama und Bewegungssequenzen, die unse­re gesam­te Beweglichkeit ver­bes­ser­te und unse­re Faszienketten akti­vier­ten.

In der Nachmittagssequenz lag der Schwerpunkt unse­re Muskeln und Faszien zu spü­ren, zu stär­ken oder zu ent­span­nen, je nach­dem wel­che Wanderung wir davor gemacht hat­ten.

Bereits nach die­ser einen Woche berich­te­ten die Teilnehmerinnen über ihre posi­ti­ven Erfahrungen. Eine Teilnehmerin fühl­te die freie Schulter- und Nackenpartie, die vie­ler trotz Massagen bis­her ver­spannt geblie­ben war. Eine ande­re Teilnehmerin konn­te zum aller­ers­ten Mal mit dem Kopf ihre Knie in der sit­zen­den Vorbeuge berüh­ren. Auch der geziel­te Einsatz von Tennisbällen in unse­ren Yogaeinheiten führ­te zu vie­len Aha! Erlebnissen und einer sicht­ba­ren Verbesserung von Schulter- und Hüftbeweglichkeit.

Neben unse­ren Yogastunden im Haus, traf sich die Gruppe auch außer­halb zu Aktivitäten rund um das Hotel. Während unse­rer gemein­sa­men Moorwanderung erleb­te die Gruppe wei­te­re Highligts in der Natur: Bäume, nicht nur als Schattenspender zu betrach­ten, son­dern als Partner für eige­ne Yogaübungen zu nut­zen. Wasser in den kla­ren Gebirgsflüsschen erfrischt nicht nur, son­dern wirkt auch unter­stüt­zend beim Loslassen von emo­tio­na­len Spannungen. Der wei­che Waldboden schenkt Kraft und strei­chelt über die Füße den gan­zen Körper. Und die Einkehr in der Lanzenalpe bil­de­te den run­den Abschluss eines wun­der­ba­ren gemein­sa­men Ausfluges in der herr­li­chen Balderschwanger Natur.

Weitere Aktivitäten waren der Ausflug mit der Rangerin, die uns viel über die Flora und Fauna erzäh­len konn­te und Ausflugsziele rund um das Bio-Berghotel Ifenblick. Herrliche Gipfel, Hüttenwanderungen, die Breitachklamm bei Oberstdorf oder ein­fach auf der Hauswiese rela­xen; es gab so viel zu erkun­den und zu erle­ben. Die Teilnehmerinnen bespra­chen ein­fach beim Frühstück wer wor­auf Lust hat und los ging‘s.

Das gran­dio­se Kaiserwetter mach­te jeden Ausflug zu einem Erlebnis. Es bil­de­ten sich immer wie­der ganz unter­schied­li­che Gruppen, so dass sich alle immer bes­ser ken­nen­lern­ten und zusam­men­wuch­sen und am Ende kaum glau­ben konn­ten, uns kaum eine Woche zu ken­nen.

In der Abschlussrunde waren sich die Teilnehmerinnen alle einig, dass sie nicht nur sehr viel Ruhe und Entspannung erlebt haben, son­dern in ihrem eige­nen Yogapraxis vie­le Impulse erhal­ten haben, die sie zuhau­se fort­set­zen wol­len. Auch das Bio-Berghotel Ifenblick selbst, fand so viel Anklang, dass wir die Seniorchefin Frau Maier, zu uns in den Raum baten, um unse­re Dankbarkeit und Zufriedenheit per­sön­lich und mit einem groß­zü­gi­gen Trinkgeld für das gan­ze Team aus­zu­drü­cken.

Es war ein rüh­ren­der Abschied für uns alle mit der Gewissheit, es gibt ein Wiedersehen: im Bio-Berghotel Ifenblick, mit Yogalehrerin Birgitta Kürtös und mit NEUE WEGE als Reiseveranstalter.

Birgitta

01 Jan

Ayurveda in Indien: Einmal ins Paradies und zurück!

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Zugegeben, zu Beginn und dazwi­schen sah es nicht immer so para­die­sisch aus. Das bestell­te Taxi kam nicht, eine Teilnehmerin ver­pass­te ihren Flug, die Unterkünfte wur­den gewech­selt und es gab auch eine ordent­li­che Magen-Darm-Verstimmung. Es fühlt sich an, wie die­ses Zitat aus der bri­ti­schen Komödie „Best Exotic Marigold Hotel: Am Ende ist alles gut! Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende!“ Und am Ende war nicht nur alles gut, son­dern gera­de­zu himm­lisch! Die Ziele der ein­zel­nen Teilnehmer wur­den erreicht und bei eini­gen sogar über­trof­fen.

Als Yogalehrerin und Mentaltrainerin hat­te ich nicht nur eine unter­stüt­zen­de Detox-Yoga Übungsreihe vor­be­rei­tet, son­dern den gesam­ten Aufenthalt unter das Motto gestellt: Öffnen – Fließen – Verwandeln/Reinigen – Lösen!

Wir haben vie­les in uns geöff­net, wofür im Alltag kein oder wenig Raum war und sind dabei in einen ganz beson­de­ren Fluss des Lebens ein­ge­taucht; haben Altes, Verbrauchtes hin­ter uns gelas­sen, trans­for­miert und vie­les in Lösung gebracht.

Die Themen, die jeder Einzelne in sei­nem Gepäck mit­ge­bracht hat­te, umfass­ten ein wei­tes Spektrum; von star­ken kör­per­li­chen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule, mus­ku­lä­ren Verkürzungen und Dysbalancen, schwe­ren stress­be­ding­ten Verdauungsstörungen, lee­ren Akkus, dem Gefühl des aus­ge­brannt seins, bis hin zum Wunsch abzu­neh­men, wie­der jün­ger oder zumin­dest ent­spann­ter aus­zu­se­hen.

Verspannungen, Gelenkblockaden, belas­ten­de Erinnerungen und ein paar Kilo Ballast wur­den in den außer­or­dent­lich guten Ayurvedaanwendungen, den Yogastunden und dem gemein­sa­men Vollmond-Feuerritual auf­ge­löst.

Das Schmunzeln am ers­ten gemein­sa­men Abend wich einem ungläu­bi­gen Erstaunen beim Abschlussgespräch. Die Erkenntnis, was in nur vier­zehn Tagen mög­lich ist, grenzt schon an ein klei­nes Wunder, zumin­dest an höchst Erstaunliches. Viele belas­ten­de Kilos hat die Gruppe dort gelas­sen, jün­ger und vor allem ent­spann­ter und glück­li­cher sehen wir alle aus. Den Blick wie­der auf die Schönheit und die Möglichkeiten gerich­tet, die das Leben bietet.Während unse­res Aufenthaltes im Nattika Beach Resort hat jeder und jede Einzelne durch Individualität und Persönlichkeit zum Erfolg und zur Wandlung bei­getra­gen. Oft saßen wir nach der Abendmeditation am Strand und bewun­der­ten den magi­schen Sonnenuntergang. Wir lieb­ten es genau dort dem gekonn­ten Gitarrenspiel eines Teilnehmers zu lau­schen und mit­zu­sin­gen. Wir fühl­ten uns ein­fach ver­bun­den und sehr wohl zusam­men.

Ja, wir waren eine ganz beson­de­re Gruppe und mit elf Personen, eine gro­ße Gruppe noch dazu. Neben all dem, was jeder Teilnehmer für sich zu lösen mit­ge­bracht hat­te, ging es auch lus­tig zu und wir fan­den vie­le erwe­cken­de „Aha“-Erlebnisse.

Auch die Natur ver­zau­ber­te uns. So erleb­ten wir etli­che tro­pi­sche Gewitter mit hef­ti­gem Platzregen, der die Welt danach wie­der strah­len ließ. Sogar das Meer ver­wöhn­te uns und war ab der zwei­ten Woche ein­fach nur wun­der­bar. Viele von uns genos­sen die Reinigungskraft des Meeres und das war­me Schaukeln auf den Wellen zutiefst. Schaukelnd lagen wir auch in den Hängematten vor unse­ren Häuschen oder am Pool. Das Indien außer­halb des Resorts haben wir uns ab der zwei­ten Woche auch ange­se­hen. Wir besuch­ten ein Elefantencamp mit 45 Tempelelefanten, die gehegt und gepflegt, stun­den­lang vor ihrem Tempeleinsatz im Wasser geba­det und geschrubbt wur­den; den gol­de­nen Vishnu Maya Tempel und natür­lich auch die nahe­ge­le­ge­ne Stadt Thrissur mit ihren Shoppingmöglichkeiten. Besonders ange­tan hat­te es uns dabei das Geschäft und die Marke Fabindia. Mit mehr als nur einem Geschäft, hat Fabindia die Vision ver­wirk­licht, Qualität und Schönheit indi­scher Handwerkskunst von Kleinstunternehmern zu för­dern und zu ver­kau­fen. Ein gelun­ge­nes, über­zeu­gen­des Konzept.

Überzeugend ist für uns auch das Konzept des Nattika Beach Resorts, das jetzt im Oktober auch die Anerkennung und Auszeichnung als Hospital erhal­ten hat. Völlig zurecht wie wir mei­nen. Die täg­li­chen Arztkonsultationen, die Therapeut*innen, die sich vor jeder Behandlung mit der behan­deln­den Ärzt*in abspra­chen und so jedem Einzelnen die bes­te Ayurvedabehandlung ermög­lich­ten, war für uns mehr als über­zeu­gend. Wenn wir uns nach den Behandlungen in der klei­nen Lounge getrof­fen haben, um unser Glas hei­ßes Wasser zu genie­ßen, wur­de zunächst kein Wort gewech­selt. Dazu waren wir gar nicht in der Lage. Nur ein brei­tes, zufrie­de­nes Grinsen lag auf unse­rem Gesicht und zeig­te, dass wir noch immer im „Siebten Ayurvedahimmel“ schweb­ten.

Anschließend genos­sen wir unser Mittagessen. Joshi der Chefkoch vom Nattika Beach Resort hat mitt­ler­wei­le sein zwei­tes Kochbuch ver­öf­fent­licht und natür­lich lan­de­te die­ses auch mit sei­ner Widmung und zusam­men mit einer Auswahl erle­se­ner Gewürze in unse­rem Koffer. Das gesam­te Restaurantteam hat dazu bei­getra­gen, dass die­ser Aufenthalt ganz beson­ders wur­de. Mit so viel Hingabe und Lächeln wur­de unser Essen ser­viert und schmeck­te gleich noch bes­ser. Ob mor­gens der ver­jün­gen­de Trunk aus Stachelbeersaft und Kurkuma, am Mittag die kal­te medi­zi­ni­sche Buttermilchsuppe und Bockshornkleewasser oder am Abend die Slimingsoup, die bun­ten Obstteller und frisch­ge­press­ten Fruchtsäfte „to go“, die herr­li­chen indi­schen Curry Gerichte, die vie­len Besonderheiten, mit denen uns das Restaurantteam ver­wöhn­te – es war soooo…… gut und lecker!!!

Auch unse­re Tagesstruktur mit Yoga am Morgen, Meditation am Abend bei Sonnenuntergang und den Ayurvedaanwendungen zur Mittagszeit lie­ßen Raum und Zeit für sich selbst und die eige­nen Bedürfnisse. Es gibt noch so viel mehr zu erzäh­len: die Begeisterung der Gruppe, sich auf die­se Zeit, die Menschen dort, das Yoga, die Meditationen, die Behandlungen, das Essen, das Meer und, und, und ein­zu­las­sen. Fotos wer­den an die­ser Stelle mehr sagen als 1000 wei­te­re Beschreibungen. Vielleicht noch eines: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Und so hat eine Teilnehmerin sofort nach ihrer Rückkehr bereits die nächs­te Reise ins Nattika Beach Resort mit mir im September 2020 gebucht.

Ein herz­li­ches Namasté! Birgitta Sherina Kürtös, Yogalehrerin und Mentaltrainerin

24 Jun

Das Nattika Beach Resort: Interview mit Yogalehrerin Birgitta Kürtös

Birgitta Kürtös / Meditation, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Liebe Birgitta, Du lei­test nun zum wie­der­hol­ten Male eine Gruppenreise Yoga & Ayurveda ins Nattika Beach Resort nach Indien/Kerala. Was hat Dich an dem Resort so begeis­tert?

Das Nattika Beach Resort ist ein traum­haf­ter Ort – ide­al für die Kombination von Yoga und Ayurveda. Dazu gehö­ren neben der her­aus­ra­gen­den Qualität der Ayurveda-Behandlungen, unser eige­ner luf­ti­ger Yoga-Pavillon, das stän­di­ge sanf­te Rauschen der Wellen beim Üben, der Wind in den Palmen, das Vogelgezwitscher, der geschwun­ge­ne Swimmingpool, der lan­ge Sandstrand, die Weitläufigkeit der Anlage und die vie­len klei­nen, gemüt­li­chen Rückzugsmöglichkeiten. Es gibt immer einen Ort um für sich zu sein oder in der Lounge oder am Single Tisch in Kontakt zu kom­men. All das begeis­tert mich immer wie­der aufs Neue.

Hier erle­be ich durch­gän­gi­ge Qualität auf höchs­tem Niveau ohne, dass es auf­ge­setzt wirkt. Vom Abholservice am Flughafen, über die per­sön­li­che Begrüßung beim Ankommen, das Geleiten zu den klei­nen Häuschen, das Erklären der Klimaanlage oder ande­rer wich­ti­ger Details zur Unterkunft, das kom­pe­ten­te Ärzte- und Behandlungsteam, der eige­ne ayur­ve­di­sche Diätarzt, der sich Zeit nimmt, das indi­vi­du­ell abge­stimm­te Essenskonzept zu erläu­tern, die gro­ße Yogahalle am Meer, die spe­zi­el­len Programmangebote im Resort, von Meditation, über Yoga Nidra bis hin zu offe­nen Fragestunden mit dem indi­schen Yogalehrer oder die sonn­täg­li­chen Vorträge über Ayurveda und gesun­des Leben im Alltag, die Achtung der Privatsphäre wäh­rend der Anwendungen, dass Frauen von Frauen und Männer von Männern behan­delt wer­den und und und… Das alles geht auf ganz sanf­te, freund­li­che und leich­te Art inein­an­der über. Nichts wirkt ange­strengt. Und das macht es so leicht, sich ganz und gar am rich­ti­gen Platz und will­kom­men zu füh­len.

Das ist das Geheimnis, dass die Gäste hier nach 14 Tagen alle ver­jüngt erschei­nen und bes­tens gelaunt sind. Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich an das Nattika Resort nur den­ke oder dar­über spre­che. Es fühlt so frei an und die beson­de­re Energie des Ortes ist spür­bar.

Was ist Deiner Meinung nach das Besondere an einer Ayurveda-Gruppenreise?

Es ist ein ein­zig­ar­ti­ges Reisekonzept: Gleichgesinnte rei­sen gemein­sam und erle­ben gemein­sam! Die gemein­sa­me Reise ver­mit­telt das Gefühl der Zusammengehörigkeit und gibt auch ein Gefühl von Schutz. Es gibt kei­nen Gruppenzwang, denn jede/r TeilnehmerIn fin­det ihren/seinen eige­nen Rhythmus und kann sich jeder­zeit „ihre/seine eige­ne Zeit neh­men“ (sich bspw. zurück­zie­hen). Nichts MUSS alles KANN – das ist mein Credo auf den Reisen.

Wer Lust auf Gesellschaft hat, kommt zum gemein­sa­men Essen; wer mehr Ruhe möch­te, nimmt sie sich Auszeiten am Meer, am Strand oder ein­fach auf der Liege vor der Villa; wer sei­nen Körper neu ent­de­cken möch­te, nimmt am gemein­sa­men Yoga und/oder der Meditation teil; wer Land und Leute ein biss­chen ken­nen­ler­nen möch­te, bucht sich einen der Ausflüge, die das Resort zusätz­lich anbie­tet und orga­ni­siert oder bestellt sich an der Rezeption ein Tuc Tuc, um die Märkte und Bazare der nähe­ren Umgebung zu besu­chen.

Hier erle­be ich durch­gän­gi­ge Qualität auf höchs­tem Niveau ohne, dass es auf­ge­setzt wirkt. Vom Abholservice am Flughafen, über die per­sön­li­che Begrüßung beim Ankommen, das Geleiten zu den klei­nen Häuschen, das Erklären der Klimaanlage oder ande­rer wich­ti­ger Details zur Unterkunft, das kom­pe­ten­te Ärzte- und Behandlungsteam, der eige­ne ayur­ve­di­sche Diätarzt, der sich Zeit nimmt, das indi­vi­du­ell abge­stimm­te Essenskonzept zu erläu­tern, die gro­ße Yogahalle am Meer, die spe­zi­el­len Programmangebote im Resort, von Meditation, über Yoga Nidra bis hin zu offe­nen Fragestunden mit dem indi­schen Yogalehrer oder die sonn­täg­li­chen Vorträge über Ayurveda und gesun­des Leben im Alltag, die Achtung der Privatsphäre wäh­rend der Anwendungen, dass Frauen von Frauen und Männer von Männern behan­delt wer­den und und und… Das alles geht auf ganz sanf­te, freund­li­che und leich­te Art inein­an­der über. Nichts wirkt ange­strengt. Und das macht es so leicht, sich ganz und gar am rich­ti­gen Platz und will­kom­men zu füh­len.

Das ist das Geheimnis, dass die Gäste hier nach 14 Tagen alle ver­jüngt erschei­nen und bes­tens gelaunt sind. Mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich an das Nattika Resort nur den­ke oder dar­über spre­che. Es fühlt so frei an und die beson­de­re Energie des Ortes ist spür­bar.

2 Stunden Yoga pro Tag – schafft das jede/r?

Yoga ergänzt wun­der­bar die täg­li­chen Ayurveda-Anwendungen und run­det das Programm ab. Jede/r TeilnehmerIn ent­schei­det selbst, ob sie/er an Yogaeinheiten teil­nimmt oder nicht. So oft wie gewünscht und so inten­siv wie gewünscht. Auch hier gilt: jeder kann, kei­ner muss!

Für die­se Reise habe ich ein spe­zi­el­les Yoga Programm zusam­men­ge­stellt, das das Entgiften, Ausleiten und Regenieren der Ayurvedakur unter­stützt und ver­tieft. Asanas, die spe­zi­ell unse­re Entgiftungsorgane wie Darm, Lunge, Niere und Haut akti­vie­ren und ent­las­ten. Dazu bie­te ich Anregungen zum Meditieren, die auch Anfängern ermög­li­chen in eine wohl­tu­en­de Ruhe und Stille ein­zu­tau­chen und das Hier und Jetzt ganz bewusst und acht­sam zu erfah­ren.

Und was ist das Besondere an einer Reise mit Dir?

Ich brin­ge all mei­ne Erfahrungen mei­ner vie­len Reisen rund um den Globus mit in die Reise ein. Ich sehe mich als Brücke und tra­gen­de Säule zwi­schen den Bedürfnissen der ein­zel­nen TeilnehmerInnen und der Gruppe. Gleichzeitig bin ich auch Bindeglied zwi­schen unse­rer euro­päi­schen Mentalität und Indien, das ich seit 1992 mit Liebe berei­se.

Meine TeilnehmerInnen pro­fi­tie­ren von mei­nen lang­jäh­ri­gen Erfahrungen als Yogalehrerin, Ayurvedabegeisterte und nicht zuletzt als Mentaltrainerin. Gerade durch das Ausleiten und Detoxen wer­den auch men­tal-psy­chi­sche Prozesse in Gang gesetzt. Längst ver­ges­se­ne Erinnerungen und Erfahrungen tau­chen auf, die nicht immer ange­nehm sind und da ist es gut zu wis­sen, dass ein Ansprechpartner da ist, der auch dies abfan­gen kann. So kann sich jeder Reisegast voll­kom­men wohl und auf­ge­ho­ben füh­len.

Ich freue mich auf die­se Reise, denn jede Reise ist anders. Jede Reise ist Abenteuer und jede Reise ver­än­dert auch, das ist das Schöne… und alles beginnt mit dem ers­ten Schritt.

14 Nov

Ayurveda und Yoga im Nattika Beach Resort: Yoga und Achtsamkeit (6. – 20. Oktober 2018)

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Coaching, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Fazit die­ser Reise: 5 Sterne für das stim­mi­ge Gesamtkonzept des Nattika Beach Resorts.

Eine bun­te Gruppe waren wir, die sich dort im Nattika Beach Resort gefun­den hat­te – im wahrs­ten Sinn des Wortes: drei Spanierinnen, zwei Schweizerinnen, eine Deutsche und die Reiseleiterin Birgitta Kürtös. Erholen woll­ten wir uns, ver­wöh­nen las­sen, Spaß haben, Neues ent­de­cken, Altes los­las­sen und vor allem auch Detox-Yoga und die Kraft der Meditation ken­nen­ler­nen, um sich Impulse für den Alltag und zu Hause zu holen. Statt Aktionismus woll­ten wir dau­er­haf­te Ergebnisse, ver­bun­den mit Tipps und Lösungen, die für uns mach­bar sind. Genau dann und dort, wo uns der Stress so oft gefan­gen hält.

Ob das gelun­gen ist? Ja, auf jeden Fall, so das ein­stim­mi­ge Feedback der Gruppe. Tolle Impulse von Birgitta Kürtös, weit über ihre Yoga- und Meditationspraxis hin­aus. Fühl- und spürbare gute Erfahrungen nach die­sen bei­den Wochen zeig­ten sich in ent­spann­ten und strah­len­den Gesichtern. Diese Erfahrung war anders, berührend und wert­voll.

Die Yoga- und Meditationspraxis setz­te sich aus Modulen zusam­men, die täg­lich mor­gens geübt wur­den. Ein Workshop lie­fer­te dazu noch Detailinformationen und Hintergründe und run­de­te das prak­ti­sche Programm ab. Eine stim­mi­ge Detox-Yoga Reihe unterstützte den Reinigungsprozess der Ayurvedakur wun­der­bar. Die Meditationseinheiten wur­den unter­malt vom sanf­ten Rauschen der Wellen und den Vögeln, die uns jeden Morgen mit ihrem fröh­li­chen Gesang begrüßten.

Der gemein­sa­me Start mit Yoga und Meditation in der wun­der­vol­len Prana-Yogahalle, die exklu­siv für uns zur Verfügung stand, war ein herr­li­ches Ritual, mit dem wir am Morgen kraft­voll star­te­ten und vol­ler Vorfreude auf die Kostbarkeiten des Tages beim lecke­ren Frühstück fort­set­zen.

Warum wir alle vom Nattika Beach Resort so begeis­tert sind und 5 ***** ver­ge­ben, liegt an dem gelun­ge­nen Gesamtkonzept, mit dem das Resort sei­ne Gäste ver­wöhnt.

Angefangen mit dem Abholen am Flughafen, der Begrüßung an der Rezeption mit Kokosnuss und Blumenkranz, beglei­tet zum eige­nen Zimmer, alles erklärt, was für die Zeit des Aufenthaltes wich­tig ist, über das freund­li­che, kom­pe­ten­te Ärzteteam, die unbe­schreib­lich lie­be­vol­len, fürsorglichen Therapeuten, die wun­der­schö­nen, großzügigen Behandlungsräume, die hübschen Aprés-Baumwollkittel, das köst­li­che Essen, die großzügig und lie­be­voll gepfleg­te Anlage, die wun­der­schö­nen klei­nen Villen, die für 14 Tage Oase und Heimat sind, das überall gepfleg­te Grün, die wun­der­ba­re Yogahalle, die inspi­rie­ren­den Yogalehrer, die tol­len Resortangebote, der unsag­bar wei­te Sandstrand, die gemütliche Gäste Lounge mit WLAN, der gepfleg­te Swimmingpool, der gute Zimmerservice… und… und… und…

Jeder ein­zel­ne begeg­ne­te uns mit einer herz­li­chen Freundlichkeit, mit einem Nicken und Namasté, das das Herz berührte und sich auf die Gemeinschaft aller Gäste aus­wirk­te.

Alles klapp­te mit Leichtigkeit. Endlich war Zeit und Raum, die eige­nen Bedürfnisse zu spüren, Zeit und Muße zu haben, für sich, die Natur, am Pool oder ein­fach nur am Strand zu lie­gen, aufs Meer zu schau­en oder den glühend roten Sonnenuntergang zu bewun­dern.

Auch das Bedürfnis etwas mehr von Land und Leuten zu sehen, wur­de erfüllt: ob wäh­rend der typi­schen Backwatertour, dem Ausflug nach Thrissur mit Besichtigung von Tempeln, rie­si­gen, lan­des­ty­pi­schen bun­ten Märkten oder einer Shoppingtour für Seide und Geschmeide. Alles war dabei: bunt, fröh­lich und wun­der­schön.

Abends dann, nach einem erfüllten Tag, tra­fen wir uns zum gemein­sa­men Abendessen, immer ein kuli­na­ri­sches Highlight. Längst war dar­aus ein freu­di­ges Ritual gewor­den und der Austausch klapp­te trotz der Sprachbarrieren wun­der­bar. Wir hat­ten Spaß und lern­ten uns immer bes­ser ken­nen.

Als wir uns ver­ab­schie­de­ten um zurückzureisen, war unser Herz schwer und leicht zugleich. Jeder spürte die neue Kraft, die­ses unbe­schreib­li­che Geschenk prä­sent zu sein und die Neugier, wie sich die­se Kraft im Alltag aus­wir­ken würde. Einig war sich die Gruppe, dass die­se zwei gemein­sa­men Wochen per­fekt waren und alle Erwartungen übertroffen hat­te.

Birgitta Kürtös

14 Nov

Unterwegs auf Sri Lanka: Ausflugtipps vom Ayurvie bei Ihrer Ayurveda Kur

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Während mei­ner Ayurveda-Kur genie­ße ich die Annehmlichkeiten des luxu­riö­sen Ayurvie mit den moder­nen, hel­len Räumlichkeiten, die wohl­tu­en­den Ayurveda-Behandlungen und das rund­um hilfs­be­rei­te und herz­li­che Team. Hier kön­nen Sie mei­ne wun­der­vol­len Eindrücke nach­le­sen.

Im Ayurvie wer­den zusätz­lich regel­mä­ßig Ayurvedavorträge ange­bo­ten bei denen Dr. Herath und sein Ärzte-Team mit ihrem umfang­rei­chen Wissen Fragen der Gäste rund um das Thema Ayurveda beant­wor­ten. Diese Woche erklär­ten die Ayurveda-Ärzte was Ayurveda eigent­lich genau bedeu­tet. Hier geht’s zum Bericht.

Neben den Erlebnissen im Hotel, gibt es noch eini­ge inter­es­san­te Ausflugsziele in der Umgebung, die einen Besuch wert sind:

 

Galle, ehe­mals nie­der­län­di­sche Befestigungsanlage.

Heute haben wir ein ganz ent­zü­cken­des Städtchen besucht, Galle. Eine 1663 von den Niederländern errich­te­te Festung im Südwesten Sri Lankas und nur ca. 40 Autominuten von unse­rem Ayurvie Weligama Retreat ent­fernt. Heute ist Galle mit sei­ner lie­be­voll restau­rier­ten Altstadt ein Weltkulturerbe. Eine Attraktion, die sich lohnt zu besu­chen. Auf den Festungsmauern ent­lang zu fla­nie­ren, den Wind in den Haaren, den Blick übers Meer und zu den klei­nen tra­di­tio­nel­len Segelbooten, die mit hoher Geschwindigkeit dahin­flit­zen; Sonnenbadende, Brautpaare, die die­se herr­li­che Kulisse für ihre bes­ten Erinnerungsfotos nut­zen und unzäh­li­ge Japanerinnen, die sich mit Hüten, Sonnenschirmen und Selfie Sticks kunst­voll in Szene set­zen, um die opti­ma­le Wirkung ein­zu­fan­gen, so bunt und viel­fäl­tig – ein­fach herz­er­fri­schend. Ungewohnt lecker sind auch die gesal­ze­nen und gepfef­fer­ten Mango-Schnitten, die auf den ers­ten Blick aus­se­hen, wie unse­re Pommes. Unbedingt pro­bie­ren!

Und wer glaubt, Schlangenbeschwörer sind pas­sé, hat weit gefehlt. 
Direkt am Fort tref­fen wir Ranjit, auf dem Boden sit­zend mit einem Korb vor sich und einer geschnitz­ten Pfeife in der Hand. Fünf Dollar will er für sei­ne Darbietung. Ich lache und necke ihn, dass der Korb doch leer sei. Wie ich hoff­te, woll­te er mich gleich vom Gegenteil über­zeu­gen und hebt vor­sich­tig den Deckel. Und da lag sie, zusam­men­ge­rollt, den Kopf sofort angriffs­lus­tig über den Korbrand schie­bend, zischend und gefähr­lich: eine Kobra. Faszinierend. Die fünf Dollar hat er sich wahr­lich ver­dient. Er hat sein „Haustier“ im Griff und wir gehen grü­ßend und mit respekt­vol­lem Abstand wei­ter in Richtung Altstadt, wo uns der nächs­te Wow-Effekt erwar­tet.

Mit viel Charme zeigt sich das ehe­ma­li­ge Fort als attrak­ti­ver Touristenort.
Kleine, schma­le, gepflas­ter­te Gassen, Häuser im Kolonialbaustil mit den lan­des­ty­pi­schen Holzverzierungen und einem gelun­ge­nen Beispiel, dass sich tra­di­tio­nel­le und euro­päi­sche Architektur ästhe­tisch ver­bin­den kön­nen – ein­fach gelun­gen. Und hier befin­det sich auch die Einkaufsmeile Galles mit vie­len Souvenirshops.

Kleider, Schmuck, Tee, Gewürze, Kunst – alles was das Herz begehrt und ich ger­ne in mei­nen Koffer packen möch­te, reiht sich hier in klei­nen Geschäften neben Restaurants, Bars und Eisdielen. Wären wir nicht gera­de auf­grund unse­res ayur­ve­di­schen Diätplanes etwas ein­ge­schränkt, wür­den wir hier sicher­lich glück­lich in Gaumenfreuden schwel­gen. So schau­en wir nur sehn­süch­tig und tap­fer den rad- und Tuk Tuk-fah­ren­den Bäcker- und Teigtaschenhändlern in die Auslagen und genie­ßen, wie sie ihre Ware rufend und klin­gend feil­bie­ten. Man kann ein­fach nicht alles haben…

Ein Tipp ist das Café Secret Garden Fort, das sich an der Ecke zur Heritage Street befin­det. Hier auf den Hängestühlen unter einer Laube schau­keln, nichts tun, sich von Hitze und Shopping erho­len, das hat was. Die bie­ten sogar ech­ten ita­lie­ni­schen Espresso an! Wie der duf­tet und schmeckt nach 14 Tagen Kräutertee – unfass­bar gut. Aber sor­ry, natür­lich ist der auch erst wie­der nach der Ayurveda-Kur erlaubt.

Ein wei­te­res Highlight von Galle und Must do befin­det sich im Lighthouse-Hotel mit sei­nem ein­zig­ar­ti­gen Treppenhaus. Atemberaubend! Begeisterung pur! Das Treppengeländer ist von dem ein­hei­mi­schen „Dschungelkünstler“ Lakis erschaf­fen wor­den und stellt den Kampf der Portugiesen gegen die Könige Kandys dar, einer Stadt und Provinz in Zentral Sri Lanka. Mehr ver­ra­te ich nicht: Nur so viel: Es ist das beein­dru­ckends­te Kunstwerk, das ich je gese­hen hab. Denn neben die­sem von Lakis geschaf­fe­nen Werk, ist auch dem Architekten Geoffrey Bawa eine wei­te­re Überraschung gelun­gen, ein wei­te­res „Oh mein Gott!“ Lassen Sie sich über­ra­schen und ent­de­cken Sie es selbst.


 

Der Bimbarayama Tempel

Die 700 Jahre alte Tempelanlage, die nach Angaben der dort leben­den Mönche eine sehr wert­vol­le Reliquie ent­hält, näm­lich ein paar Haare Buddhas, ist mit ihrem Klostergarten der wich­tigs­te Lieferant der Ayurvie Küche. Aktuell deckt die Ernte bereits 70% des gesam­ten Bedarfs an Obst und Gemüse. Ziel sind 100%, natür­lich alles bio­lo­gisch ange­baut und unter dem beson­de­ren Segen der dort leben­den und beten­den Mönche. Da schmeckt mir das Essen gleich noch bes­ser. Unweit des Klostergartens steht ein unfass­bar gro­ßer Bodhibaum, kom­plett umringt von klei­nen Altären mit Buddha Statuen, der zum Meditieren ein­lädt und Schatten und Ruhe spen­det. Etwas Friedliches strahlt die­ser Ort aus. Hier ent­zün­den wir auch die tra­di­tio­nel­len Öllämpchen und bit­ten für uns und unse­re Familien um Segen. Ein schö­nes Ritual. Dass die Landesflagge Sri Lankas Blätter des Bodhibaumes ent­hält, zeigt die tie­fe Verwurzelung des Landes im Buddhismus.

Neben der Kooperation als Gemüse- und Obstlieferant, unter­stützt das Ayurvie auch eine Vorschule, die im Nachbargebäude des Klosters unter­ge­bracht ist. Wir besu­chen sie und wer­den von 41 fröh­li­chen und lachen­den Kindern mit „Ayubowan“ begrüßt. Sie sind so neu­gie­rig und las­sen sich mit ihrer Lehrerin ger­ne foto­gra­fie­ren. Und 41 Paar Kinderhände sagen „Good bye“ – ent­zü­ckend und herz­öff­nend. Es ist schön zu wis­sen, dass jeder Gast des Ayurvie gleich­zei­tig auch die­se Schule mit­fi­nan­ziert und dafür sorgt, dass die Kinder alles haben, was sie zum Lernen brau­chen. So wird ihnen eine gute Lebensgrundlage ermög­licht, die auf Wissen und Entwicklung von Fähigkeiten beruht. Ich neh­me mir vor, wie­der vor­bei­zu­schau­en und zum Abschied die vie­len klei­nen Bälle, die ich im Gepäck habe, dort zu las­sen. Als Sportwissenschaftlerin macht es mir Freude mit solch klei­nen Gesten Spaß zu schen­ken und gleich­zei­tig die Motorik der Kinder zu för­dern, die die Grundlage unse­rer Intelligenzentwicklung ist.

Ehrlich, wir haben all die­sen Ausflügen regel­recht ent­ge­gen­ge­fie­bert und kehr­ten immer erfüllt und dank­bar in das schö­ne Ayurvie zurück.

Positiv möch­te ich auch her­vor­he­ben, dass sich das Ayurvie um ein sehr gutes Energiekonzept bemüht und die in Sri Lanka noch nicht übli­che Politik der Mülltrennung und Vermeidung von Müll schon heu­te prak­ti­ziert. So gibt es kei­ne Plastikflaschen, son­dern grund­sätz­lich Glas und Thermoskannen, die jeder­zeit in der Küche befüllt wer­den kön­nen oder in den Gängen bereit­ste­hen­de Wasserspendern. Das Dach ist mit Sonnenkollektoren bestückt, um die über­rei­che Sonnenenergie zu nut­zen. Sicher gibt es noch mehr zu tun. Aber das sind sehr gelun­ge­ne und wirk­sa­me Ansätze. Ein dickes Lob dafür.

14 Nov

Ayurveda-Fragerunde: interessante Vorträge während Ihrer Kur im Ayurvie

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Reise / / 0 Kommentare

Was bedeu­tet eigent­lich Ayurveda?

Diese Frage beant­wor­te­ten uns ges­tern Abend Dr. Isuru und Dr. Sewwandi wäh­rend eines Vortrages im ein­la­den­den Yoga Raum des Ayurvie Weligama Retreats. Die Ayurvedavorträge fin­den wöchent­lich statt und bie­ten Gelegenheit für die Gäste Fragen zu stel­len und mehr Hintergrundwissen über das Thema Ayurveda zu sam­meln.

Wir hat­ten alle schon das eine oder ande­re gele­sen und von den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha gehört. Dr. Isuru schaff­te es dann, kom­ple­xes Wissen an einem Abend in für uns ver­ständ­li­che und nach­voll­zieh­ba­re Zusammenhänge zu brin­gen.

Er sag­te, dass das Ziel Ayurvedas in ers­ter Linie die Vorsorge sei, den Körper gesund und glück­lich zu hal­ten und in zwei­ter Linie, den gan­zen Körper zu repa­rie­ren oder sogar zu ver­bes­sern.

Unser Körper sei nach der ayur­ve­di­schen Lehre des Pancha Mahabhutas genau­so beschaf­fen und zusam­men­ge­setzt wie das Universum selbst, näm­lich aus Luft, Feuer, Wasser, Erde und Äther.

Die ayur­ve­di­schen Konstitutionstypen Vata – Pitta – Kapha wie­der­um set­zen sich eben­falls aus die­sen fünf Elementen zusam­men und reprä­sen­tie­ren unter­schied­li­che Systeme:

Vereinfacht aus­ge­drückt setzt sich Vata aus Luft und Äther zusam­men und reprä­sen­tiert das Nerven- und Bewegungssystem; Pitta ver­kör­pert Feuer und reprä­sen­tiert vor allem die Verdauungskraft Agni und schließ­lich Kapha aus Wasser und Erde und reprä­sen­tiert Stabilität und alle Flüssigkeiten in unse­rem Körper.

Der Konstitutionstyp – also das Verhältnis der drei Doshas in uns – selbst, so Dr. Isuru, sei ange­bo­ren, wie ein gene­ti­scher Code, ver­än­de­re sich aber durch Erkrankungen, Lebensweise und Lebensalter und kön­ne aus der Balance gera­ten. Unausgeglichene Doshas wie­der­um kön­nen zu Erkrankungen füh­ren.

Zwei wei­te­re wich­ti­ge Begriffe, die in der Balance von Gesundheit und Krankheit eine ent­schei­den­de Rolle spie­len, sind Agni, das Verdauungsfeuer, die Kraft mit der unser Stoffwechsel arbei­tet und das von uns „Aufgenommene“ in Mikrobausteine zer­legt, die dem Körper als Energie die­nen. Alles was unse­re Verdauungskraft Angi nicht umwan­deln kann, wird zu Ama, zu Unverdautem. Ama oder Unverdautes ent­wi­ckelt im Körper Gifte, die aus­ge­schie­den wer­den müs­sen. Gelingt es dem Körper nicht, dann ver­blei­ben die­se als Schlacken und Toxine im Körper, häu­fen sich an, wer­den irgend­wo zwi­schen­ge­la­gert – ger­ne auch in Gelenkspalten, an Gefäßwänden, Gewebe und Gehirn. Kurz, sie brin­gen das gan­ze System durch­ein­an­der – eben auch die Doshas – bis irgend­wann Schmerzen oder gar Erkrankungen ent­ste­hen.

Was genau pas­siert wäh­rend einer Ayurveda-Kur?“, woll­ten wir wis­sen. „Ganz ein­fach“, erklär­te uns Dr. Isuru lächelnd.

Nachdem die per­sön­li­chen Themen und Ziele eines Gastes wäh­rend der ärzt­li­chen Erstkonsultation geklärt wur­den, ste­hen nun drei Schritte im Vordergrund um Gesundheit und Balance wäh­rend der Kur zu errei­chen.

Zunächst wird im ers­ten Schritt alles Ama – alle Gifte und Unverdautes – aus dem Körper gelei­tet. Der Körper wird gerei­nigt und ent­las­tet.
Dann im zwei­ten Schritt wird Agni, die Verdauungskraft gestärkt und im drit­ten Schritt wer­den die Doshas aus­ba­lan­ciert.

Die Mittel und Wege, die in der rei­ni­gen­den Ayurveda-Kur – Panchakarma – ein­ge­setzt wer­den, umfas­sen alle Behandlungen, ayur­ve­di­sche Kräuter und Medikamente, das Essen und vor allem die viel­fäl­ti­gen Gewürze. Während wir zuhau­se ein­fach das Essen wegen des Geschmacks wür­zen, haben alle Gewürze auf Sri Lanka eine medi­zi­ni­sche Bedeutung. Sie wer­den gezielt ein­ge­setzt, um Agni zu för­dern oder aus­zu­glei­chen. Auch Yoga und Meditation sind ein wich­ti­ger Bestandteil die­ses Reinigungs- und Regenerationsprozesses.

Wow, das war auf den Punkt gebracht. Wir hat­ten das Gefühl, die Idee des Ayurveda nun bes­ser zu ver­ste­hen und ab sofort unse­re Kur noch akti­ver und bewuss­ter durch die eige­ne Mitwirkung zu unter­stüt­zen.

Birgitta Kürtös

14 Nov

Ein wahrgewordener Traum: Ayurvie Weligama Resort auf Sri Lanka (Reisebericht)

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Fazit: Vollkommene Entspannung, Abschalten, Loslassen, inne­re Ruhe auf hohem Niveau durch ein har­mo­ni­sches Miteinander von Mensch, Umfeld und Ayurveda-Behandlungen, die sich ganz den indi­vi­du­el­len Bedürfnissen des Gastes anpas­sen.

Das Ayurvie ist ein wun­der­schö­nes, gro­ßes, hel­les Haus, in dem sich Modernes und Traditionelles auf har­mo­ni­sche Weise ver­bin­den und in ihrer Wirkung ver­stär­ken. Im gesam­ten Haus bil­den hel­les Holz, Glas und ande­re Baumaterialien eine stim­mi­ge SymphonieLichtdurchflutete, hohe Räume, moder­nes, hel­les Design in Rezeption, Restaurant, Gesundheitsbar, Yoga Raum, Behandlungs- und Gästezimmern, schaf­fen eine wun­der­ba­re Atmosphäre, in der es leicht gelingt, sich fal­len zu las­sen.

Die Harmonie des Hauses schließt auch das gesam­te Ayurvie Team mit ein, des­sen Ziel es ist, alles Erdenkliche zu tun, um dem Gast eine ange­neh­me Zeit und eine erfolg­rei­che Ayurveda-Kur zu schen­ken. Das mor­gend­li­che Versammeln aller Mitarbeitenden zum gemein­sa­men Gebet und das Erbitten von Buddhas Segen für den Tag und jeden ein­zel­nen, sorgt für eine hei­te­re, freund­li­che Stimmung im gan­zen Haus. Es ist offen­sicht­lich, dass sich nicht nur die Gäste hier wohl­füh­len, son­dern auch alle Mitarbeitenden, die sich in gelun­ge­ner Kommunikation unter­ein­an­der für das Wohlergehen ihrer Gäste ein­set­zen und so deren Aufenthalt zu einer ein­ma­li­gen Erfahrung machen.

Wenn das Ayurvie mit sei­nem Team die­se Philosophie „der Gast“ zuerst bei­be­hält – in die­ser lie­be­voll umsor­gen­den Weise, in die­sem Wohlfühl-Ambiente – dann ist hier etwas ganz Besonderes gelun­gen und wird vie­le Menschen anzie­hen, die immer wie­der in das „traum­haf­te Feeling“ des Ayurvie ein­tau­chen wol­len. Ich habe auf jeden Fall schon die nächs­te Ayurveda-Kur im Ayurvie gebucht.

 

Die Reise zum Ayurvie:

Der ers­te Eindruck ist schon erstaun­lich. Nach einer lan­gen Anreise mit Umsteigen in Doha und Ankunft in Colombo mor­gens um 02:45 Uhr, wer­de ich von einem freund­li­chen und gut gelaun­ten Chauffeur mit mei­nem Namensschild am Ausgang der Flughafenhalle bereits erwar­tet. Hier ler­ne ich auch gleich Iris und Andreas ken­nen, die im glei­chen Flieger wie ich waren und eben­falls unter­wegs zum Ayurvie Weligama Resort sind. Müde aber vol­ler Vorfreude stei­gen wir in das beque­me haus­ei­ge­ne Gefährt und sind für die ange­bo­te­ne Flasche Wasser sehr dank­bar.

Drei Stunden Fahrt erwar­ten uns, bis wir im Ayurvie ankom­men. Die Begrüßung ist ein herz­li­ches Willkommen und rüh­rend. Mittlerweile ist es mor­gens 06:30 Uhr und das Ayurvie Team steht da und begrüßt uns vol­ler Freude und Herzlichkeit. Mit Handschlag und dem lan­des­ty­pi­schen Gruß „Ayubowan“, das so viel bedeu­tet wie: „Ich wün­sche Dir ein lan­ges, gesun­des Leben“. Dann wer­den wir in den klei­nen Nebenreich der Ankunftshalle geführt, in dem auch das täg­li­che Gebets- und Segensritual statt­fin­det und eine wun­der­schö­ne Buddha Statue thront. In einem fei­er­li­chen Ritual und dem Entzünden einer Kerze wird für unse­re Gesundheit und einen guten Aufenthalt gebe­tet. Wir füh­len uns sofort wohl und will­kom­men. Aus dem Staunen kom­men wir gar nicht raus. Ein herr­li­ches Frühstück erwar­tet uns in dem Restaurant mit Blick auf den gro­ßen Pool und das Meer, auf Palmen und den benach­bar­ten Hang mit Häusern im medi­ter­ra­nen Baustil.

Die Sonne hat sich mitt­ler­wei­le durch die Regenwolken gekämpft und lacht uns an. Wir sind glück­lich und gespannt auf unse­re Zimmer.

Die Zimmer sind atem­be­rau­bend schön!
In den Zimmern ver­bin­det sich – wie im gan­zen Haus – Modernes mit Altem und schafft eine bezau­bern­de, strah­len­de Atmosphäre. Bad und WC sind getrennt, alles ist hell gefliest mit Graniteinlagen, auf­ge­leg­tem Waschbecken und viel leich­tem Holz und sanf­ten Farbtönen. Das Fenster der gro­ßen, licht­durch­flu­te­ten Dusche ist beweg­lich und gibt den Blick frei auf Meer, Pool und Palmen – ein­fach nur Urlaubsfeeling.

In die­sem Zimmer ver­bringt man ger­ne eine Weile, ein herr­li­cher Rückzugsort, leuch­tend und freund­lich – anders als in vie­len ande­ren Resorts, die mit tra­di­tio­nel­lem, dunk­lem Teakholz aus­ge­stat­tet sind, wel­ches das weni­ge Licht des Zimmers noch ver­schluckt.

Zu jedem Zimmer gehört ein Balkon mit gemüt­li­cher Liege und wie­der mit frei­em Blick auf Pool, Meer und Palmen. Sowohl Balkon als auch die gan­ze Wand zum Balkon sind aus Glas, um die­sen unein­ge­schränk­ten Blick zu erhal­ten, selbst vom Bett aus. Kann man sich das vor­stel­len? Auf dem Bett lie­gend, tags­über Palmen und Wellen und nachts ein Lichtermeer von Sternen in kla­ren Nächten.

Einfach traum­haft.

Aus dem Staunen sol­len wir die nächs­ten Tage alle nicht mehr raus­kom­men. Die Arztkonsultation dau­ert fast 45 Minuten und neben dem Fragebogen, den wir von Deutschland aus bereits geschickt hat­ten, fragt der ayur­ve­di­sche Arzt Dr. Herath noch genau­er z.B. nach unse­ren Essgewohnheiten, unse­rem Schlafrhythmus, wel­che Beschwerden wir haben, ob wir Kaffee oder Alkohol trin­ken und vie­les mehr.
Neben der typisch ayur­ve­di­schen Pulsdiagnose, schaut er auch Haare, Augen, Zunge an und tas­tet dann die Organe ab, damit er ein umfas­sen­des Bild über unse­ren gesund­heit­li­chen Ist-Zustand erhält. Nach die­ser inten­si­ven Eingangskonsultation erstellt er einen Behandlungs- und Medikationsplan.

So inten­siv habe ich das noch nie erlebt. 
Auch der Therapieplan und die Medikation unter­schei­den sich von mir Bekannten.

Die Medizin wird mor­gens und abends in der „Bar“ aus­ge­ge­ben. Täglich neu und genau ein­ge­stellt. Abends gibt es den Therapieplan für den fol­gen­den Tag. Jeden 2., spä­tes­tens 3. Tag folgt eine wei­te­re ärzt­li­che Konsultation. So ori­en­tiert sich die Ayurveda-Kur nach der indi­vi­du­el­len Befindlichkeit und nicht nach irgend­wel­chen Regeln. Da füh­len wir uns super gut auf­ge­ho­ben.
Der Schwerpunkt in der ers­ten Woche liegt kom­plett auf den ayur­ve­di­schen Anwendungen. Manchmal haben wir drei Termine an einem Tag mit unter­schied­li­chen Behandlungen und immer Ruhezeit dazwi­schen. So ver­geht der Tag sehr schnell und wir alle kom­men zur Ruhe und begin­nen nach weni­gen Tagen schon neue Kraft und Energie zu spü­ren.

Die Behandlungen selbst sind ein Gedicht. Jeder hat sei­nen eige­nen Therapeuten oder Therapeutin, die uns wäh­rend unse­res Aufenthaltes hier beglei­ten und betreu­en. Der Therapiebereich selbst ist eben­falls wun­der­schön und in Form und Farbe dem Haus ange­passt. Entlang des Ganges und in den Behandlungszimmern ste­hen Tonschalen mit bun­ten Blüten des Landes deko­riert.
Die Behandlungsräume selbst sind sehr hell, hoch und mit weis­sen Holzornamenten aus­ge­stat­tet, die z.B. als Fenster die­nen. Dadurch weht immer eine sanf­te und ange­neh­me Brise. Während der gesam­ten para­die­si­schen Behandlung bin ich ein­ge­lullt vom Gesang der Wellen und ent­span­nen­der Hintergrundmusik. Die Behandlungen wer­den ent­spre­chend der Anwendungen zwei- oder als Synchronmassage vier­hän­dig aus­ge­führt und immer kom­pe­tent und ein­fühl­sam zugleich. Was mir beson­ders gefällt, ist die Wahrung der Privatsphäre gera­de zu Behandlungsbeginn. Ein Einwegslip liegt bereit, ich wer­de lie­be­voll in Handtücher gewi­ckelt und bin wäh­rend der gesam­ten Anwendung immer zuge­deckt. Es fühlt sich tat­säch­lich so woh­lig an, dass ich die ers­ten Male grund­sätz­lich in einen himm­li­schen Dämmerschlaf ver­fal­le. So gut!

Ganz und gar phan­tas­tisch ist, dass Fuß-, Nacken- und Gesichtsmassagen im Freien statt­fin­den. Am Ende des Therapiebereichs ste­hen Liegen und Stühle bereit, die so bequem und ein­la­dend sind, dass es ein­fach nur schön ist, dort zu sein. Dazu noch von kom­pe­ten­ten sen­si­ti­ven Händen ver­wöhnt zu wer­den, einen Blick auf Meer und Palmen mit einer sanf­ten Brise auf der Haut zu haben, ist kaum zu top­pen. Am Ende jeder Behandlung dür­fen wir immer in die­sem Bereich nach­ru­hen und bekom­men einen Kräutertee ser­viert.

Das Essen ist ein­fach unglaub­lich schmack­haft, leicht und bekömm­lich und exo­tisch gewürzt. Während es in ande­ren Resorts Büffets gibt, die immer wie­der dazu ver­füh­ren zu viel von allem oder auch von den „ande­ren“ Doshas zu naschen, gibt es hier die ein­fa­che Philosophie, das Essen indi­vi­du­ell und per­sön­lich wie in einem ****Sterne Restaurant am Tisch zu ser­vie­ren.
Die Tische sind für jeden Einzelnen lie­be­voll gerich­tet und wir ler­nen, statt uns von Smartphone und Gesprächen ablen­ken zu las­sen, uns ganz dem Genuss des Essens zu wid­men, das uns freund­lich und mit Hingabe jedes ein­zel­ne Gericht erläu­ternd ser­viert wird. Es gibt jeweils drei Gänge, meist Suppe oder Salat als Vorspeise, dann das Hauptgericht, das aus Reis und 4 – 5 ver­schie­de­nen Currys besteht und als Dessert noch lecke­res, exo­ti­sches Obst. Statt Wein und Kaffee gibt es Wasser und Kräutertee.
Zwischen den ein­zel­nen Gängen ver­geht Zeit, so dass ich dem Essen nach­spü­ren kann. So gut und lecker!! Und so gesund!! Fabelhaft!

Der Direktor des Ayurvie, Herr Asoka (rechts im Bild), hat vor Jahren ein Kochbuch geschrie­ben und uns wäh­rend einer der sonn­täg­li­chen Kochshows eines sei­ner Rezepte gekocht: Teufelskartoffeln. Keine Frage, alle wol­len das Kochbuch mit den bes­ten Rezepten Sri Lankas haben, mit einer per­sön­li­chen Widmung des Autors selbst­ver­ständ­lich. Was für eine Vorstellung, dass der Direktor die­ses wun­der­ba­ren Resorts uns Leckeres aus der Pfanne zau­bert und ganz neben­bei noch ein paar Insider Geheimnisse der sin­gha­le­si­schen Küche ver­rät. Das ers­te exo­ti­sche Mitbringsel wan­dert so schon in den Koffer.

Auch Yoga und Meditation sind Teil der Ayurveda-Kur und ste­hen täg­lich auf dem Programm. Jeden Morgen und Abend gibt Madhura, unser sin­gha­le­si­scher Yogalehrer, Yoga- und Meditationsunterricht. Seine lang­jäh­ri­ge Zusammenarbeit mit Ärzten einer­seits und sei­ne sie­ben­jäh­ri­ge Ausbildung bei einem sin­gha­le­si­schen Mönch spie­geln sich in sei­nem Unterricht jede Stunde wider. Für ihn ist der spi­ri­tu­el­le und medi­zi­ni­sche Aspekt, den Meditation und Yoga auf die Gesundheit haben, wich­ti­ger als die kör­per­li­che Ausrichtung, wie wir sie oft bei uns im Westen fin­den.

So star­ten wir den Morgen mit einer Fröhlichkeitsmeditation in der wir jeden Einzelnen, die Gruppe, unse­re Familie und Feinde mit ein­be­zie­hen. So aus­ge­gli­chen und in Frieden mit sich selbst kann der Tag ein­fach nur gut sein.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, mit sei­ner fei­nen und sen­si­blen Art und Erklärungen zu dem, was wir tun und war­um wir es tun, erreicht Madhura jeden Einzelnen von uns und wir las­sen uns sehr ger­ne auf die­se sanf­te und stil­le Form des Yoga und der Meditation ein.

Der Yoga Raum selbst ist eben­falls licht­durch­flu­tet und oben im 3. Stock mit einer gro­ßen Glasfront, die den Blick wie­der frei gibt auf Meer, Wellen und Palmen. Der Raum ist gut belüf­tet und schafft mit sei­ner dezen­ten und stil­vol­len Dekoration an Bildern, Farben, Yogastatuen und bun­ten Sitzelementen eine medi­ta­ti­ve Atmosphäre. Diese ist unmit­tel­bar nach dem Betreten des Raumes spür­bar. Zugegeben, die bun­ten Yogamatten dürf­ten etwas dicker sein, um sich noch mehr in den hel­len, mar­mo­r­ähn­li­chen Boden sin­ken zu las­sen.

Es ist sehr schön, dass die­ser Raum neben Yoga und Meditation auch für Ayurvedavorträge genutzt wird, die ein­mal in der Woche statt­fin­den und Raum geben, alle Fragen der Gäste zu beant­wor­ten.

Die Harmonie des Hauses spie­gelt sich auch im Außenbereich wider. Die Terrassenanlage mit dem Holzdeck und dem inte­grier­ten, groß­zü­gi­gen Infinity-Swimmingpool, der sich als ein gro­ßes Dreieck per­fekt ein­fügt, erfüllt auch die Ansprüche geüb­ter Schwimmer, die ger­ne mehr als einen Schwimmzug machen möch­ten. Der freie Blick zum Meer und den Palmen auf der einen Seite und der har­mo­ni­schen Frontseite des Hauses mit den beglas­ten Balkonen auf der ande­ren ist gelun­gen.

Ja, abschlie­ßend – nach all den Lobesworten – noch ein Gedanke, wie das Ayurvie Team mit Fragen und Wünschen der Gäste umgeht. Vorbildlich, kann ich nur sagen. Ruck zuck sind Fragen geklärt und die Wünsche erfüllt. Irgendwie fin­det sich immer eine Lösung zur Zufriedenheit aller.
Ich habe davor gele­sen, dass die Singhalesen sehr freund­li­che Menschen sind. Das kann ich jetzt nur bestä­ti­gen. Es macht ein­fach Freude, von die­sen Menschen umge­ben zu sein und so gut ver­sorgt zu wer­den. Mit einer Leichtigkeit geben sie mir das Gefühl, dass es für sie nichts Besseres gibt als mich glück­lich zu machen.
So erwi­de­re ich von gan­zem Herzen den from­men Wunsch:

Ich wün­sche Ihnen einen schö­nen Tag und ein lan­ges, gesun­des Leben“.

06 Dez

Ayurveda und Coaching in Indien – Eine ganz besondere Erfahrung

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Coaching, Reise / / 0 Kommentare

Unsere Reise nach Indien star­te­te mit dem Treffen am Flughafen am 30.9.17. Wir waren eine klei­ne Gruppe. Das mach­te die­se Reise für jeden so beson­ders und anspruchs­voll. Denn neben der ent­span­nen­den Panchakarma-Kur stan­den auch Workshops und Coachings zum Thema „Glückliche Beziehungen“ und Ausflüge auf dem Programm.

Wir hat­ten eine per­fek­te Reisezeit gewählt, das Bethsaida Hermitage liegt wun­der­schön in der Bucht am Arabischen Meer und brei­te­te sei­nen Garten mit Palmen und duf­ten­den Blüten vor uns aus. Das Resort selbst ist traum­haft schön und eine Wohltat für Auge und Nase. Alle Resort-Mitarbeiter – vom Manager bis zum Gärtner – waren freund­lich und taten wirk­lich alles, um uns nach Möglichkeit jeden Wunsch zu erfül­len.

Der Wohlfühlgrad im Bethsaida ist wohl kaum zu über­tref­fen.

Unser Seminarraum mit sei­nen offe­nen Säulen und Blick zum Meer, einer stets erfri­schen­den Brise bei über 30 Grad war ein­fach sen­sa­tio­nell. So mach­te „Arbeiten“ Spaß und ein­fach nur Freude.

Die Coachings und Gespräche der Teilnehmenden haben schnell eine Vertrautheit und Zusammengehörigkeit ent­ste­hen las­sen. Die Ausflüge zu den nahe­ge­le­ge­nen Bazaren mit Biju und sei­nem Tuk Tuk; das Genießen des tra­di­tio­nel­len Masala Tees im Wohnzimmer der Gewürzhändlerfamilie; das Berührtsein, wenn Yogi Thankappan sei­ne von har­ter Arbeit gezeich­ne­ten Hände seg­nend über die kunst­fer­ti­gen geschnitz­ten Götterstatuen aus Marmor und Granit hält und Mantren rezi­tie­rend den Segen auch an sei­ne Kunden wei­ter­gibt, um ihnen Glück und Freude zu wün­schen; die Fahrt mit den Booten durch die Backwaters; der 9-stün­di­ge Ausflug an die süd­lichs­te Spitze Indiens: Kanyakumari, wo nicht nur die Bengalische See, der Indische Ozean und das Arabische Meer zusam­men­tref­fen, son­dern auch die Geschichte Indiens mit sei­nen 1000-jäh­ri­gen Tempelanlagen und Traditionen.

All das zusam­men schafft eine Quelle an Erinnerungen, die ein­fach glück­se­lig macht und ein Lächeln zau­bert, mit dem Gefühl in 1001 Nacht ein­ge­taucht zu sein.

 

Mein Herz strahlt und ich sage ein­fach Danke an alle, die die­se Reise ermög­licht haben.

Eure Birgitta Kürtös

08 Feb

Ayurveda mit Yoga und CQM Coaching – eine Reise der besonderen Art in Indien

Birgitta Kürtös / Ayurveda, Coaching, Reise, Yoga / / 0 Kommentare

Das Ayurveda Resort Bethsaida Hermitage in Kerala ist ein klei­nes Juwel am Arabischen Meer. Hier ver­brach­te unse­re klei­ne Reisegruppe vom 10. bis 23. April 2016 zwei para­die­si­sche Wochen.

Wir konn­ten es kaum erwar­ten, dass viel zu kal­te und nas­se Wetter Deutschlands hin­ter uns zu las­sen, um end­lich Sonne zu tan­ken. Die Fahrt zum Flughafen Frankfurt, das Einchecken, Fliegen, Zwischenlanden in Dubai, war gemüt­lich und ent­spannt. Als wir am dar­auf­fol­gen­den Morgen im Resort anka­men, ging bereits die Sonne auf. Neben einem herr­li­chen Sonnenaufgang erwar­te­te uns auch das mor­gend­li­che Schauspiel der Fischer, die sich am Strand ver­sam­mel­ten, um die Fischerboote mit den schwe­ren Netzen an Land zu brin­gen.

Die nächs­ten drei Tage genos­sen wir aus­gie­big das Ankommen und Abschalten. Nach einer herz­li­chen Begrüßung und dem Einführungsgespräch durch die Ayurvedaärztin wur­de ein indi­vi­du­el­ler Kurplan für jede von uns erstellt. Das Ziel war unse­re Doshas wie­der aus­zu­glei­chen und zu har­mo­ni­sie­ren. Nach ayur­ve­di­schem Verständnis ist die Disbalance der Doshas einer der Hauptgründe über­haupt gestresst und krank zu sein.

Anschließend nah­men uns unse­re Therapeutinnen buch­stäb­lich an der Hand und ver­wöhn­ten uns wäh­rend unse­res gesam­ten Aufenthaltes vom ers­ten bis zum letz­ten Tag mit wohl­tu­en­den, ayur­ve­di­schen Massagen. Diese wur­den meist vier­hän­dig und syn­chron aus­ge­führt, was den Entspannungseffekt noch erhöh­te. Heiße Öle, ayur­ve­di­sche Heilkräuter, Milch- und Reisstempel, dazu Gesichtspackungen, Kräuterwickel und Stirngüsse stan­den abwech­selnd auf dem Tagesplan.

Der Verjüngungs- und Regenerationsprozess hat­te begon­nen. Innerhalb von nur drei Tagen hat­ten wir den kom­plet­ten Stress, das schlech­te Wetter und die ers­ten Wehwehchen hin­ter uns gelas­sen. Jetzt waren wir bereit uns auch außer­halb des Resorts auf Indien und sei­ne Vielfalt ein­zu­las­sen. Besichtigungen von Tempeln, Bazaren, Gewürzläden nebst einer Klangschalenvorführung ver­zau­ber­ten unse­re Sinne. Es war immer leben­dig, manch­mal laut, oft duf­tend und immer lus­tig. Ein Glücksfall war unser TukTuk – Fahrer Biju, den wir gleich bei unse­rer ers­ten Ausfahrt ken­nen­lern­ten. Er beglei­te­te uns auf allen Ausflügen und schenk­te uns herz­li­che Erinnerungen. Nachdem wir am letz­ten Tag bei sei­ner Familie zum Chai-Trinken ein­ge­la­den waren, ver­ab­schie­de­ten wir uns wie alte Freunde.

Neben die­sen zau­ber­haf­ten Ausflügen, ayur­ve­di­schen Anwendungen, lecke­rem Essen, Yoga und Abhängen auf der Liege, führ­te auch unser mor­gend­li­ches Ritual einer gemein­sa­men Meditation, zu tief­grei­fen­der Erholung und Zufriedenheit.

Jeden Morgen nach Yoga und einer ers­ten Tasse Tee setz­ten wir uns 30 min in die klei­ne Kapelle mit­ten im Resort. Das emp­fan­den wir so kraft­voll, ener­ge­ti­sie­rend und zutiefst ent­span­nend, dass wir die­se Meditation auf­ge­zeich­net haben. Jetzt kön­nen wir uns – wann immer und wo immer – direkt an die­sen magi­schen Ort bea­men, um Kraft, Ruhe und Energie zu tan­ken.

Auch die bewuss­te Auseinandersetzung mit den eige­nen Themen, Blockaden und Energieräubern, führ­te zu einer sicht­ba­ren Veränderung. Das Betrachten und Differenzieren des eige­nen Denkens und Verhaltens ermög­lich­te uns neue Blickwinkel ein­zu­neh­men und erwei­ter­te unse­re Handlungsstrategien.

Wie zur Bestätigung, erreich­ten uns Nachrichten von daheim, dass die Ehemänner unse­rer Freundinnen sie umge­hend zu uns in die Ayurvedakur schi­cken woll­ten, nach­dem sie unse­re ent­spann­ten und glück­li­chen Gesichter gese­hen hat­ten.

„Happy wife, means hap­py life“ phi­lo­so­phier­te einst ein klu­ger und wei­ser Mann

Zusammenfassen las­sen sich die­se bei­den Wochen in etwa so: jede von uns fühlt sich auf ganz tie­fe, per­sön­li­che Weise berührt, erfrischt und rege­ne­riert. Die Kunst der Einfachheit, ver­bun­den mit hoher Effizienz ver­zückt regel­recht. Das Wissen so beschenkt wor­den zu sein, erfüllt uns mit Dankbarkeit und dem Bedürfnis eini­ge der Rituale zuhau­se wei­ter­zu­füh­ren. Und die Frage nach dem nächs­ten Mal stellt sich gar nicht. Das ist schon beschlos­sen! Die Kunst der Einfachheit, ver­bun­den mit hoher Effizienz ver­setzt mich immer wie­der in Erstaunen.

Herzlichst
Birgitta Sherina Kürtös